voraussichtl. Jobverlust Ende des Jahres!

von
Staufer

Ich, 60 Jahre alt, verliere aller Voraussicht nach leider Ende des Jahres meinen Job!
Ich bin als Projektmanager bei einem Unternehmen tätig, das über 500 km von meinem Wohnort entfernt ansässig ist - ich arbeite von meinem Homeoffice aus und bin für die Betreuung von Kunden eines gesamten Bundeslandes (hautsächlich im Außendienst) zuständig.
Dem Unternehmen geht es schon seit Jahren schlecht. Meine drei AD-Kollegen wurden schon vor 3 Jahren entlassen - wegen der geplanten Auflösung des Außendienstes steht nun mit größter Wahrscheinlichkeit auch mir als letztem Mohikaner der Arbeitsverlust bevor. Eine "Umsiedlung" in den Innendienst scheidet wegen der sehr großen Entfernung komplett aus. Im Sept. 2017 hätte ich 45 Berufsjahre voll...das werde ich so wie´s aussieht leider nicht schaffen.
Was kommt (evtl.) auf mich zu betreffend Rente?
Danke für die Antworten.

von
W*lfgang

Hallo Staufer,

mit Jahrgang 1955 könnten Sie die abschlagsfreie AR für bes. langj. Versicherte (45 Jahre) mit 63 + 8 erhalten. Bekanntlich zählen die letzten 2 Jahre ALG-Pflichtbeitragszeiten nicht zu den 45 Jahren. Versuchen Sie daher parallel einen Mini-Job (natürlich ohne Verzicht auf die Pflichtversicherung) zu ergattern und Sie haben die 45 Jahre erreicht.

Vielleicht haben Sie irgendwo einen Schwippschwager, der Sie in seinem Kiosk anstellt oder für haushaltsnahe Tätigkeiten zum Rasenkämmen einsetzen mag/alternativ die Blagen 'ne Std. täglich bespielt?!

Andernfalls werden Sie mit erreichten 35 Jahren nur die AR für langj. Versicherte erhalten können, bei 9,3 % Abschlag.

Gruß
w.

von
Staufer

Alles klar...danke für die Antwort.
Ich weiß jetzt, was ich zu tun habe.

von
Annemarie

An W*lfgang:
Jahrgang 1955 erhält diese Rente mit 63+6, oder irre ich mich?

von
W*lfgang

Zitiert von: Annemarie
An W*lfgang: Jahrgang 1955 erhält diese Rente mit 63+6, oder irre ich mich?
Annemarie,

stimmt. Ich habe mich verzählt, 63 + 6 ist richtig - danke für die Korrektur!

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo Staufer, den Beiträgen von W*lfgang kann ich nur zustimmen. Sie können auch zur individuellen Abklärung Ihrer Situation einen Termin bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle vereinbaren. Die Ihrem Wohnort am nächsten gelegene Auskunfts- und Beratungsstelle können Sie unter dem Link "Beratungsstellen finden" ermitteln. Man könnte Ihnen dort alles weitere nochmals persönlich erläutern - welche Möglichkeiten Sie haben bzw .was auf Sie zukommt bezüglich evtl. Rente-.

von
Klaus Brecht

Ein herzliches Dankeschön all denjenigen, die sich ernsthaft meinem Anliegen angenommen haben. Arbeiten mittels eines Minijobs aber ist mein absoluter Favorit - dies werde ich dann, sollte es soweit kommen, sicherlich auch machen. Diese Möglichkeit war mir bislang überhaupt nicht bekannt. Dankeschön für diesen wertvollen Tipp!
Alles Gute euch allen - vielen Dank nochmals.
Viele Grüße vom Staufer

Interessante Themen

Rente 

Grundrente: die häufigsten Fragen und Antworten

Voraussetzungen, Höhe, Entgeltpunkte, Einkommensprüfung, Freibetrag – ein FAQ zur neuen Grundrente.

Altersvorsorge 

Zukunft der Altersvorsorge: Staatsfonds statt Riester-Rente?

Die Vorsorgefonds in Schweden und Norwegen haben geringe Kosten und gute Renditen. Was sich Reformer in Deutschland davon abschauen und was...

Altersvorsorge 

Altersvorsorge mit Immobilien: Die (versteckten) Kosten

Mit dem Kaufpreis ist es längst nicht getan. Als Eigentümer muss man sich auf weitere Kosten einstellen – und auch spätere Schwierigkeiten einplanen.

Altersvorsorge 

Riester-Rente: wie auszahlen lassen?

Lebenslange Rente, Teilauszahlung oder gar alles auf einen Schlag: Läuft der Riester-Vertrag aus, gibt es mehrere Optionen zur Auszahlung.

Altersvorsorge 

Sonderausgaben: An welchen Ausgaben sich das Finanzamt beteiligt

Spenden, Riester-Beiträge und noch einiges mehr: Wer Sonderausgaben gegenüber dem Finanzamt geltend macht, senkt seine Steuerlast.