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Voll Erwerbsgem. Teilhaben am Arbeitsleben?

von sinus08.05.2012 | 16:39
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20 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

Hallo zusammen, ich bin etwa seit 2006 voll Erwerbsgemindert und beziehe eine minimale Rente. Ich leide an einer Nervenkrankheit, welche sich bemerkbar macht, wenn ich mehrere Stunden auf den Beinen stehe. So konnte ich meinen Job im Handwerk nicht mehr ausüben. Da ich aber ansonsten Fit bin, möchte ich mich in irgendeiner Form gerne wieder ins Arbeitsleben integrieren lassen. Besteht in meinem Fall die Möglichkeit der Teilhabe am Arbeitsleben ? Vielen Dank für Antworten Sinus

20 Antworten

Rentenüberprüferam 08.05.2012 | 18:27
Wenn Sie sich für (voll) erwerbsfähig halten, steht Ihnen auch keine (volle) Erwerbsminderungsrente zu. Sie sollten unverzüglich einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben stellen. Alles Weitere ergibt sich dann ganz automatisch!
Rentenüberprüferam 08.05.2012 | 19:27
Zitat von W*lfgang anzeigenausblenden
Denken Sie ruhig.... Gewöhnlich ist es eher so, dass sich die "Rentenbegehrenden" erheblich weniger zutrauen, als die sozialmedizinischen Gutachter der DRV oder des MdK. Es wäre mir neu, dass einem die Gutachter weniger zutrauen, als man selbst. Wird hier nicht laufend darüber geschimpft, wie streng die Sozialmediziner sind? Für solche Feststellungen braucht man keine Ferndiagnosen zu erstellen. Man muss nur aufmerksam lesen! MfG
W*lfgangam 08.05.2012 | 19:16
> Wenn Sie sich für (voll) erwerbsfähig halten, steht Ihnen auch keine (volle) Erwerbsminderungsrente zu. ...ich denke, der med. Dienst hat da doch ein bisschen mehr Ahnung, als es die subjektive 'Haltung' eines Versicherten empfinden mag. Oder üben Sie sich gerade in okkulter Ferndiagnose ? ;-) Gruß w.
KSCam 08.05.2012 | 19:43
Die Möglichkeit einer Teilhabe am Arbeitsleben besteht immer, ob das realistisch ist, weiß keiner. Nach durchgeführter LTA wird aber wohl die Rente weg sein. Wenn Sie sich zutrauen zu arbeiten, könnten Sie sich zunächst einen 400 € Job suchen und austesten was geht. Und wenn mehr geht versuchen Sie mehr zu arbeiten, überschreiten Sie dann die Verdienstgrenzen, fällt die Rente eh weg.
sinusam 08.05.2012 | 19:50
Hallo, danke derweil für die Antworten. Also es ist doch so... für eine vernünftige sitzende Tätigkeit würde ich liebend gerne die Rente von 600.-€ ausfgeben. Also sollte ich nun einfach Teilhabe beantragen, oder mich vorher mit irgendeinem Sachbearbeiter oder Arzt in Verbindung setzen? Der damalige Ablauf war so, dass ich von meinem Arbeitgeber aufgrund der Krankheit gekündigt wurde. Daraufhin beantragte ich beim Arbeitsamt eine Umschulung. Diese verwiesen mich wegen der Krankheit zum Amtsarzt, der mich daraufhin "kaputt" schrieb. Hauptsache die mussten die Umschulung nicht zahlen und ich war aus der Statistik...
W*lfgangam 08.05.2012 | 21:01
Zitat von Rentenüberprüfer anzeigenausblenden
Hallo Rentenüberprüfer, ich stimme Ihnen ja grundsätzlich zu. Ich wollte lediglich zum Ausdruck bringen, dass ein Gutachter im Allgemeinen unbeeinflusst von jeglichen äußeren Umständen seine objektive Einschätzung zu Papier zu bringen hat - wie die Realität aussieht ist (leider) eine ganz andere Sache - hier zu Gunsten oder Lasten eines 'schwächelnden' Probanten. Ich habe schon so einige EM-Gutachten gelesen, bei einigen schüttelt man den Kopf (10 Minuten 'Begutachtung', dafür aus Dutzenden Seiten Vorgutachten abgeschrieben), bei anderen muss man dem potenziellen EM-Kanditaten auch ohne med. Fachkenntnisse einfach klar ins Gesicht gesagen: 'du' säufst / kiffst / hast 120 Kilo Übergewicht und meinst, den Schrubber deswegen nicht mehr durch die Fabrik schieben zu können und willst deswegen eine Rente !? Deswegen ist zu differenzieren - aus Text hier kann man schwerlich eine Ableitung Pro/Kontra machen ('gefühlt' vielleicht schon ;-) ...das muss sinus selbst klären und ein erstes Gespräch beim Reha-Berater der DRV suchen. Gruß w.
-am 09.05.2012 | 10:15
Ob Teilhabe am Arbeitsleben möglich ist, hängt vom Einzelfall ab. Wird die volle Erwerbsminderung als befristete Rente bezahlt, kann ggf. eine Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben geprüft werden. Dies hängt aber auch vom Alter ab. Vorab ist hier ein Gespräch mit einem Rehafachberater zu empfehlen.
BU-Rentneram 09.05.2012 | 15:24
Zitat von sinus anzeigenausblenden
Warum so kompliziert? Angenommen, Sie finden nach erfolgter LTA-Maßnahme keinen Arbeitsplatz, der Ihren Vorstellungen entspricht, dann wären Sie nicht nur Ihre Rente los, sondern auch noch arbeitslos. Sie hätten Ihre zwar geringe aber immerhin sichere Rente gegen ein Leben mit Hartz IV eingetauscht. (Da fehlen einem die Worte!) Warum suchen Sie sich nicht einen Minijob? Dann hätten Sie 400 Euro mehr im Monat und Ihre Rente noch obendrauf! Kopfschüttelnde Grüße!
sinusam 09.05.2012 | 16:17
Warum so kompliziert? Angenommen, Sie finden nach erfolgter LTA-Maßnahme keinen Arbeitsplatz, der Ihren Vorstellungen entspricht, dann wären Sie nicht nur Ihre Rente los, sondern auch noch arbeitslos. Sie hätten Ihre zwar geringe aber immerhin sichere Rente gegen ein Leben mit Hartz IV eingetauscht. (Da fehlen einem die Worte!) Warum suchen Sie sich nicht einen Minijob? Dann hätten Sie 400 Euro mehr im Monat und Ihre Rente noch obendrauf! Kopfschüttelnde Grüße!
Wieso Kopfschütteln ? Selbst wenn ich einen 400€ Job ausüben würde, würden meine Rentenansprüche sicherlich über kurz oder lang geprüft und dann unter Umständen eh eingestellt werden!? Deweiteren bin ich jetzt 33 Jahre alt und möchte eine Familie gründen. Das ist mit 600€ Rente und 400€ Minijob sicherlich nicht möglich. Ich WILL wieder arbeiten und ich glaube das ist auch machbar. Es sollte doch wohl das Ziel sein, so gut es geht zu versuchen Geld zu verdienen, wenn auch nicht mehr im alten Job... Beste Grüße Sinus
Chrisam 09.05.2012 | 16:34
Fangen Sie trotzdem besser wieder mit einem Minijob an - man überschätzt sich selbst oft kollossal.
sinusam 09.05.2012 | 16:42
Zitat von Chris anzeigenausblenden
Ich verstehe was Sie meinen, allerdings höre ich jetzt schon seit einigen Monaten als Gasthörer einige Vorlesungen an der Uni mit und dachte an eine Betriebswirtschaftlicher Weiterbildung ... das Hören der Vorlesung und auch das Nacharbeiten zu Hause läuft mir gut von der Hand und somit sollte ein Bürojob später ohne Probleme machbar sein.
sinusam 09.05.2012 | 19:56
Ihre Einstellung in Ehren aber wen wollen Sie damit beeindrucken? Natürlich KANN es sein, dass Ihre Rente irgendwann wieder entzogen wird. Wahrscheinlich aber nicht. Sobald Sie aber erfolgreich eine LTA-Maßnahme abgeschlossen haben, ist Ihre Rente garantiert futsch. Egal, ob Sie dann einen existenssichernden Arbeitsplatz finden oder nicht. Mit 33 Jahren sind Sie übrigens nicht gerade jemand, der bei potenziellen Arbeitgebern Begeisterungsstürme auslöst. Zumal Sie nach erfolgter LTA-Maßnahme schon über 35 jahre alt wären und als BERUFSANFÄNGER ohne nennenswerte Berufserfahrung mit unter 20-Jährigen konkurrieren müssten. Wenn Sie tatsächlich Ihre zumindest halbwegs sichere Rente gegen eine sehr wahrscheinliche Hartz IV-Karriere eintauschen wollen, dann nur zu! Die DRV wird Ihre eingesparte Rente noch nicht einmal in einer Statistik bemerken und Ihr künftiger Jobcenter-SB wird dafür sorgen, dass Sie sich sehr schnell nach Ihrer früheren Rente zurücksehnen. Mir persönlich ist der sichere Spatz in der Hand immer noch lieber, als die wahrscheinlich für immer unerreichbare fette Taube auf dem Dach! MfG
Ok, dann nehmen wir mal ein anderes Szenario an ... Ich spiele ja auch mit dem Gedanken zu studieren... sagen wir ich finanziere mir das Studium selbst mit einem Nebenjob. Wenn ich dann nach dem Studium einen guten Job bekommen sollte, kann ich meine Rente doch auch abschreiben oder nicht ? Also im Moment bin ich wirklich was verunsichert. Jedenfalls mit 400.-€ Job hätte ich 1000.-€ und das kann auf längere Sicht nicht mein Lebensziel sein ... ist einfach so. Damit will ich auch niemanden beeindrucken. Es geht hier um Lebensqualität und selbstgesteckte Ziele...
BU-Rentneram 09.05.2012 | 19:44
Zitat von sinus anzeigenausblenden
Ihre Einstellung in Ehren aber wen wollen Sie damit beeindrucken? Natürlich KANN es sein, dass Ihre Rente irgendwann wieder entzogen wird. Wahrscheinlich aber nicht. Sobald Sie aber erfolgreich eine LTA-Maßnahme abgeschlossen haben, ist Ihre Rente garantiert futsch. Egal, ob Sie dann einen existenssichernden Arbeitsplatz finden oder nicht. Mit 33 Jahren sind Sie übrigens nicht gerade jemand, der bei potenziellen Arbeitgebern Begeisterungsstürme auslöst. Zumal Sie nach erfolgter LTA-Maßnahme schon über 35 jahre alt wären und als BERUFSANFÄNGER ohne nennenswerte Berufserfahrung mit unter 20-Jährigen konkurrieren müssten. Wenn Sie tatsächlich Ihre zumindest halbwegs sichere Rente gegen eine sehr wahrscheinliche Hartz IV-Karriere eintauschen wollen, dann nur zu! Die DRV wird Ihre eingesparte Rente noch nicht einmal in einer Statistik bemerken und Ihr künftiger Jobcenter-SB wird dafür sorgen, dass Sie sich sehr schnell nach Ihrer früheren Rente zurücksehnen. Mir persönlich ist der sichere Spatz in der Hand immer noch lieber, als die wahrscheinlich für immer unerreichbare fette Taube auf dem Dach! MfG
sinusam 09.05.2012 | 20:23
Wenn Sie regelmäßig Nachrichten hören oder lesen, sollten Sie eigentlich wissen, wie es zur Zeit auf unserem Arbeitsmarkt aussieht. So manch ein Arbeitnehmer kann froh sein, wenn er mehr als 700 Euro netto verdient. DAS ist die Realität! MfG
Also für Ingenieure schaut es sehr gut aus auf dem Arbeitsmarkt... Man sollte nicht immer alles so schlecht sehen. Wer will und qualifiziert ist, kann auch heute noch gut Arbeit finden ...
BU-Rentneram 10.05.2012 | 14:44
Zitat von sinus anzeigenausblenden
Verstehe! Alle 4 Millionen (Langzeit)Arbeitslosen wollen entweder nicht arbeiten, oder sie sind einfach nicht qualifiziert genug. Warum zögern Sie eigentlich noch, wenn Sie sich so sicher sind? Niemand hindert Sie! (Sie wären übrigens nicht der erste Ingenieur der Hartz IV beantragen muss. Meine Frau hat sogar hoch qualifizierte Flugkapitäne in ihrer Kartei!) MfG
sinusam 10.05.2012 | 20:52
Verstehe! Alle 4 Millionen (Langzeit)Arbeitslosen wollen entweder nicht arbeiten, oder sie sind einfach nicht qualifiziert genug. Warum zögern Sie eigentlich noch, wenn Sie sich so sicher sind? Niemand hindert Sie! (Sie wären übrigens nicht der erste Ingenieur der Hartz IV beantragen muss. Meine Frau hat sogar hoch qualifizierte Flugkapitäne in ihrer Kartei!) MfG
Finde ich toll, wie Sie mir gewisse Worte in den Mund legen. Keine Ahnung warum Sie so "verbittert" gegen das System sind. Ich jedenfalls gebe nicht auf und versuche wieder Fuß zu fassen...
BU-Rentneram 11.05.2012 | 14:22
Zitat von sinus anzeigenausblenden
Dann tun Sie es doch! Aber jammern Sie uns bitte hinterher nicht die Ohren voll, wenn Sie Ihre Rente für einen beruflichen Fehlstart aufs Spiel gesetzt und verloren haben. Wenn Sie tatsächlich so fit sind wie Sie behaupten, hätte Ihnen Ihre EM-Rente überhaupt nicht zuerkannt werden dürfen. Entweder man ist (voll) erwerbsgemindert oder man ist es nicht. Sie scheinen es ganz offensichlich nicht zu sein!
sinusam 11.05.2012 | 14:47
Dann tun Sie es doch! Aber jammern Sie uns bitte hinterher nicht die Ohren voll, wenn Sie Ihre Rente für einen beruflichen Fehlstart aufs Spiel gesetzt und verloren haben. Wenn Sie tatsächlich so fit sind wie Sie behaupten, hätte Ihnen Ihre EM-Rente überhaupt nicht zuerkannt werden dürfen. Entweder man ist (voll) erwerbsgemindert oder man ist es nicht. Sie scheinen es ganz offensichlich nicht zu sein!
Keine Sorge, ich werde nich jammern.
Chrisam 11.05.2012 | 16:00
Ich finde es gut, wenn Sie es sich zutrauen. Kenne aber Gegenbeispiele. Einn Bekannter z.B., berentet, macht viel ehrenamtlich und auch Fortbildungen dafür, ging gut. Aber selbst ein 400-EUR-Job ging schief; durch den Druck, da regelmäßig Qualitätsarbeit zu festen Zeiten abliefern zu müssen, landete er ganz schnell wieder in der Klinik. U.a. daher meine Bedenken.
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