Verzwickte Sache – blöde Situation

von
Loser

Nach über 6-jährigem Bezug einer Rente wegen voller Erwerbsminderung aus medizinischen Gründen wurde diese Rente – obwohl sich die gesundheitlichen Gegebenheiten nachweislich eher verschlechtert haben! – nun nicht weiter bewilligt. Sowohl in meinem alten Job (welcher ruht) als auch auf dem allg. Arbeitsmarkt sei ich mit vielen Einschränkungen wieder komplett einsatzfähig.

Da dies jedoch nicht so ist, habe ich Widerspruch eingelegt und entspr. Atteste meiner Ärzte etc. beigefügt. Ich befürchte jedoch, dass auch der Widerspruch abgelehnt wird.

Ich bin und werde weiterhin krankgeschrieben. Bei der AfA bin ich gemeldet und beziehe Arbeitslosengeld. Letzteres wird wohl nicht lange gut gehen, da ich ja angeblich arbeitsfähig bin und deshalb meinen alten und angeblich geeigneten Job wieder aufnehmen muss. Dagegen kann ich mich wohl kaum wehren, die Krankschreibungen werden ja – außer vom Arbeitgeber – von keiner Stelle anerkannt. Und keine Zahlung vom Arbeitgeber oder von einem Zweig der Sozialversicherung heißt ja auch, dass ich gar nicht mehr krankenversichert sein werde. Also bleibt ja nichts – ich MUSS ja zur Arbeit (ALG II steht mir (noch) nicht zu und spätestens beim Jobcenter würde man mich wohl auch zur Arbeit schicken).

Wie läuft das dann und welche Folgen hat das?

1. Ich teile meinem Arbeitgeber mit, dass ich wieder gesund bin und meinen alten Job wieder aufnehme (muss er mich unter den Umständen überhaupt zurücknehmen, zumal er ja weiß, dass ich wieder ausfalle?)

2. Mit der Arbeit wird es noch nicht einmal eine Woche klappen – ich bin gezwungen, mich wieder krankschreiben zu lassen. Muss der Arbeitgeber in die Bresche springen und noch einemal 6 Wochen Lohnfortzahlung leisten?

3. um wieder Anspruch auf Krankengeld von der Krankenkasse zu haben, müsste ich ja zuvor 6 Monate ohne Krankheit gearbeitet haben – was niemals klappen wird. Also wäre wieder die AfA zuständig und ich wäre wieder an dem Punkt, an dem ich jetzt bin, richtig?

4. Dass ich nach abgelehntem Widerspruch Klage erhaben kann, weiß ich und werde es auch tun. Aber das Verfahren dauert ja offenbar sehr lange. Also muss ich mich während dieser Zeit privat finanzieren und mich freiwillig krankenversichern?

Habe ich das korrekt durchdacht? Und wenn ja – was sollte ich am besten machen? Macht dann Punkt 1. – 3. überhaupt Sinn oder sollte ich das lassen? Zu meinem Arbeitgeber hatte/habe ich ein gutes Verhältnis und solche „Spielchen“ liegen mir nicht.

Der IFD sieht mich übrigens auch nicht arbeitsfähig, aber auch das hilft ja wohl nicht weiter.

Ich weiß, dass dies ein Rentenforum ist, aber in diesem Fall führte eben die Ablehnung der Weiterzahlung der Rente zu den Problemen mit Krankenkasse und AfA. Hängt ja alles zusammen.

Für Hinweise wäre ich sehr dankbar. Und bitte, BITTE keine hämischen Bemerkungen. Ich bin so schon verzweifelt genug und würde wirklich sofort und gern zur Arbeit, wenn es irgendwie ginge.

Danke!

Experten-Antwort

Hallo,

zuerst sollten Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber den derzeitigen Stand der Dinge schildern. So erfahren Sie die Sicht des Arbeitgebers und können eventuell eine gemeinsame Lösung entwickeln. Zusätzlich sollten Sie sich mit Ihren weiteren Fragen an die Agentur für Arbeit und ggf. an Ihre Krankenkasse wenden.

Alles Gute, Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

von
Loser

Danke für Ihre Antwort. An die angegebenen Stellen habe ich mich bereits gewandt (Arbeitgeber akzeptiert AU, Arbeitsverhältnis ruht weiterhin, Krankenkasse kann kein Krankengeld zahlen, AfA zahlt zurzeit noch).

Vielleicht mag sich noch jemand dazu äußern, ob ich die Sachlage richtig erkannt habe - wäre sehr nett. Irgendwie sitze ich doch richtig in der Zwickmühle, oder?

von
WkW

Zitiert von: Loser
Danke für Ihre Antwort. An die angegebenen Stellen habe ich mich bereits gewandt (Arbeitgeber akzeptiert AU, Arbeitsverhältnis ruht weiterhin, Krankenkasse kann kein Krankengeld zahlen, AfA zahlt zurzeit noch).

Vielleicht mag sich noch jemand dazu äußern, ob ich die Sachlage richtig erkannt habe - wäre sehr nett. Irgendwie sitze ich doch richtig in der Zwickmühle, oder?

Suchen Sie einen Fachanwalt für Sozialrecht auf. Nur der kann Ihnen richtig helfen wenn Sie weiterhin erwerbsgemindert sind.

von
Verzwickt

Mir könnte das genau so auch passieren. Vielleicht weiß jemand doch mehr zu diesem Thema. Bestimmt geschieht das Vielen so.
Viele Grüße

von

Sie haben selbst erkannt „dies ist ein Rentenforum“ und kein Forum für Lebenshilfe.
Man hat Ihnen mitgeteilt, an welche Institutionen Sie sich wenden müssen. Mehr Hilfe können Sie hier nicht erfahren.