Volle Erwerbsminderungsrente

von
Peter Klein

Bitte um Ihre/Eure Hilfe

Mal in Kurzform ..

Bin 42 und habe 25 Jahre schon gearbeitet(voll)
Durch schweres Herzproblem und nur noch 20 % Herzleistung könnte ich wenn ich pech haben und voll Erwerbsunfähig sein ..

Von der Rentenversicherung bekam ich Post und würde rund 1300 Euro Rente abzüglich Renten- und Pflegeversicherungsbeiträge bekommen ..
jetziger Verdienst ( ca.2200 Euro)

Habe echt Probleme meinen Wäschekorb in den Keller zu bringen macht manchmal meine 60 jährige Mutter ...
Mein Leben hat sich komplett geändert auch Psyche usw .

Habe aus Sorge Servicetelefon von unserer Rentenversicherung angerufen

Im Gespräch gesagt das ich wahrscheinlich nach der Reha voll erwerbsunfähig sein könnte (bin) und
jetzt 2200 Euro Lohn hatte und ob die 1300 Euro Rente abzüglich Renten- und Pflegeversicherungsbeiträge alles ist oder noch irgendwelche andere finanzielle Hilfen oder Zuwendungen bekommen könnte da 1300 nicht mal meine Kosten decken würde und zum leben nicht reichen würde. Unterhalt für mein Kind bin geschieden ,Miete usw (keine Leben auf großem Fuss oder so ...) da bekam ich die freundliche Antwort nein nur 1300 Euro Rente abzüglich Renten- und Pflegeversicherungsbeiträge

Aber ich könnte ja arbeiten gehen um dazuzuverdienen .. !!!

Fühle mich schon etwas verarscht .

Wenn ich zum Bäcker gehe bin ich danach nassgeschwitzt und völlig kaputt als hätte ich einen Marathon gelaufen . und die lustige Dame am Telefon erzählt mir ich soll doch arbeiten gehen ..

Meine Frage ??!!

Gibt es wirklich keine weiteren finanziellen Unterstützungen oder muss ich zurück in den Betrieb und dort warten bis ich nach Herzinfarkt tot liegen bleibe . Weil wenn ich überleben sollte ich anschließend wieder arbeiten müsste .. ??!!
Etwas überspitzt aber bringt es schon auf den Punkt..

von
Jonas

Hallo!

Wenn sie voll erwerbsgemindert sind, bekommen sie von der gesetzlichen Rentenversicherung eine Rente wegen voller Erwerbsminderung (nach Ihren Angaben: 1.300 Euro abzüglich Kranken- und Pflegeversicherung).

Weitere Leistungen werden Sie von der gesetzlichen Rentenversicherung nicht erhalten.

Sofern die Rente unter dem Grundsicherungsbedarf liegt, klönnen Sie Grundsicherung beantragen (bei der Rentenhöhe allerdings unwahrscheinlich).

Andere staatliche Leistungen kommen erstmal nicht in Betracht.

Inwieweit Sie noch eine private oder betriebliche Rente erhalten (dofern Sie entsprechende Verträge absgeschlossen haben), kann ohne weitere Angaben nicht gesagt werden.

Hinweis:
Der Unterhalt wird ggf. gesenkt, da Sie finanzeill nicht in der Lage sind, diesen im bisherigen Maße zu leisten (Urteil vom Familiengericht ist i. d. R. notwendig).

Was die Miete betrifft (nicht böse gemeint): Sollte die Miete zu hoch sein, müssten Sie sich ggf. eine kleinere Wohnung suchen.

MfG

Jonas

von Experte/in Experten-Antwort

Von der Rentenversicherung würden Sie die Rente wegen voller Erwerbsminderung erhalten.
Sie könnten bei anderen Stellen weitere Leistungen beantragen (z. B. Wohngeld oder Grundsicherung ...)

von
Sabine002

Hallo,
mit 42 Jahren ist die Rente schon ganz schön viel. Manch einer hat so eine Rente noch nicht mal, wenn er bis zum bitteren Ende arbeiten muss. Ich bin ebenfalls Erwerbsminderungsrentner und bekomme gerade mal 700 Euro und bin 8 Jahre älter.
Viele Grüße
Sabine

von
W*lfgang

Hallo Sabine002,

viel und wenig ist immer relativ - gemessen am Einkommensniveau vor Rentenbeginn. Da die Erwerbsminderungsrente bis zum 60. Lbj. hochgerechnet wird, kommt es auch immer auf den Wert der bis zum Eintritt der EM zurückgelegten Zeiten an. Eine 'kleine' EM-Rente hat Ihre Ursache in relativ schlechten Verdiensten der Vorjahrzehnte - so gesehen erhalten Sie nur das bei dieser Rente, was Sie bis dahin im Rahmen des Allgemeinwohls/Solidargemeinschaft dazu selbst beigetragen haben.

Nicht schön, aber auf alten mathematischen Grundsätzen dieser speziellen Rentenart aufbauend. Und 1150 Netto-EM-Rente ist dann plötzlich auch nicht mehr so prall ...

Gruß
w.
PS: wegen Scheidung ist Peter Klein zu raten, im Hinblick künftig zu erwartende "Mütterrente" ggf. eine Abänderung/Neuberechnung des Versorgungsausgleichs in Erwägung zu ziehen, wg. Unterhaltszahlungen hätte das allerdings zz. keinen Mehrwert. Die nächste Beratungsstelle kann dazu individuell mehr sagen. Zur Mütterrente ist das weitere Gesetzgebungsverfahren allerdings noch abzuwarten!

von
Petra1978

Ich kann da Sabine nur zustimmen. Was ist an einer Rente von 1300 Euro auszusetzen? Wenn man dann die Abzüge für KV und PV abzieht, bleiben ganz grob gerechnet noch 1100 Euro übrig. Ich weiß echt nicht, was es da zu schimpfen gibt. Es gibt genug Leute, die 50 Jahre und älter sind und mal gerade eine Netto-Rente von knapp 800 Euro haben.

von
Catweazle65

Mal ganz grob gerechnet müssten Sie so um die 45 Rentenpunkte haben nach 25 Jahren.
Heisst unterm Strich sie haben fast doppelt soviel verdient wie der Durchschnitt.

Mit diesem Gehalt sollte man eine entsprechende Vorsorge gemacht haben.

Ohne Ihnen zu Nahe zu treten zu wollen... das muß reichen. Von staatlicher Seite können sie bei der Rente keine Leistungen erwarten.

von
Jonny

Zitiert von: Catweazle65

Mal ganz grob gerechnet müssten Sie so um die 45 Rentenpunkte haben nach 25 Jahren.
Heisst unterm Strich sie haben fast doppelt soviel verdient wie der Durchschnitt.

Mal ganz grob gerechnet beinhalten die 1300 € doch wohl schon den Abschlag von 10,8 %, d.h. ohne Abschlag wären es grob gerechnet 1450 €. Und die beruhen auf 25 Jahren Beitragszahlung und 18 Jahren Zurechnungszeit bis zum 60. LJ., also 43 Jahren. Das ergibt dann doch wohl eher einen um 20 % (und nicht um 100 %) über dem Durchschnitt liegenden Verdienst.

Und sollte die in Aussicht genommene Verlängerung der Zurechnungszeit bis zum 62. Lebensjahr noch zum Tragen kommen, kann wohl für die weiteren 2 Jahre noch mit einer um rd. 60 € höheren Rente gerechnet werden
meint jedenfalls
Jonny

von
Peter .k

Zitiert von: Peter Klein

Bitte um Ihre/Eure Hilfe

Mal in Kurzform ..

Bin 42 und habe 25 Jahre schon gearbeitet(voll)
Durch schweres Herzproblem und nur noch 20 % Herzleistung könnte ich wenn ich pech haben und voll Erwerbsunfähig sein ..

Von der Rentenversicherung bekam ich Post und würde rund 1300 Euro Rente abzüglich Renten- und Pflegeversicherungsbeiträge bekommen ..
jetziger Verdienst ( ca.2200 Euro)

Habe echt Probleme meinen Wäschekorb in den Keller zu bringen macht manchmal meine 60 jährige Mutter ...
Mein Leben hat sich komplett geändert auch Psyche usw .

Habe aus Sorge Servicetelefon von unserer Rentenversicherung angerufen

Im Gespräch gesagt das ich wahrscheinlich nach der Reha voll erwerbsunfähig sein könnte (bin) und
jetzt 2200 Euro Lohn hatte und ob die 1300 Euro Rente abzüglich Renten- und Pflegeversicherungsbeiträge alles ist oder noch irgendwelche andere finanzielle Hilfen oder Zuwendungen bekommen könnte da 1300 nicht mal meine Kosten decken würde und zum leben nicht reichen würde. Unterhalt für mein Kind bin geschieden ,Miete usw (keine Leben auf großem Fuss oder so ...) da bekam ich die freundliche Antwort nein nur 1300 Euro Rente abzüglich Renten- und Pflegeversicherungsbeiträge

Aber ich könnte ja arbeiten gehen um dazuzuverdienen .. !!!

Fühle mich schon etwas verarscht .

Wenn ich zum Bäcker gehe bin ich danach nassgeschwitzt und völlig kaputt als hätte ich einen Marathon gelaufen . und die lustige Dame am Telefon erzählt mir ich soll doch arbeiten gehen ..

Meine Frage ??!!

Gibt es wirklich keine weiteren finanziellen Unterstützungen oder muss ich zurück in den Betrieb und dort warten bis ich nach Herzinfarkt tot liegen bleibe . Weil wenn ich überleben sollte ich anschließend wieder arbeiten müsste .. ??!!
Etwas überspitzt aber bringt es schon auf den Punkt..

von
Herz1952

Mal langsam, liebe Forumsmitglieder,

Peter Klein brauch nur ca. 25 % im Durchschnitt über dem durchschnittlichen Einkommen aller Versicherten gelegen haben, um diese Rente zu bekommen (wahrscheinlich nicht mal ganz so viel).

Das kommt daher, weil der erreichte Durchschnitt pro Jahr bei ca. 1,2(5) Beitragspunkten gelegen hat und "so getan wird, als hätte er diesen Verdienst bis 60 Jahre" gehabt.

Wenn er nur 5 Jahre gearbeitet hätte mit diesem Durchschnittsverdienst, wäre genau so viel "rausgekommen" (wäre mit Studium evtl. möglich gewesen.)

Im Verhältnis "netto Verdienst" zu "Netto-Rente" verhält sich das ähnlich bei mir. Ich hatte 37 Jahre Berufstätigkeit bis zur Rente.

Jetzt kommt noch der "Knackpunkt". Arbeiten gehen ist praktisch mit dieser Krankheit so gut wie unmöglich - auch kein Minijob. Was nützt es wenn noch 2 Std. am Tage zusammenkämen, dann noch die Fahrt zur Arbeitsstätte. Also mir geht es jedenfalls so, dass ich mich dann auch nicht mehr erholen könnte, nach diesem "Stress".

Frau Dr. Merkel hat einmal gesagt, man sollte vielleicht die Hinzuverdienstgrenze für Rentner heraufsetzen. Was ist dann mit den z.T. schwerkranken EM-Rentnern? Ich sage dazu nur: Die Politiker haben keine Ahnung, aber davon viel.

Bedauerlicher Weise muss man/frau heutzutage schon sagen, wenigsten nicht Hartz IV. Und wie die Arbeitslosenstatistik gefälscht wird, habe ich diese Woche schon in einem Fernsehbeitrag gesehen. 1 Tag Fortbildung (ha,ha,) und der ganze Monat hat einen Arbeitslosen weniger. Verhält sich bei Krankheit übrigens ebenso (1 Tag krank, nicht vermittelbar, Statistik "entlastet".) Letzteres Erfahrung eines gleichaltrigen Arbeitskollegen der insolventen Firma.

Alleinstehend und ca. 600,-- € Rente bedeutet bedauerlicherweise soviel wie Hartz IV.

Aber nicht beschweren, wie haben doch alle auf zu großem Fuß gelebt. (Zitat: Frau Dr. Merkel).

Herz1952

von
Herz1952

Die Höhe der Rente hat Jonny bereits richtig dargestellt.

Peter Klein

Wir haben nicht nur die Rentenhöhe gemeinsam, sondern auch Herzleistung.

Am besten, wir wünschen uns beide, dass es nicht noch schlechter wird. Alles Gute wäre schon etwas übertrieben.

Herz1952