Volle befriste Erwerbsminderungsrente und Pflege eines Angehörigen(Mutter), geht das?

von
Klaus54

Hallo,

nun folgendes Problem habe ich, ich beziehe eine volle Befristete EMR, Und nun wird bei der Pflegekasse meiner Mutter ein Antrag auf Pflegegrad gestellt, weil sie gesundheitlich nicht mehr kann. Nun wurde in diesem Antrag meine Person mit eingetragen als Pflegeperson und ein ambulanter Pflegedienst.
Nun wenn bei der Begutachtung meiner Mutter durch den MDK der KK ein Pflegegrad von 2 begutachtet und Bewilligt wird, dann würde ich mir die Pflege mit dem Pflegedienst teilen, so laut Aussage der SB der Pflegekasse. Ich würde dann für die teilweise Pflege ein Pflegegeld bekommen und die andere Hälfte der Pflegedienst.

Jetzt meine Frage, kann ich als voller befr. EMR überhaupt eine Pflege durchführen und wieviel Std. am Tag bzw. in der Woche, ohne das ich Schwierigkeiten mit der RV bekomme?
Darf ich überhaupt eine Pflege von Angehörigen mit voller EMR übernehmen?
Wieviel Geld und wieviel Stunden sind da zulässig?

Da ich nun auf diesem Gebiet überhaupt keine Ahnung habe, benötige ich Hilfe und Rat.

Gruß Klaus54

von
Berater

Pflegezeiten werden nicht als Beschäftigung gewertet. Trotzdem sollten Sie sich das ok von Ihrem zuständigen Rententräger vor Aufnahme der Pflege holen.

von
k-o-r

Folgender Link könnte hilfreich sein, ganz unten auf der Seite gibt es Hinweise dazu:

https://www.vdk.de/deutschland/pages/pflege/73460/absicherung_fuer_pflegende_angehoerige

Experten-Antwort

Hallo Klaus54,

der Bezug einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit steht der Rentenversicherungspflicht von Pflegepersonen nicht entgegen. Wenn Sie neben Ihrer Pflegetätigkeit eine Rente wegen voller Erwerbsminderung beziehen, können Sie dennoch durch die Pflegetätigkeit Ihre spätere Rente erhöhen.

Ohne Einfluss auf die Rentenhöhe bleiben der Verdienst, den Sie als Pflegeperson von einem Pflegebedürftigen erhalten, wenn dieser Verdienst das übliche Pflegegeld nicht übersteigt. Somit ist das Pflegegeld, welches Sie erwarten werden, unschädlich für Ihre Rente.

von
W°lfgang

Zitiert von: Berater
Trotzdem sollten Sie sich das ok von Ihrem zuständigen Rententräger vor Aufnahme der Pflege holen.

Quatsch! ...kein Rentenbescheid sieht eine Verpflichtung/Mitteilungspflicht zur (nicht gewerbsmäßig ausgeübten) Pflegetätigkeit vor. Diese (private/quasi ehrenamtliche) Tätigkeit als solche ist keine mitteilungspflichtige Beschäftigung/Tätigkeit, die - selbst bei einer EM-Rente - den Erfordernissen des allgemeinen Arbeitsmarktes entsprechen würde. Und, die Weitergabe des Pflegegelds vom Pflegebedürftigen an die pflegende Person stellt kein Einkommen dar, was im Rahmen der Hinzuverdienstgrenzen anzurechnen wäre.

@Ältester, sorgen Sie bitte nicht für 'weitere Rentenirrtümer', die sich dann über Generationen fortpflanzen ;-)

Gruß
w.

von
Berater

W°lfgang ist immer sehr locker, was die Meldungen bei Beschäftigungen neben einer Erwerbsminderungsrente angeht. Im Zweifelsfall treffen ihn dann ja auch keine Probleme.
Daher um genau zu sein:
Ohne Einfluss auf die Rentenhöhe bleibt der Verdienst, den Sie von einem Pflegebedürftigen erhalten nur dann, wenn dieser Verdienst das übliche Pflegegeld nicht übersteigt.