Volle Erwerbsminderungsrente versteuern

von
Kevin

Hallo,
ich bin 26Jahre jung und bekomme am Februar 2011 eine volle Erwerbsminderungsrente in Höhe von 716,-€
Nun verstehe ich nicht wie das ganze versteuert wird!?
Meine Frau verdient monatlich 2300,-€ Brutto
Ich war 5 Jahre berufstätig.
Vieleicht kann mir jemand sagen wieviel mir von meiner Rente bleiben wird?!
lg kevin

von
Jürgen

Diese Frage sollten sie einem Steuerberater stellen. Zum Anfang hilft auch ein PC-Steuerprogramm. Da gibt es diverse Angebote.
Viel Erfolg

von
KSC

Ja das kann Ihnen jemand sagen: das Finanzamt, Ihr Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein und vielleicht kann man sich das auch mit Steuerprogrammen am PC selbst errechnen.

Ein Rentenexperte kann Ihnen lediglich sagen, dass 62% Ihrer Rente als steuerliches Einkommen zählen, ob und wieviel davon tatsächlich abgeht siehe oben.

von
Alfred

Du warst 5 Jahre berufstätig und bekommst dafür 716.-€ Rente.

Ich war 31 Jahre berufstätig (Hochbau) und bekomme 39.- € weniger als du.

"Ich find das ungerecht"

von
Kevin

Vielen Dank für die schnellen Antworten. Werde mich dann mal bei einem Steuerberater erkundigen müssen, denn was man in die Maske der Steuersoftware eingeben muss, weiß man ja doch meist nicht so genau!

von
Jürgen

Zitiert von: Kevin

Vielen Dank für die schnellen Antworten. Werde mich dann mal bei einem Steuerberater erkundigen müssen, denn was man in die Maske der Steuersoftware eingeben muss, weiß man ja doch meist nicht so genau!

Also ich arbeite mit Taxman und das ist sehr leicht verständlich. Der Steuerberater kostet deutlich mehr. ;-((

von
Sinbad

Zitiert von: Alfred

Du warst 5 Jahre berufstätig und bekommst dafür 716.-€ Rente.

Ich war 31 Jahre berufstätig (Hochbau) und bekomme 39.- € weniger als du.

"Ich find das ungerecht"

Das empfinde ich auch als ungerecht. Das scheint der aber gut mit dem 5 Jahren hinbekommen zu haben, um die Voraussetzungen zu erfüllen. Es könnte aber auch sein, daß die EM-Rente befristet ist.

von
Hans Wormser

Wieso ungerecht ?

Er kann doch nichts dafür wenn er so schwer erkrankt, das eine EM vorliegt ?

Und die Höhe der Rente ist doch auch erklärlich. Immerhin bekommt er als erst 26 jähriger jetzt schlanke 34 Jahre als Zurechnungszeit ( bis zum 60. Lebensjahr ) gutgeschrieben und zwar im Durchschnitt seines 5 Jahresverdienstes ( abzüglich der 10,8 % Abschlag natürlich ) .

Und wenn in den 5 Jahren der Berufstätigkeit sein Verdienst z.b. nur bei ca. 25.000 Euro pro Jahr gelegen hat, kommt dies ungefähr so in der Höhe hin.

Das die EM-Rente aber natürlich - vorerst - nur befristet wurde dürfte ziemlich sicher sein.

von
...

Zitiert von: Alfred

Du warst 5 Jahre berufstätig und bekommst dafür 716.-€ Rente.

Ich war 31 Jahre berufstätig (Hochbau) und bekomme 39.- € weniger als du.

"Ich find das ungerecht"

Diese Neid-Mentalität ist echt zum kot...!

Ich glaube, Kevin würde auch lieber die nächsten 31 Jahre arbeiten, als jetzt die Rente beziehen zu müssen.

Und wer - mit dem Jahrgang - eine EM-Rente bewilligt bekommt, ist wirklich krank, denn den Berufsschutz gibt es hier nicht mehr...

von
Ostholz

Zitiert von: Alfred

Du warst 5 Jahre berufstätig und bekommst dafür 716.-€ Rente.

Ich war 31 Jahre berufstätig (Hochbau) und bekomme 39.- € weniger als du.

"Ich find das ungerecht"

Ich kann es nachvollziehen, daß man da enttäuscht ist.
Wenn du aber sehen würdest, was ein Beamter mit gleicher Beschäftigungszeit bekommt, wärst du vielleicht noch enttäuschter. Aber es sind nicht nur die Beamten, auch z.B. die Putzfrau die bei Daimler genauso lange gearbeitet hat, kommt wegen ihrer Betriebsrente ebenfalls besser weg.

Irgendwas haben wir da auf unserem Lebensweg falsch gemacht, Alfred. Oder?

von
-_-

:P

Zitiert von: Alfred

Du warst 5 Jahre berufstätig und bekommst dafür 716.-€ Rente.

Ich war 31 Jahre berufstätig (Hochbau) und bekomme 39.- € weniger als du.

"Ich find das ungerecht"


Finden Sie auch ungerecht, dass der Bankdirektor mehr Rente bekommt, als der Hilfsarbeiter? Sie kennen doch gar nicht die Umstände, die zu der Leistung führten. Gerecht oder Ungerecht am ausgezahlten Betrag festzumachen, hat wohl nur mit unreflektiertem Neid etwas zu tun. Mal im Ernst: Meinen Sie wirklich, dass Ihr Beitrag erbiebig ist?

von
Anita

Zitiert von: Alfred

Ich war 31 Jahre berufstätig (Hochbau) und bekomme 39.- € weniger als du.

Alfred, wenn man ständig nur guckt, wo man zu kurz kommt, wird man nur depressiv - lieber überlegen, wie man aus den jetzigen Voraussetzungen das Beste macht!
"Gerecht" ist sicher auch nicht, dass die EM-Rente, die ich jetzt mit 55 nach 28 Arbeitsjahren bekomme, niedriger ist, als wenn ich mit 40 erwerbsunfähig geworden wäre (viel höheres Einkommen damals). Aber das ist müßig, die (halbwegs) gesunde Zeit bis dahin ist ja auch etwas wert. Also freue ich mich lieber im Nachhinein über die schönen Reisen und Aktivitäten in der Zeit vor der Erwerbsunfähigkeit!

von
Der Kämpfer

Also lieber Alfred,

716,00Euro was glaubst du bekommt er an Altersrente in41 Jahren???????

Falls die EM-Rente bis zur Altersrente bezogen werden muss.

Wenn es so weiter geht bekommt man wohl dafür nicht einmal mehr eine bezahlbare Wohnung oder?

Denn du darfst nicht vergessen dass bis zur Altersrente bei einer vollen EM-Rente kaum noch Entgeldpunkte dazu kommen.

Also ich möchte nicht tauschen!!!

Und wenn er gut verdient hat und Du auf dem Bau gelernt hast,kann man nur sagen, Augen auf bei der Berufswahl!!!!

Experten-Antwort

Hallo Kevin,

bei der gesetzlichen Rente gibt es keine Quellenbesteuerung, d.h. im Laufe des Jahres brauchen daraus keine Steuern gezahlt zu werden. Das böse Erwachen kommt für viele dann mit dem Steuerbescheid. Ob Sie gemeinsam mit Ihrer Frau Steuern nachzahlen müssen, hängt von der Wahl der Steuerklasse ab.
Bei der Kombination 4/4 könnte es sogar sein, dass es eine Steuererstattung gibt, weil Ihre Frau im Laufe des Jahres evtl. zuviel Steuern gezahlt hat.
Bei der Kombination 3/5 liegt der Vorteil im höheren Netto Ihrer Frau im Laufe des Jahres. Hier können Sie sich aber auf jeden Fall auf eine nicht unerhebliche Nachzahlung einstellen.
Letztendlich kann die Frage definitiv nur das Finanzamt beantworten.

von
Anita

Zitiert von: Techniker

Letztendlich kann die Frage definitiv nur das Finanzamt beantworten.

Sorry, vorausberechnen werden die Finanzbeamten nichts, die haben auch so genug zu tun.

Aber Sie schrieben ja schon sinngemäß, dass die Steuerschuld unabhängig von der Steuerklasse immer gleich ist, unterschiedlich ist nur je nach Steuerklassen, ob Voraus- oder Nachzahlung. Ich kenne sogar ein Ehepaar, das jährlich, meist in der 2. Jahreshälfte, die Steuerklassen ändern lässt, so dass dann weder große Nach- noch Rückzahlung anfällt. Bei der beliebten Kombination III/V ist das nur der Fall, wenn die Partner ca. 60 und 40 % des Familieneinkommens beisteuern.
Genaue Berechnung machen Steuerberater oder, wenn man sich selbst etwas Mühe macht, Programme, die es auch jedes Jahr, meist Februar, billig bei Discountern gibt.