Volle Rente welche Nachteile?

von
Evelyn

hallo.
ich bin 46 jahre alt und seit sechs jahren gesundheitlich angeschlagen, sodass ich die 100% Behinderung beantragt habe. Lebe seit 6 Jahren von Harz IV letzte OP 2010 und die ARGE möchte mich in Rente schicken. Deshalb wollen die für mich einen Termin beim med. Dienst machen. Eigentlich möchte ich nicht in Rente, habe immer noch die Hoffnung, dass ich wieder schmerzfrei werden kann, zumal mir die Decke auf den Kopf fällt.

Deshalb habe ich vier Fragen,

Entstehen mir Nachteile wenn ich mit 46 die volle Erwerbsunfähigkeitsrente beantrage (Abschläge im Alter auf meine Normale Rente)

Was ist, wenn ich vielleicht doch wieder eine Stelle bekommen könnte, wo ich trotz meiner Probleme genommen werden würde?

Kann man diese zurückziehen? bzw. Wird so eine Rente auf Zeit gewährt und im Turnus neu geprüft?

Was passiert, wenn ich im Ausland eine Stelle antreten könnte?

Ich weiß schwierige Fragen, aber vielleicht kann mir jemand mit Antworten helfen. Hab einfach Angst vom Amt in etwas gedrängt zu werden, deren Folgen ich nicht ahnen kann.

von
Michel

Hallo,

Die Schwerbehinderung hat mit der Rentenbewilligung nichts zu tun.

Die Rentenversicherung prüft ob eine Rente zusteht und leider sieht es so aus, dass es sehr schwer ist eine Erwerbsminderungsrente zu bekommen.

Ich bin 60 Jahre alt und auch seit Jahren schwer erkrankt und habe Schwerbehinderung. Meine Ärzte bestätigten mir das ich meinen Beruf nicht mehr ausüben könnte und trotzdem wurde mir keine Rente gewährt.

Versuchen könnten Sie ja den Antrag ob er bewilligt wird steht in den Sternen.

Welche Nachteile (ich würde nur Vorteile sehen) Ihnen entstehend würden kann Ihnen eine Beratungsstelle erläutern.

von
Meister

Zitiert von: Evelyn

hallo.
ich bin 46 jahre alt und seit sechs jahren gesundheitlich angeschlagen, sodass ich die 100% Behinderung beantragt habe. Lebe seit 6 Jahren von Harz IV letzte OP 2010 und die ARGE möchte mich in Rente schicken. Deshalb wollen die für mich einen Termin beim med. Dienst machen. Eigentlich möchte ich nicht in Rente, habe immer noch die Hoffnung, dass ich wieder schmerzfrei werden kann, zumal mir die Decke auf den Kopf fällt.

Deshalb habe ich vier Fragen,

Entstehen mir Nachteile wenn ich mit 46 die volle Erwerbsunfähigkeitsrente beantrage (Abschläge im Alter auf meine Normale Rente)

Was ist, wenn ich vielleicht doch wieder eine Stelle bekommen könnte, wo ich trotz meiner Probleme genommen werden würde?

Kann man diese zurückziehen? bzw. Wird so eine Rente auf Zeit gewährt und im Turnus neu geprüft?

Was passiert, wenn ich im Ausland eine Stelle antreten könnte?

Ich weiß schwierige Fragen, aber vielleicht kann mir jemand mit Antworten helfen. Hab einfach Angst vom Amt in etwas gedrängt zu werden, deren Folgen ich nicht ahnen kann.

1) Wenn Sie eine EM-Rente bekommen, haben Sie dann lebenslang den 10.8% Abschlag hinzunehmen. Der Abschlag bleibt also auch dann auf ihrer Altersrente bestehen !

2) Arbeiten können Sie im immer und rentenunschädlich im Rahmen der Hinzuverdienstgrenzen ( 400 Euro z.b. bei einer vollen EM-Rente ). Verdienen Sie mehr wird die Rente ewrstmasl nur anteilig gekürzt ! Im schlimmsten Falle jedoch und bein einer Überprüfung auch sogar wieder ganz entzogen.

3) EM-Renten werden immer nur auf Zeit befristet und müssen vor Ablauf mussd dann imer rechteztig ein neuer Verlängerungsantrag gestellt werden. Längstens läuft die Befristung für einen Gesamtzeitraum von 9 Jahren. Der einzelne Zeitraum der jeweiligen Befristung darf aber max. 3 Jahre umfassen. Sie müssen also mindestens 3 x eine EM-Rente verlängern lassen, bis die 9 Jahre erreicht sind. In der Praxis jedoch weit häufiger, da die RV selten den 3 Jahreszeitraum ausschöpft sondern meist kürzer ( 1 2- Jahre nur befrsitet - je nach med. Einzelfall natürlich ).

3) Im Ausland können Sie jederzeit eine Stelle antreten. Dann wird bei Überschreitung der Hinzuverdienstgrenze die Rente auch gekürzt oder eben ganz entzogen werden.

p.s.
Den genauen Grad der Behindrung können Sie NICHT beantragen oder bestimmen. Das entscheidet alleine das Versorgungsamt ob und wenn ja wellcher Höhe ein GdB zuerkannt wird ! Und selbst enn Sie 100% GdB beköämen, heisst das noch lange nicht das sie daruim auch eine EM-rente bekommen. Das sind 2 völlig verschiedene Dinge die nichts - aber auch gar nix - miteinander zu tun haben. Aiuch beeinflusst das eine das andere nicht.

Experten-Antwort

Hallo Evelyn,

dem Beitrag von „Meister“ wird mit den folgenden Anmerkungen bzw. Ergänzungen zugestimmt.

Die Hinzuverdienstgrenze von 400 Euro gilt nur für den Fall, dass eine volle Erwerbsminderungsrente geleistet wird. Für den Fall, dass der Rentenversicherungsträger lediglich eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung (halbe Rente) feststellt, gilt als unschädliche Hinzuverdienstgrenze mindestens ein Betrag von derzeit 881,48 Euro.

Erwerbsminderungsrenten werden nur grundsätzlich als Zeitrenten geleistet. Ist es unwahrscheinlich, dass die Minderung der Erwerbsfähigkeit behoben werden kann, wird die Rente unbefristet geleistet.

von
Evelyn

Zitiert von: Meister

Zitiert von: Evelyn

hallo.
ich bin 46 jahre alt und seit sechs jahren gesundheitlich angeschlagen, sodass ich die 100% Behinderung beantragt habe. Lebe seit 6 Jahren von Harz IV letzte OP 2010 und die ARGE möchte mich in Rente schicken. Deshalb wollen die für mich einen Termin beim med. Dienst machen. Eigentlich möchte ich nicht in Rente, habe immer noch die Hoffnung, dass ich wieder schmerzfrei werden kann, zumal mir die Decke auf den Kopf fällt.

Deshalb habe ich vier Fragen,

Entstehen mir Nachteile wenn ich mit 46 die volle Erwerbsunfähigkeitsrente beantrage (Abschläge im Alter auf meine Normale Rente)

Was ist, wenn ich vielleicht doch wieder eine Stelle bekommen könnte, wo ich trotz meiner Probleme genommen werden würde?

Kann man diese zurückziehen? bzw. Wird so eine Rente auf Zeit gewährt und im Turnus neu geprüft?

Was passiert, wenn ich im Ausland eine Stelle antreten könnte?

Ich weiß schwierige Fragen, aber vielleicht kann mir jemand mit Antworten helfen. Hab einfach Angst vom Amt in etwas gedrängt zu werden, deren Folgen ich nicht ahnen kann.

1) Wenn Sie eine EM-Rente bekommen, haben Sie dann lebenslang den 10.8% Abschlag hinzunehmen. Der Abschlag bleibt also auch dann auf ihrer Altersrente bestehen !

2) Arbeiten können Sie im immer und rentenunschädlich im Rahmen der Hinzuverdienstgrenzen ( 400 Euro z.b. bei einer vollen EM-Rente ). Verdienen Sie mehr wird die Rente ewrstmasl nur anteilig gekürzt ! Im schlimmsten Falle jedoch und bein einer Überprüfung auch sogar wieder ganz entzogen.

3) EM-Renten werden immer nur auf Zeit befristet und müssen vor Ablauf mussd dann imer rechteztig ein neuer Verlängerungsantrag gestellt werden. Längstens läuft die Befristung für einen Gesamtzeitraum von 9 Jahren. Der einzelne Zeitraum der jeweiligen Befristung darf aber max. 3 Jahre umfassen. Sie müssen also mindestens 3 x eine EM-Rente verlängern lassen, bis die 9 Jahre erreicht sind. In der Praxis jedoch weit häufiger, da die RV selten den 3 Jahreszeitraum ausschöpft sondern meist kürzer ( 1 2- Jahre nur befrsitet - je nach med. Einzelfall natürlich ).

3) Im Ausland können Sie jederzeit eine Stelle antreten. Dann wird bei Überschreitung der Hinzuverdienstgrenze die Rente auch gekürzt oder eben ganz entzogen werden.

p.s.
Den genauen Grad der Behindrung können Sie NICHT beantragen oder bestimmen. Das entscheidet alleine das Versorgungsamt ob und wenn ja wellcher Höhe ein GdB zuerkannt wird ! Und selbst enn Sie 100% GdB beköämen, heisst das noch lange nicht das sie daruim auch eine EM-rente bekommen. Das sind 2 völlig verschiedene Dinge die nichts - aber auch gar nix - miteinander zu tun haben. Aiuch beeinflusst das eine das andere nicht.

Super lieben Dank für die Antwort. Ich habe ja bereits eine Behinderung von 75% eingetragen und seit dem noch einen herzinfarkt dazu zu verzeichnen mit 50% Herzschädigung. Ich warte einfach jetzt mal ab.

Vielen Dank für die Info

von
-_-

Die Deutsche Rentenversicherung finanziert aus deutschen Beitragszeiten Renten im Ausland

- an deutsche Staatsbürger zu 100 Prozent,
- an Ausländer der der Europäischen Union zu 100 Prozent,
- an Ausländer aus Staaten, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht, zu 100 Prozent,
- an sonstige ausländische Staatsangehörige nur zu 70 Prozent.

Einschränkungen:
Die Deutsche Rentenversicherung finanziert im Ausland nicht

- Reha-Leistungen,
- Zuschuss zur Krankenversicherung von Rentnern,
- Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsminderungsrenten, die wegen der Arbeitsmarktlage in
Deutschland gezahlt werden,
- Renten aus Beschäftigungszeiten nach dem Fremdrentengesetz - die zum Beispiel ein Spätaussiedler für seine Arbeitszeit in Russland gutgeschrieben bekam,
- Renten aus Beitragszeiten außerhalb des Bundesgebiets (außer: der Rentner ist Deutscher oder Staatsangehöriger der Europäischen Union und vor dem 19. Mai 1950 geboren und vor dem 19. Mai 1990 aus Deutschland ausgewandert).

http://www.ihre-vorsorge.de/rente/rente-ins-ausland-fokus/wer-hat-anspruch.html