Volle EU Rente/Arbeitsmarktrente

von
wir2

Hallo,
ich habe eine Frage an das Expertenteam:
Folgender Sachverhalt liegt bei mir vor: Seit 19 Jahre habe ich mit rezidivierender Depessionen zu tun, 2010 ein Schlaganfall, im Anschluss oder dadurch wieder Depressionen, Angststörung, Anpassungsstörung und Burnout. Ich war bis 2010 beruflich voll beschäftigt. Seit 2010 ist nichts mehr wie es war: Vertrage keinen Stress und keine Aufregung mehr, habe aber in Teilzeit (Teil EM Rente bekomme ich seit 2011) mehrere Arbeitsversuche in verschiedenen Unternehmen gehabt, ich wollte ja arbeiten, aber irgendwie wollte es nicht klappen. Eine negative Erfahrung reihte sich an die Nächste. Letztes Jahr im April habe ich einen Antrag auf volle EM Rente gestellt. Dieser Schritt viel mir sehr schwer nach 34 Berufsjahren. Nun kam im August noch Brustkrebs dazu, zum Glück ohne Chemotherapie. Seit Ende 2017 war ich arbeitslos und nun bin ich im Krankenstand. Wenn ich nur an den Job denke, kriege ich Panik.
Nun zu meiner Frage: Ich bin im April 19 beim psychiatrischen Gutachter bestellt. Was ist, wenn der Gutachter mich nicht voll erwerbsgemindert einstuft. Würde dann nicht die Arbeitsmarktrente als volle EM Rente greifen? Ich habe doch keine Arbeitsverhältnis mehr und es ist auch nichts denkbar bei meinem derzeitigen Zustand. Spricht man in meinem Fall dann nicht von einer Verschlossenheit des Teilzeitarbeitsmarktes?
Dankr für Ihre Antwort.

Experten-Antwort

Guten Tag,

wenn Sie mindestens drei Stunden, aber nur noch weniger als sechs Stunden täglich erwerbstätig sein können und gleichzeitig arbeitslos sind, weil ein entsprechender Teilzeitarbeitsplatz nicht vorhanden ist, könnte ein Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung wegen des verschlossenen Arbeitsmarktes bestehen. Ob dies bei Ihnen der Fall ist, kann im Rahmen dieses Forums nicht beurteilt werden.

Mit freundlichen Grüßen