Verständnisfrage zu einem 450-Euro-Job

von
Frau Pilz

Wenn ich als 450-Euro-Jobber und Frührentner in einem Monat die Hälfte der Zeit, also 15 Tage, vertraglich arbeite und dabei bereits schon 450 Euro verdiene und in den restlichen 15 Tage des Monats ohne im Besitz eines Arbeitsvertrags zu sein auch nichts verdiene, ist das regelgerecht?

von
Alltagsbegleiter

Bei Bezug einer vollen Erwerbsminderungsrente dürfen Sie bei einer Arbeitszeit von bis zu drei Stunden täglich bis zu 450,- Euro monatlich rentenunschädlich dazuverdienen.

Ein Stundenlohn ist dabei selbstverständlich nicht vorgeschrieben.

Wenn Sie also 30,- Euro in der Stunde verdienen, arbeiten Sie eben nur 15 Stunden im Monat. Auch eine einzelne Arbeitsstunde mit einem Verdienst von 450,- Euro wäre kein Problem.

Experten-Antwort

Hallo Frau Pilz,

Alltagsbegleiter hat Ihnen schon die richtige Antwort gegeben.
Wurde ein Hinzuverdienst nur in einem Teilmonat erzielt (im Rahmen Ihres Leistungsvermögens), ist dennoch die Hinzuverdienstgrenze für einen ganzen Monat maßgeblich.

von
Frau Pilz

Zitiert von:

Hallo Frau Pilz,

Alltagsbegleiter hat Ihnen schon die richtige Antwort gegeben.
Wurde ein Hinzuverdienst nur in einem Teilmonat erzielt (im Rahmen Ihres Leistungsvermögens), ist dennoch die Hinzuverdienstgrenze für einen ganzen Monat maßgeblich.

Es kommt also nur auf die Höhe des Verdienstes während des Kalendermonats an, der 450 Euro nicht übersteigen darf. Inwieweit dieser Monat mit Arbeitsverträgen unterlegt ist, spielt keine Rolle.

Hintergrund meiner Frage war, daß ich den Eindruck hatte, daß da anders gerechnet wird.
Zum Beispiel so, daß man bei einem Arbeitsvertrag für einen halben Monat auch nur die Hälfte von 450 Euro, also 225 Euro, max hinzuverdienen darf, falls man für die andere Hälfte des Monats keinen Arbeitsvertrag hat bzw. nicht arbeitet.

Experten-Antwort

Die Berechnung der Hinzuverdienstgrenze auf den Teilmonat gab es tatsächlich in der Zeit vom 01.01.2002 bis 31.12.2003 durch das Altersvermögensergänzungsgesetz.
Zum 01.01.2004 wurde dies jedoch wieder geändert, so dass ab diesem Zeitpunkt wieder die volle Hinzuverdienstgrenze zugrunde zu legen ist.