Verzicht auf Versorungsausgleich

von
Beowulf

Meine Frau und ich haben uns getrennt. Sie möchte sich scheiden lassen. Sie ist Beamtin, ich Angestellter.

Meine Fragen zum Versorgungsausgleich:

1) Kann der weniger Verdienente auch auf die Ausgleichzahlung verzichten?

2) Wer kann ausrechnen wie hoch die Ausgleichzahlung ist bzw. Auskunft geben, ob überhaupt ein Ausgleich erfolgen muß.

3) Wird so eine Ausgleichzahlung gleich vom Gehalt abgezogen, oder wird dies erst später bei Rentenzahlung "verrechnet"?

von
-_-

Wenn Sie den Scheidungsantrag beim Amtsgericht (Familiengericht) einreichen, lässt das Familiengericht die in der Ehezeit erworbenen Anwartschaften beider Ehepartner durch die Leistungs- oder Versorgungsträger errechnen. Der hälftige Wertunterschied ist normalerweise auszugleichen, so dass nachher beide Ehepartner in der Ehezeit die gleichen Anwartschaften haben. Danach kann eine Vereinbarung der Parteien zum Versorgungsausgleich ggf. familiengerichtlich genehmigt werden, wenn die Voraussetzungen vorliegen. Über diese Voraussetzungen kann im Forum der Rentenversicherung kein Rat erteilt werden.

von
Rosanna

>>3) Wird so eine Ausgleichzahlung gleich vom Gehalt abgezogen, oder wird dies erst später bei Rentenzahlung "verrechnet"?<<

Diese Frage ist doch wohl nicht ernst gemeint, oder? :-)) Seit wann wird ein Versorgungsausgleich vom Gehalt abgezogen?

Experten-Antwort

Die Vereinbarung zum Ausschluss des Versorgungsausgleiches kann derzeit noch auf Grundlage von § 1587o BGB geschlossen werden. Das Familiengericht prüft die Voraussetzungen für die Anwendung dieser Regelung im Scheidungsverbund.
Sollte gleichwohl ein Versorgungsausgleich durchgeführt werden, wird der Versorgungsausgleich grundsätzlich erst mit dem Eintritt in die Versorgung berücksichtigt.