Vertrauensschutz-Maßnahme Arbeitsamt

von
Connect

Hallo zusammen.
Sachverhalt :
Ich bin 58,7 Jahre jung. War am1.1.2004 arbeitslos gemeldet habe 38 Versicherungsjahre und bin seit 2008 Hartz4 - Bezieher. Genieße also "Vertrauensschutz", soll heißen, kann mit 60 wegen Arbeitslosigkeit in Rente
gehen. Frage1: Was wäre wenn, ich jetzt eine Vollzeitbeschäftigung aufnehme und dann wieder arbeitslos ( sagen wir nach der Probezeit von 3 Monaten ) werde. Frage 2: Meinem Fallmanager fällt es ein, mich in eine sog. Maßnahme geben zu müssen, in der sodann die Arbeitslosigkeit nicht mehr gilt. Wäre sodann mein Vertrauensschutz, Stichtag 1.1.2004 arbeitslos,hinfällig, wenn durch diese Arbeitsaufnahme,,,,,, nach Vollendung des 58. Lebensjahres und sechs Monaten insgesamt 52 Wochen arbeitslos gewesen sein,,,, die besagten 52 Wochen nicht mehr zu erreichen bzw. einzuhalten wären. Danke

von Experte/in Experten-Antwort

Guten Tag,

um Ihre Frage so genau wie möglich zu beantworten, führen wir hier zuerst die Voraussetzungen für den Bezug einer Altersrente wegen Arbeitslosigkeit auf:

- Geburt vor dem 01.01.1952
- Vollendung des 60. Lebensjahres
- bei Beginn der Rente arbeitslos und
nach Vollendung eines Lebensalters von 58 Jahren und 6 Monaten
insgesamt 52 Wochen arbeitslos
- in den letzten 10 Jahren vor Beginn der Rente liegen 8 Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder
Tätigkeit
- die Wartezeit von 15 Jahren ist erfüllt.

Die vorzeitige Inanspruchnahme der Rente ab dem 60. Lebensjahr ist für die Versicherten möglich, die am 01.01.2004 arbeitslos waren. Dabei ist es unerheblich, ob nach dem 01.01.2004 wieder eine Beschäftigung aufgenommen wird. Der Vertrauensschutztatbestand bleibt bestehen.

Das Vorliegen von 52 Wochen Arbeitslosigkeit nach Vollendung eines Lebensalters von 58 Jahren und 6 Monaten ist jedoch eine Anspruchsvoraussetzung für den Bezug der Altersrente wegen Arbeitslosigkeit. Erst nach Erfüllung dieser Voraussetzung ist der Rentenbezug möglich.

von
Connect

Danke, sehr diplomatische Antwort,,,, meine Frage betr. Arbeitsaufnahme und oder Massnahmen des AA ist damit aber nicht beantwortet. Der Vertrauensschutz bleibt bestehen, schön und gut aber,,,,Das Vorliegen von 52 Wochen Arbeitslosigkeit nach Vollendung eines Lebensalters von 58 Jahren und 6 Monaten ist jedoch eine Anspruchsvoraussetzung für den Bezug der Altersrente wegen Arbeitslosigkeit, richtig? Erst nach Erfüllung dieser Voraussetzung ist der vorgezogene Rentenbezug möglich,,,,könnte ich aber sodann unter Umständen nicht erfüllen. Was bitte bringt mir dann der Vertrauensschutz.
Gelesen auf der www. Seite des DRB..
Versicherte, die vor dem 1. Januar 1952 geboren sind und
am 1. Januar 2004 arbeitslos waren oder deren Arbeitsverhältnis vor dem 1. Januar 2004 beendet worden ist und die an diesem Tag beschäftigungslos waren,, hier steht Nichts von 52 - Wochen. Oder,,,gilt das hier - Anspruch auf diese Altersrente haben auch Versicherte, die während der 52 Wochen und zu Beginn der Rente nur deswegen nicht als Arbeitslose galten, weil sie erwerbsfähige Hilfebedürftige waren, die nach Vollendung des 58. Lebensjahres mindestens für die Dauer von zwölf Monaten Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen haben, ohne dass ihnen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten worden ist,,dann bräuchte ich keinen Vertrauensschutz, oder gilt das hier,,ein bestehender Vertrauensschutz wird insbesondere durch die spätere Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses oder den Eintritt in eine neue arbeitsmarktpolitische Maßnahme nicht berührt. Schöner Gesetzestext,,,,aber auch hier,,was nützt der Vertrauensschutz, wenn ich die 52 Wochen nicht erreichen kann. Das verstehe wer will,,,ich nicht. Danke

von
KSC

es ist nur Ihr Vertrauen geschützt mit 60 in Rente gehen zu können, wenn zum Rentenzeitpunkt "alle!" Vorraussetzungen der Rentenart erfüllt sind...
Aus damaliger Sicht war die Rente mit 60 nur sicher, falls Sie ab 58,5 auch mindestens 1 Jahr alo sind und das beim Rentenbeginn auch noch sind.

Findet ein 58 Jähriger wieder einen Job und hat den weiterhin, ist er mit 60 halt nicht "arbeitslos, etc...)...

und dann müsste er erst wieder ein Jahr arbeitslos werden um diese Rentenart beanspruchen zu können.

PS: der sollte doch eigentlich froh sein wieder Arbeit zu haben und nicht "rumjammern"....

von
Connect

Also mit Verlaub,,,PS: der sollte doch eigentlich froh sein wieder Arbeit zu haben und nicht "rumjammern"....Ich habe mit 16 Jahren meinen ersten Beitrag in die sog. Sozialgemeinschaft eingebracht - also ja, ich möchte mit 60 in Rente gehen. Muss man mich hier auf dieser Plattform deswegen stigmatisieren, denke nein.

von
Slow Brain

Ob Sie mit 16 oder mit 86 Ihren ersten Beitrag gezahlt haben, interessiert weder den Rentenversicherungstäger, noch irgendjemanden hier im Forum.

Die Vorraussetzungen sind klar und verständlich.

Wenn Sie nicht ab dem 58 1/2 Lebensjahr und dem 60. 52 Wochen arbeitslos waren, gibts keine Rente.PUNKT.

Ist doch eigentlich nicht so schwer,oder?????

Wenn sie durch die Maßnahme Ihres Fallmanagers nicht als arbeitslos gelten, keien Rente.PUNKT!

Naja nochmal für Sie ein wenig einfacher.

Sie haben 5 Mark. Wollen sich aber ein Auto kaufen, das 8 Mark kostet. Geht das??????

( P.S. Nein!)

von
Connect

Mein Gott ja. Schon mal etwas von Lebensplanung gehört ? Es wäre doch Möglich das der/die Fallmanager/in eines Montage,s in meiner 50 Woche mit dem linken Fuss aus dem Bett steigt oder meinem Gegenüber an diesem Tage meine Nase nicht passt. Eine Vermittlung in eine sog. unbefristete Vollzeitbeschäftigung könnte ma(n)n ja noch akzeptieren. Explizit aber keine befristete und oder in eine Massnahme des AA, die gleichzusetzen mit - man erreicht diese 52 Wochen nicht.

von
Slow Brain

Wenn Sie Ihrem Fallmanager sagen ,Sie in 2 Wochen in Rente gehen möchten, und sie dann sowieso aus der Statistik sind, möchte ich den Mitarbeiter sehen, der sie dann vermittelt (das ist dann wohl eher was für UPS die Pannenshow).Also einfach ein bisschen realistisch bleiben. Und nicht irgendwelchen unrealistischen Unsinn konstruieren.

von
Connect

Ich gehe einmal davon aus, das Sie selbst von Arbeitslosigkeit ( Harzt4) nicht betroffen sind - was gleichzusetzen mit; Sie haben keinen Einblick dahingehend, was sich in den einzelnen Agenturen und oder Argen abspielt. So lange den sog. F. Mager/innen ein solch hoher Ermessensspielraum eingeräumt wird - geschehen Dinge, die mir persönlich mitunter die Fussnägel hochrollen. Möchte das Thema jetzt beenden und Allen danken.