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Volle EM + 5 h Job + Kleingewerbe

von
Petra

Hallo an Alle,

ich bezog seit letztem Jahr die Rente wegen teilw. EM und hatte eine angemeldete Tätigkeit von 600 Euro brutto.
Durch eine Verschlechterung meines Gesundheitszustandes reduzierte ich auf die Hälfte der Stunden und beziehe nun 300 Euro brutto. Gleichzeitig bekam ich rückwirkend die volle EM zugesprochen.

Nun meine Frage. Da ich in meiner Freizeit viel handarbeite, mehr als ich privat selbst gebrauchen könnte, mir dies aber in meinem momentanen Zustand sehr viel gibt, habe ich mir überlegt, ob ich nicht das eine oder andere Teil verkaufen kann. Da hoher Materialeinsatz vorhanden ist, kann man nicht einmal von Gewinnerzielungsabsicht (Finanzamt wahrscheinlich sogar von Liebhaberei) sprechen. Aber wenn es Gewinn geben würde, hätte ich ja durch den Bruttoverdienst von 300 Euro ohnehin noch für 100 Euro Gewinn im Monat Luft. Oder dreht mir die RV da ein Strick draus?

Des weiteren ist die Frage, wenn dies einfach möglich wäre, ob sich durch dieses Vorgehen ein Verlängerungsantrag erschwert durchführen lassen würde.

Bin sehr ratlos und freue mich sehr über jede Antwort und Ansicht hierzu.

LG Petra

von
Krämers

Die erlaubte und unschädliche Hinzuverdienstgrenze bei einer vollen EM-Rente beträgt 400 Euro. Verdienen Sie mehr wird ihre EM-Rente entsprechend anteilig gekürzt. Liegen Sie nicht über dieser Grenze ist alles in Butter.

Ob ihr Gewinn aus ihrer Selbstständigen oder " Hobby " Tätigkeit überhaupt mit in den Hinzuverdienst einberechnet wird ergibt sich erst später dann aus der steuerlichen Veranlagung dazu von ihrem Finanzamt im Rahmen ihrer Einkommenssteuerklärung.

Aber unter 400 Euro wie schon gesagt ist das alles rentenunschädlich. Die betrifft natürlich auch einen Verlängerungsantrag ihrer EM-Rente.

von
Petra

Vielen herzlichen Dank für die Antwort.

Genau so hatte ich das eigentlich auch gedacht, verunsichern tut mich der Satz in dem Rentenbescheid,
" die Rente kann auch wegfallen, wenn Sie aus einem selbständigen Gewerbe, Verluste erzielen oder Sie daraus keine Einkünfte haben".

Was genau soll denn damit gemeint sein?

von
Heinerich

Der Gewinn aus einer selbständigen Tätigkeit wird auf das Kalenderjahr zu gleichen Teilen aufgeteilt.

Das bedeutet Sie haben für ein Jahr unter Berücksichtigung des 300,00 EUR Jobbs noch 1.200,00 EUR frei. Da ja zur Weihnachtszeit in der Regel mehr gebasteltes Verkauft wird, kann man das mit "mageren" Monaten sozusagen kompensieren.

Außerdem müssen Sie berücksichtigen, dass Sie bei der Ermittlung des Gewinns ja auch neben den Materialkosten weitere Kosten, wie z.B. Strom (z.B. für Licht) oder Fahrkosten zur Materialbeschaffung berücksichtigen müssten.

Gruß

von
Petra

Vielen Dank auch noch für diesen Hinweis.

Was mir jetzt noch unter den Nägeln brennt, ist das Zitat aus dem Rentenbescheid, welches so lautet:

Bitte teilen Sie uns unverzüglich mit, wenn Sie eine Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit aufnehmen oder ausüben. Ihre Rente wegen voller Erwerbsminderung kann dann wegfallen. Dies gilt selbst dann, wenn Sie nichts verdienen oder sogar Verluste erwirtschaften.

Also wenn man selbständig ist, darf man die Hinzuverdienstgrenze von 400 Euro gesamt nicht überschreiten. Wenn man Verluste macht, ist dies ja mal sicher nicht der Fall.
Was ist dann mit diesem Zitat gemeint?

1000 Dank für eine Antwort hierzu.

Viele Grüße

von
KSC

Es gibt auch Selbständige die trotz Vollzeitarbeit Verluste schreiben.

Sollte sich rausstellen, dass Sie ganztags selbständig tätig sind, wären Sie vermutlich nicht mehr erwerbsgemindert. So gesehen ist doch klar, dass der Passus im Rentenbescheid erscheint - das ist ein 0815 Textbaustein, der nicht nur in Ihrem Bescheid erscheint....wenn Sie tatsächlich "hobbymäßig als selbständige Basteltante" tätig sind, brauchen Sie da auch nichts zu befürchten.

Experten-Antwort

Hallo Petra,

dem Beitrag von „KSC“ wird zugestimmt.

von
Petra

vielen herzlichen Dank für die Hilfe, jetzt bin ich beruhigt.

Viele Grüße