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Volle Erwerbsminderungsrente -400 Euro Job

von
Karl

Ich habe volle EMR und könnte ein 400 Euro Job annehmen der Freitag &#38; Samstags jeweils 8 Std. beinhaltet.
Meine Frau meint das wäre nicht gut da mir dann bestimmt die EMR ganz oder teilweise weggenommen würde da ich ja über 3 Std. arbeite .
Ist das wirklich so ?
Muss ich die Arbeit dem Rententräger melden ?
Können die mich aufgrund der Arbeitsaufnahme wieder zum Gutachter schicken ?

Vielen Dank
mfg
Karl

von
Chris

Sie müssen lediglich die 400&#8364; Grenze einhalten. Die Std. sind nicht maßgebend.
Mitteilen müssen Sie die Aufnahme der Tätigkeit, das gehört zu ihren Mitteilungspflichten.
Eine Überprüfung der Erwerbsminderung ist immer möglich, das hängt vom Einzelfall ab.

von
Corletto

Da hat ihre Frau absolut Recht !

An ihrer Stelle wäre ich auch sehr vorsichtig, was das Überschreiten der unter 3 Stundenregelung bei einer vollen EM-Rente anbelangt.

Neben dem Verdienst von
400 &#8364; darf eben auch die tägliche Arbeitszeit 3 Stunden nicht überschreiten.

Melden müssen SIE die Arbeitsaufnahme der RV auf jeden Fall ( steht auch so im Rentenbescheid ) und die RV nimmt dann Kontakt mit ihrem Arbeitgeber auf.

Dort wird dann auch gefragt wie lang ihre tägliche Arbeitszeit etc. ist.

Wenn sich dann herausstellt bzw. vom Arbeitgeber ahrheitsgemäß ihre wirklichen Arbeitsstunden mitgeteilt werden, KÖNNTE es große Probleme für Sie geben.

Dies kann dann zu einer Nachprüfung bezüglich ihres aktuellen Gesundheitszustandes führen und damit ob Sie wirklich noch voll erwerbsgemindert sind oder nicht mehr.

Wer 8 Stunden am Tag arbeiten kann ( auch wenn es &#34; nur &#34; 2 x pro Woche ist ) ist dies eigentlich nicht mehr !

Das kann dann im schlimmsten Fall zum Entzug der Rente führen oder zur Abstufung in eine Teil EM-Rente.

Sie sollten sich VOR Arbeitsaufnahme bei ihrer RV entsprechend beraten und über alle möglichen Konsequenzen aufklären lassen.

Das schreibt die RV auf ihrer Webseite dazu :

Seit 1.1.2008 gilt eine monatliche Hinzuverdienstgrenze von 400 Euro brutto. Diese Regelung gilt unabhängig davon, ob das Einkommen in den alten Bundesländern oder im Beitrittsgebiet erzielt wird.

Wird das Einkommen im Rahmen einer wöchentlichen Arbeitszeit von 15 Stunden und m e h r erzielt, wird vom Rentenversicherungsträger geprüft, ob die festgestellte Erwerbsminderung weiterhin vorliegt.

Deutsche Rentenversicherung Bund
09.05.2006

http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_4760/SharedDocs/de/Navigation/Service/Servicebereich_20II/FAQ/FAQ__rente__node.html__nnn=true

von
mabu

Ich schließe mich dem Vorschreiber bzgl. der Einkommensgrenze &#8364; 400 und der Meldung des Jobs an die RV an. Grundsätzlich wäre ich wie ihre Ehefrau vorsichtig. Eine Überprüfung und Neuentscheidung durch die RV ist jederzeit möglich. Auch würde ich mir selbst überlegen 8h am Tag zu arbeiten, wenn ich eigentlich ärzteseits dazu nicht in der Lage bin.
Auch steht irgendwann man ein Verlängerungsantrag an. Da ist es bestimmt förderlich sagen zu können, dass man in der Rentenzeit zu keinerlei ARbeit in der Lage und nicht laut Akten lage 8h am Tag gearbeitet hat!!!
MfG
MB

von
Schade

Vorsicht! Wenn Sie beweisen, dass Sie 2 Tage in Vollzeit arbeiten können, bräuchten Sie sich wirklich nicht wundern, wenn man die Erwerbsminderung anzweifelt - denn es könnte ja auch sein, dass Sie an den übrigen 5 Wochentagen arbeiten können.

Käme man zu dem Ergebnis, dass Sie an den übrigen 5 Tagen auch noch 2 Stunden arbeiten können, wäre man rechnerisch schon bei 26 Wochenstunden.......Wer neben der vollen EM Rente solche Arbeitszeiten wählt, soll hinterher nicht &#34;über den bösen Staat jammern&#34;, wenn es nicht klappt!

von
Erwin

Hallo Karl,

ich musste einige Monate nach Aufnahme eines 400 &#8364; Jobs erneut zum Gutachter.

Der sagte mir, dass eine Arbeitsaufnahme grundsätzlich auch als Besserung des Gesundheitszustandes gesehen wird !

Stellen Sie sich selbst die Frage, ob nicht ernsthafte Zweifel an einer vollen Erwerbsminderung bestehen können, wenn jemand an zwei Tagen jeweils 8 Stunden arbeiten kann.

Überlegen Sie sich ihr Vorhaben sehr gut !

Gruß Karl

von
Marcello

Ich verstehe nicht was es da zu überlegen gibt. Wenn du die 8 Stunden Arbeit schaffst, dann ist das doch gut. Dann kannst du dir auch einen normalen Vollzeit-Job suchen.

Das hört sich hier so an als ob du gar nicht soooo erwerbsunfähig bist, wenn du dir so etwas überlegst.

von
Stringente EM-Rente

Immer dasselbe hier! Entweder bin ich so kaputt, dass ich nicht mehr malochen kann, dann gibts eben die EM-Rente, oder ich kann noch gut arbeiten, und sei es für 2x8Std. wöchentlich, dann gibts eben keine EM-Rente! Mir platzt langsam der Kragen über die "Dazuverdiener".

von
Erwin

Hallo,

man sollte allerdings nicht vergessen, dass bei vielen Rentnerinnen und Rentnern die Renten derart niedrig sind, dass sie gezwungen sind einen 400 &#8364;-Job anzunehmen !

Gruß

Erwin

von
Tanja

Es ist interessant, dass sich hier nur missgünstige Nicht-Fachleute melden und ihren Senf dazu geben.
Es kommt auf die t ä g l i c h e Arbeitszeit über 3 Stunden an.
Mit &#39;täglich&#39; sind 5 Tage in der Woche gemeint, also mehr als 15 Stunden pro Woche.
Wenn jemand 2 x 8 Stunden wöchentlich arbeitet, dann ist dies nur deshalb bedenklich, weil dies 16 Stunden sind.

Wenn jemand aber 2 x 7 Stunden die Woche arbeitet = 14 Stunden, dann ist dies sicherlich ok.
Niemand kann behaupten, wer 2 x 7 Stunden die Woche arbeitet, der könne auch 5 x 7 Stunden die Woche arbeiten.
Es ist schließlich ein Unterschied, ob ich z. B. Montags 7 Stunden tätig bin und dann z.B. nochmal Donnerstag.
Die Tage dazwischen reichen selbstverständlich, um sich zu regenerieren.
Der tatsächliche Expertenrat hier an dieser Stelle lautet sogar mehrfach, dass die wöchtliche Stundenzahl nicht relevant ist, wenn das Monateinkommen nicht über 400,00 Euro liegt.

Soweit würde ich persönlich nicht gehen, dies zu behaupten.
Aber, soweit man unter 15 Stunden wöchentlich bleibt, ist das ok. , egal wie man die Stunden auf die Woche verteilt.

Den Leuten hier, die empfehlen gar nicht zu arbeiten, kann ich nur vorhalten, dass diese wohl Rekordrenten beziehen.

Eine Rentenbezieherin wie ich, die 623,80 Rente im Monat bekommt, ist auf diesen Zuverdienst angewiesen, soweit man das gesundheitlich noch schafft.
Im Kämmerlein sitzen und rumjammern könnte sogar das eine oder andere Krankheitbild verschlimmern, so das erst Recht hohe Folgekosten durch Krankenbehandlung (durch die Krankenkasse) entstehen.
Ich kann nur jedem, der gesundheitlich noch in der Lage ist, raten, sich ein kleine Beschäftigung von 10-14 Stunden die Woche zu suchen.

von
Rentenprüfer

Wenn Sie sich dazu in der Lage fühlen, soviel zu arbeiten, dann haben Sie nicht nur das Recht dazu, sondern sogar die Pflicht. Auch wenn das zur Kürzung oder zum Wegfall Ihrer Rente führen sollte!

von
Schade

Liebe Tanja,
zumindest mir geht es nicht um Neid, etc.

Ich habe nur gewarnt, mit den täglichen Arbeitszeiten zu übertreiben: Karls jeweils 8 Stunden am FR und SA sind sicher anders zu sehen als Ihr Beispiel mit jeweils 7 Stunden am MO und DO.

Aber auch in Ihrem Beispiel könnte sich die Frage stellen, ob das wirklich die Grenze ist oder nicht mehr ginge....alles ganz neidlos, eine gewisse Gefahr besteht jedoch ...

Ich bin übrigens kein &#34;Nicht Fachleute&#34;, der den Senf dazu gibt, sondern habe beruflich sehr wohl täglich Einblick in diese Materie und weiß wovor ich warne.....

von
Tanja

@Schade
Lieber Schade, Sie haben sicherlich recht, wenn Sie meinen, dass man lieber vorsicht als Nachsicht walten lassen sollte in Bezug der Stundenzahl bei den zulässigen 400,00 Euro-Jobs.
Nur, wenn man Ihrem Beispiel folgt, so könnte man auch schlussfolgern, wenn jemand täglich (also von Montag bis Freitag je 2 Stunden arbeitet = 10 Stunden wöchentlich), ob da nicht n o c h mehr ginge.
Dies könnte die DRV bei jeder (noch so minimalen Nebenbeschäftigung) denken.
Nur, wenn man &#39;gefühlte&#39; 1 Millionen EM-Rentner also aufgrund dieser &#39;Denkweise&#39; immer wieder auf Vollzeit-Eignung überprüfen würde, dann könnte man sich gleich die ursprünglichen Begutachtungen und Berentungen sparen.

von
Karl

sehe das genauso wie Tanja .
Warum darf man denn 400 Euro dazuverdienen - wurde das gemacht um einen die EMR dann zu entziehen ?
Werde menen Doc und den SOVD mal fragen ob ich einen 400 Euro Job ausführen kann bzw. darf .
Sollten beide dahinter stehen werde ich es versuchen .
Sobald ich merken würde das es mir schlechter geht schmeiße ich eben den Job aber ein Versuch will ich starten .
mfg
Karl

Experten-Antwort

Sie müssen die Tätigkeit Ihrem RV-Träger melden. So und jetzt bin ich wie &#34;Chris&#34; der Meinung, dass nur der Verdienst bis 400,- EUR zunächst eine Rolle spielt. Bei einer evtl. Weitergewährung wird individuell geprüft in wie weit die Stundenzahl eine Rolle spielt. Das hängt dann vom jeweiligen Begutachtungsarzt ab.