Verunsicherung beim Rentenantrag

von
Paule

"Wer einen Rentenantrag stellen möchte, benutzt am besten den dafür vorgesehenen Antragsvordruck. Der Antrag kann allerdings auch formlos gestellt werden. Wichtig ist es, die nötigen Unterlagen beizufügen. Dazu gehören zum Beispiel Nachweise über Ausbildungszeiten sowie über Arbeitslosigkeit und Krankheitszeiten, die Steueridentifikationsnummer, der gültige Personalausweis oder Reisepass und die Chipkarte der Krankenkasse. Auch die Geburtsurkunden der Kinder sollten beigelegt werden."

"Nachweise über Ausbildungszeiten, Arbeitslosigkeit und Krankheitszeiten: Liegen der Rentenversicherung bereits vor und sind in der Rentenauskunft bescheinigt. Nochmal einreichen, was soll das?

"Der gültige Personalausweis oder Reisepass und die Chipkarte der Krankenkasse": Sollen die Dokumente etwa im Original verschickt werden? Dann kann ich z.B. mich bei der Polizei nicht mehr ausweisen und bekomme beim Arzt keine Behandlung mehr, weil mir die Krankenkassenkarte fehlt.

"Geburtsurkunden der Kinder": Die Kinder sind bereits im Rahmen der Kontenklärung registriert und in der Rentenauskunft angegeben. Also nochmal das ganze?

von
AR

Zitiert von: Paule

"Nachweise über Ausbildungszeiten, Arbeitslosigkeit und Krankheitszeiten: Liegen der Rentenversicherung bereits vor und sind in der Rentenauskunft bescheinigt. Nochmal einreichen, was soll das?

Na dann schreiben Sie doch einfach im Antrag, dass die Sachverhalte bereits berücksichtigt sind. Wo ist das Problem?

Zitiert von: Paule

"Der gültige Personalausweis oder Reisepass und die Chipkarte der Krankenkasse": Sollen die Dokumente etwa im Original verschickt werden? Dann kann ich z.B. mich bei der Polizei nicht mehr ausweisen und bekomme beim Arzt keine Behandlung mehr, weil mir die Krankenkassenkarte fehlt.

Nein, natürlich nicht. Machen Sie eine Kopie oder lassen Sie diese auf Ihrem Bürgermeisteramt usw. machen. Dies ist für Rentenzwecke kostenlos.

Zitiert von: Paule

"Geburtsurkunden der Kinder": Die Kinder sind bereits im Rahmen der Kontenklärung registriert und in der Rentenauskunft angegeben. Also nochmal das ganze?

Nein, siehe oben.

von
Ni Co Le

Hallo Paule,
Die Nachweise für die Ausbildungszeiten und Krankheitszeiten, werden nur benötigt, wenn diese noch nicht im Versicherungsverlauf enthalten sind.
Die Formulierungen sind Standadsätze um alle eventualitäten abzusichern.
Der Beitrag liest sich,als würde er darauf ausgerichtet sein, wenn Versicherte zu einer Auskunfts- und Beratungsstselle gehen, was sie dort alles mitbringen müssen.
Der Personalausweis wird benötigt um ihre Personendaten zu bestätigen, dafür können sie auch eine Kopie des Personalausweises oder am Besten die Geburtsukunde mitsenden.
Für den Antrag wird die Krankenkassennummer benötigt die auf der Krankenkassenkarte steht.
Die Geburtsurkunde des Kindes wird benötigt, wenn die Zeiten der Kindererziehung ( nach 1992 geborene 3 Jahre) und die Kinderberücksichtigungszeiten (10 Jahre) noch nicht im Versicherungsverlauf enthalten sind.
Bei Männern wird die Geburtsurkunde nur benötigt, ( wenn sie nicht für die Kindererziehung zu Hause geblieben sind) damit sie bei der Pfelegeversicherung den geminderten Beitragsatz von 2,05% zahlen.
Ich hoffe ich konnte ihnen

von
Hase

Zitiert von: Paule

"Der gültige Personalausweis oder Reisepass und die Chipkarte der Krankenkasse":

Da hat man bei der DRV etwas verschlafen,denn:

Zitiert von:
Personalausweis kopieren – einfach, aber rechtswidrig

Mit den neuen Regelungen zum Personalausweisgesetz hat der Personalausweis neben der hoheitlichen Ausweisfunktion auch die Möglichkeit zur Signatur und zur Authentisierung erhalten. Zum Schutz dieser Funktionen soll der neue Personalausweis nicht kopiert und möglichst gar nicht mehr aus der Hand gegeben werden. Auch wenn sich im Gesetz kein ausdrückliches Kopierverbot findet, so stellt die Regierungsbegründung zur Neuregelung klar:

http://www.datenschutzbeauftragter-info.de/nicht-bemerkt-personalausweis-kopieren-verboten/

von Experte/in Experten-Antwort

Ihre Verunsicherung ist durchaus zu verstehen. Tatsächlich beschreibt der geschilderte Beitrag die Vorgehensweise, wenn Sie den Rentenantrag bei einer amtlichen Stelle stellen. Dann sind halt verschiedene Unterlagen –Chipkarte der Krankenkasse, Steueridentifikationsnummer, Personalausweis usw. erforderlich. Um alle Unklarheiten zu beseitigen, stellen Sie doch einfach Ihren Rentenantrag im Rahmen einer persönlichen Beratung bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung. Die Ihrem Wohnort am nächsten gelegene Auskunfts- und Beratungsstelle können Sie unter dem Link "Beratungsstellen finden" ermitteln. Dort wird Ihr Rentenantrag in der Regel gleich elektronisch aufgenommen und oneline weitergeleitet. Vereinbaren Sie bitte einen Termin. Ein Rentenantrag kann aber auch bei einem Versicherungsamt der Stadt- oder Verbandsgemeindeverwaltung (vor Ort und Stelle) gestellt werden. Gleichzeitig erfahren Sie bei diesen Stellen, ob evtl. noch weitere Unterlagen erforderlich sind.

von
Paule

Vielen Dank für die Auskünfte.