von der Altersteil- in die Altersvollrente

von
Fastrentner

Momentan lebe und arbeite ich noch in der Schweiz. Da ich von meinen Altersbezügen dort auf Dauer nicht leben kann, muss ich leider zurück in das Land wo es kein Volk, sondern nur noch eine Bevölkerung gibt.

Folgende Renten können von mir ab 01.12.2019 bezogen werden:

-Altersruhegeld für langjährig Versicherte mit 10,2% Abschlag
-Altersente aus der Schweiz (AHV) als Vorbezug um 2 Jahre

Zum 01.09.2019 habe ich evtl. die Möglichkeit für 1 Jahr eine Beschäftigung im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes aufzunehmen.

Meine Fragen:

a) Wenn ich ab 01.12.2019 eine Teilrente in Höhe von 50% wähle, kann ich diese ab 01.09.2020 -also nach Beendigung des BFW- in eine Vollrente umwandeln lassen? Wann wäre der Antrag zu stellen?

b) Fliessen die vom 01.09.2019 bis 31.08.2020 zu zahlenden Beiträge mit in die Berechnung der Vollrente ein oder werden diese erst nach Erreichen der Regelaltersgrenze bei der Rentenberechnung berücksichtigt?

c) Während des BFW werden ja nur niedrige Pflichtbeiträge entrichtet. Können dieses niedrigen Beiträge dazu führen, dass der Gesamtleistungswert bei der Vollrente absinkt oder gibt es einfach nur einen Zuschlag an Entgeltpunkten?

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen.

von
???

"Da ich von meinen Altersbezügen dort auf Dauer nicht leben kann, muss ich leider zurück in das Land wo es kein Volk, sondern nur noch eine Bevölkerung gibt."

Dann scheint ja Deutschland die beste Alternative unter etwas über 190 anderen Ländern zu sein.

von
???

Nein.
Aber aus Ihrer Entscheidung muss man schließen, dass Ihnen die vielen Alternativen noch weniger gefallen.

von
Fastrentner

Zitiert von: Bürger
Überleg Dir das gut. Wirtschaftsflüchtlinge haben wir in Deutschland schon genug.

@ Bürger - das ist aber nicht politisch korrekt. Nach D kommen doch nur die von der Wirtschaft heiss ersehnten Fachkräfte oder irre ich mich da?

Ich bringe nur Rentenansprüche aus der Schweiz und aus D mit, dass ist natürlich nicht so gut für den Standort D.

So, würde mich allerdings mehr über die Beantwortung meiner Fragen freuen, als dämliche Nachfragen zu beantworten.

von
Jonny

Zitiert von: Fastrentner
Momentan lebe und arbeite ich noch in der Schweiz. Da ich von meinen Altersbezügen dort auf Dauer nicht leben kann, muss ich leider zurück in das Land wo es kein Volk, sondern nur noch eine Bevölkerung gibt.

Folgende Renten können von mir ab 01.12.2019 bezogen werden:

-Altersruhegeld für langjährig Versicherte mit 10,2% Abschlag
-Altersente aus der Schweiz (AHV) als Vorbezug um 2 Jahre

Zum 01.09.2019 habe ich evtl. die Möglichkeit für 1 Jahr eine Beschäftigung im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes aufzunehmen.

Meine Fragen:

a) Wenn ich ab 01.12.2019 eine Teilrente in Höhe von 50% wähle, kann ich diese ab 01.09.2020 -also nach Beendigung des BFW- in eine Vollrente umwandeln lassen? Wann wäre der Antrag zu stellen?

b) Fliessen die vom 01.09.2019 bis 31.08.2020 zu zahlenden Beiträge mit in die Berechnung der Vollrente ein oder werden diese erst nach Erreichen der Regelaltersgrenze bei der Rentenberechnung berücksichtigt?

c) Während des BFW werden ja nur niedrige Pflichtbeiträge entrichtet. Können dieses niedrigen Beiträge dazu führen, dass der Gesamtleistungswert bei der Vollrente absinkt oder gibt es einfach nur einen Zuschlag an Entgeltpunkten?

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen.

Wenn Sie ab DEZ 2019 eine AR für langjährig Versicherte mit 10,2 % Abschlag beziehen können, sind Sie wohl im NOV 1956 geboren. Die AHV-Rente ab DEZ 2019 würde dann ja um 13,6 % gekürzt.

Bei einem Rentenbeginn im DEZ 2019 würden die Beiträge aufgrund des Bundesfreiwilligendienstes bis zum NOV 2019 in der gewünschten AR für langjährig Versicherte ebenfalls mit einem Abschlag von 10,2 % enthalten sein.

Die Beiträge vom DEZ 2019-AUG 2020 werden erst mit einem Zuschlag an Entgeltpunkten (ohne Abschläge) ab Erreichen der Regelaltersgrenze, also ab OKT 2022 berücksichtigt. Eine Neuberechnung des Gesamtleistungswertes erfolgt nicht.

Da während des BFW ja lediglich ein Taschengeld von monatlich 402 € gezahlt wird, können Sie auch statt der erwähnten Teilrente von 50 % problemlos die Vollrente in Anspruch nehmen.

Sie sollten sich die Frage beantworten, ob Sie nicht erst ab AUG 2020 die abschlagsfreie AR für besonders langjährige Versicherte in Anspruch nehmen wollen. Dazu ist es allerdings erforderlich, dass Sie die Wartezeit von 45 Jahren –zusammen mit den Zeiten in der AHV – erfüllen.

von
Fastrentner

@Jonny - vielen herzlichen Dank für deine Ausführungen. Wegen zu langer Zeiten der schulischen Ausbildung schaffe ich es leider nicht mehr, die Vorraussetzungen für den Bezug einer AR für besonders langjährig Versicherte zu erfüllen, auch nicht mit den AHV-Beiträgen.

Eine Frage bleibt noch offen:

Wäre nach Wegfall der Beschäftigung im BFW (August 2020) ein Bezug der Vollrente ab September 2020 möglich oder wäre das erst bei Erreichen der Regelaltersgrenze der Fall?

von
Jonny

Zitiert von: Fastrentner
@Jonny - vielen herzlichen Dank für deine Ausführungen. Wegen zu langer Zeiten der schulischen Ausbildung schaffe ich es leider nicht mehr, die Vorraussetzungen für den Bezug einer AR für besonders langjährig Versicherte zu erfüllen, auch nicht mit den AHV-Beiträgen.

Eine Frage bleibt noch offen:

Wäre nach Wegfall der Beschäftigung im BFW (August 2020) ein Bezug der Vollrente ab September 2020 möglich oder wäre das erst bei Erreichen der Regelaltersgrenze der Fall?

Bei dem Taschengeld im BFW ist schon ein Bezug der Vollrente ab DEZ 2019 möglich. Das kann sogar günstiger sein als das Warten auf eine Rente mit weniger Abschlägen. Ich würde gerne individuell helfen. Vielleicht ist der Weg zu mir nach CH3674 auch gar nicht so weit. Gruess
Jonny

Experten-Antwort

Zitiert von: Fastrentner
Momentan lebe und arbeite ich noch in der Schweiz. Da ich von meinen Altersbezügen dort auf Dauer nicht leben kann, muss ich leider zurück in das Land wo es kein Volk, sondern nur noch eine Bevölkerung gibt.

Folgende Renten können von mir ab 01.12.2019 bezogen werden:

-Altersruhegeld für langjährig Versicherte mit 10,2% Abschlag
-Altersente aus der Schweiz (AHV) als Vorbezug um 2 Jahre

Zum 01.09.2019 habe ich evtl. die Möglichkeit für 1 Jahr eine Beschäftigung im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes aufzunehmen.

Meine Fragen:

a) Wenn ich ab 01.12.2019 eine Teilrente in Höhe von 50% wähle, kann ich diese ab 01.09.2020 -also nach Beendigung des BFW- in eine Vollrente umwandeln lassen? Wann wäre der Antrag zu stellen?

b) Fliessen die vom 01.09.2019 bis 31.08.2020 zu zahlenden Beiträge mit in die Berechnung der Vollrente ein oder werden diese erst nach Erreichen der Regelaltersgrenze bei der Rentenberechnung berücksichtigt?

c) Während des BFW werden ja nur niedrige Pflichtbeiträge entrichtet. Können dieses niedrigen Beiträge dazu führen, dass der Gesamtleistungswert bei der Vollrente absinkt oder gibt es einfach nur einen Zuschlag an Entgeltpunkten?

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen.

Hallo Fastrentner,

für die Beantwortung Ihrer ersten Frage kommt es entscheidend darauf an, ob Sie die 50%ige Teilrente wegen eines Hinzuverdienstes erhalten, oder ob Sie sog. Wunschteilrente in Höhe von 50 % erhalten.

Bei einer Teilrente wegen Hinzuverdienst wird der Hinzuverdienst immer für das gesamte Kalenderjahr betrachtet. Es ist egal, ob Sie diesen Hinzuverdienst in einem, in acht oder in zwölf Monaten erzielen, es kommt allein auf den Betrag insgesamt an. Nach diesem Betrag bestimmt sich die Höhe der Teilrente für das gesamte Kalenderjahr.
Fällt der Hinzuverdienst im laufenden Kalenderjahr weg, führt dies nicht sofort zu einer Vollrente, wenn der bis zu diesem Zeitpunkt erzielte Hinzuverdienst bereits die Grenze von 6.300 Euro überschritten hat.

Verändert sich durch den Wegfall des Hinzuverdienstes ab September der gesamte Hinzuverdienst im Kalenderjahr um mehr als 10 %, würde ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt (nach dem Ihr Rentenversicherungsträger von der Veränderung des Hinzuverdienstes erfahren hat) die Teilrente (in veränderter Teilrentenhöhe) unter Berücksichtigung des verringerten Hinzuverdienstes gezahlt werden.

Wird die Teilrente von 50 % als reine Wunschteilrente gezahlt, kann auf Antrag die Vollrente ab dem Monat nach Antragstellung wieder gezahlt werden.

Sie schreiben, dass Sie den Bundesfreiwilligendienst ableisten wollen; ich gehe davon aus, dass Sie mit dem Verdienst aus dem diesem Freiwilligendienst die Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro im Kalenderjahr nicht überschreiten und daher prinzipiell Anspruch auf Vollrente haben.

Unabhängig davon, ob Sie die Rente als Vollrente oder Teilrente beziehen, zahlen Sie aufgrund des Bundesfreiwilligendienstes Beiträge in Ihr Versicherungskonto, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze einen Zuschlag zu Ihrer Rente bewirken werden.