Vertrauensschutz bei ATZ

von
Jürgen

Mein Arbeitskollege ist Jahrgang 53, ist seit 2008 als schwerbeh. anerkannt und hat im November 2006 einen ATZ-Vertrag unterzeichnet.
Laut Rentenauskunft hat er keinen Vertrauensschutz in Bezug auf Anhebung der Altersgrenze. Er muss also bis 63+7 Monate arbeiten um abschlagsfrei in die AR für Schwerbeh. zu gehen. Warum geniest der Kollege keinen Vertrauensschutz?

von
Chris

Wenn die Schwerbehinderung am 01.01.2007 anerkannt gewesen wäre, so würde die Altersgrenze von 63 Jahren nicht angehoben. Da diese Voraussetzung nicht vorliegt, besteht auch kein Vertrauensschutz.

von
Kurt

Die Antwort von Chris kann nicht stimmen.Bei mir ist es genau so wie bei Jürgen,bekomme Rente ohne Abschlag erst mit 63 u. 7 mon. Habe schon 10 J. Schwerbeh. Mit 63 ohne Abschlag gibts nur wenn der ATZ Vertrag noch in 07 unterschrieben wurde, Grus Kurt

von
Chris

Die Antwort stimmt sehr wohl. Hier ist der Grund das Nichtvorliegen der Schwerbehinderung am 01.01.2007. ATZ wurde gem. Angaben in 11/06 unterschrieben. Beide Voraussetzungen müssen für den Vertrauensschutz vorliegen.

von
Chris

2. Voraussetzung mit ATZ muss VOR dem 01.01.07 vereinbart sein, was hier der Fall ist.

Experten-Antwort

Hallo,

eine Ausnahme von der Anhebung der Altersgrenze für schwerbehinderte Menschen gibt es für Versicherte,

- die am 1. Januar 2007 als schwerbehinderte Menschen anerkannt waren,
- vor dem 1. Januar 1955 geboren sind und
- vor dem 1. Januar 2007 Altersteilzeitarbeit vereinbart haben oder das Anpassungsgeld für entlassene Arbeitnehmer des Bergbaus bezogen haben.

Nur für diese Versicherten besteht weiterhin ein Anspruch auf abschlagsfreie Altersrente mit dem 63. Lebensjahr.

Da Ihr Kollege erst seit 2008 als schwerbehinderter Mensch anerkannt war, sind die Voraussetzungen nicht erfüllt. Abschlagsfrei kann er mit 63 Jahren und 7 Monaten die Altersrente für schwerbehinderte Menschen erhalten.