Vertrauensschutzregelung

von
Georg

Ich bin 1949 geboren, habe 43 Jahre gearbeitet, Kündigung vom Arbeitgeber habe ich im Nov. 2003 erhalten (6 Monate Kündigungsfrist). Im Mai 2004 habe ich neue Beschäftigung angenommen (war nicht arbeitslos).
Frage: Falle ich unter diesen Bedingungen unter die Vertrauenschutzregelung??
Falls ja, meine Frage: Wenn ich mein Arbeitsverhältnis mit 59 Jahren beende (Auflösungsvertrag bzw. Selbstkündigung) und 52 Wochen arbeitslos wäre, hätte ich dann die Möglichkeit mit 60 Jahren in Rente zu gehen?
Spielt eine Selbstkündigung eine Rolle für die Rentenversicherung?

Experten-Antwort

Die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit erhalten Sie auf Antrag, wenn Sie u.a. bei Beginn der Rente arbeitslos sind und nach Vollendung eines Lebensalters von 58 Jahren und sechs Monaten insgesamt 52 Wochen arbeitslos waren. Außerdem müssen Sie innerhalb der letzten zehn Jahre vor Beginn der Rente mindestens acht Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung gezahlt haben. Die frühere Altersgrenze von 60 Jahren für diese Altersrente wurde mittlerweile auf 65 Jahre angehoben.

Vertrauensschutzregelung:

Wenn Sie vor dem 1. Januar 1952 geboren sind und am 1. Januar 2004 arbeitslos waren oder Ihr Arbeitsverhältnis durch eine vor dem 1. Januar 2004 erfolgte Kündigung oder Vereinbarung nach dem 31. Dezember 2003 beendet wird oder Ihr Arbeitsverhältnis vor dem 1. Januar 2004 beendet worden ist und Sie an diesem Tag beschäftigungslos waren oder Sie vor dem 1. Januar 2004 Altersteilzeit vereinbart haben, können Sie aus Gründen des Vertrauensschutzes auch weiterhin ab 60 Jahren - allerdings mit Abschlägen von bis zu 18 Prozent - in Rente gehen.

Zu einer ausführlichen Beratung wenden Sie sich bitte an eine Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung in Ihrer Nähe. Die nächste Beratungsstelle finden Sie unter:

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von
der vorruheständler

ich gehe am 1.1. 2008 Vorraussichtlich in Altersteilzeit,bin Baujahr 12 1951 ich arbeite seit April 1966 und ich möchte mit 63 Jahren in Rente(über 45 Jahre wartezeit erfüllt)gehen und nicht mit 63 und 5 monate ist das möglich bei dem Abschlag von 7,2% Die 5 Monate gehen auf die Vertrauenschutzregelung Meinne Frage : ist dass so richtig!!!!

Experten-Antwort

Zunächst einmal die Feststellung, dass die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit von der jüngsten Anhebung der Altersgrenzen nicht betroffen war.
Folglich können Versicherte, die bis zum 31.12.1951 geboren sind ab dem 63. Lebensjahr mit einem Abschlag von 7,2 Prozent in Rente gehen.
Selbstverständlich ist es erforderlich, das die sonstigen Voraussetzungen für diese Altersrente vorliegen.
Ihrer Schilderung zufolge können dieses Voraussetzungen bei Ihnen unterstellt werden
( versicherungspflichtige Beschäftigung seit dem Jahr 1966 ).
(weitere Anmerkungen: 45 Jahre Pflichtbeitragszeit haben in diesem Fall keine Auswirkung auf den Abschlag, eine Vertrauensschutzregelung bedarf es bei dieser Rente aktuell nicht )
Sofern Sie weitere oder konkretere Auskünfte wünschen, empfehlen wir Ihnen bei der nächst gelegenen Auskunfts- und Beratungsstelle einen Termin zu vereinbaren, damit Sie individuell beraten werden können. Die Ihrem Wohnort nächst gelegene Beratungsstelle können Sie unter dem Link „Service/Beratungsstellen“ ermitteln.

von
der vorruheständler

Danke!!!!