Verstorbener Großvater nach seinem Tod rückwirkend erwerbsunfähig. Was passiert mit den Rentenansprüchen?

von
Ferdiefuchs

Hallo,

unser Großvater ist Anfang des Jahres gestorben, Erbe was über die Bestattung hinausgeht war nicht vorhanden.

Nun hat sich die Berufsgenossenschaft gemeldet und hat ihm rückwirkend eine volle Erwerbminderungsrente aufgrund seiner wohl beruflich verursachten Erkrankung zugesprochenen.

Frage: wer hat Anspruch auf die Erwerbminderungsrente? Wir als Angehörige oder die deutsche Rentenversicherung? Die sich rückwirkend von der Berufgenossenschaft die normal gezahlte Rente wieder zurück holen möchte?

BG und vielen Dank im Voraus

von
Rentenuschi

Auf die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung ist die Unfallrente anzurechnen.
Deshalb ist bei der dortigen Rente wohl mit einer Überzahlung zu rechnen.
Um diese auszugleichen, erhebt der Rentenversicherungsträger einen Erstattungsanspruch auf die Nachzahlung aus der Unfallrente.

Das was übrig bleibt (und erfahrungsgemäß bleibt etwas übrig), bekommen die Erben, bzw. Sonderrechtsnachfolger.

MfG

Experten-Antwort

Hallo User Ferdiefuchs,

wie User Rentenuschi bereits ausgeführt hat, teilt die Berufsgenossenschaft der Deutschen Rentenversicherung mit, dass eine Unfallrente rückwirkend bewilligt wurde. Die Überzahlung der Deutschen Rentenversicherung wird mit der Nachzahlung der Berufsgenossenschaft verrechnet und der Rest geht an die Sonderrechtsnachfolger (Ehefrau, Kinder).

von
Ferdiefuchs

Hallo zusammen,

vielen Dank für die schnelle und fundierte Antwort *daumenhoch*

BG

Ferdie

von
Galgenhumor

Nicht vergessen: wenn die Oma auch Leistungen seitens der Berufsgenossenschaft zuerkannt bekommt, wird auch die Witwenrente in der Rentenversicherung neu gerechnet.....auch hier kann es dann zu Verrechnungen führen