vorgez. altersrente wegen schwerbeh. Menschen

von
Helene Be.

Hallo Epertenteam!

Bei mir ist folgendes Problem, seit juli 2011 ist bei mir ein Klageverfahren (Ablehnung für Rente wegen Erwwerbsminderung -Antrag vom 06/2010) anhöngig. Heute habe ich durch das Versorgungsamt Würzburg einen GdB vom 50 rückwirkend zum 06/2010 erhalten, ich war im August 2010 60 Jahre alt geworden, allerdings eine vorgezogene Altersrente hatte ich bisher noch nicht beantragt, ab wann kann ich nun die Altersrente für Schwerbehinderte Menschen erhalten und welche Schritte muss ich hier unternehmen.

Für eine Antwort wäre ich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Helene

von
Mona

Sie sollten mit dieser Problematik umgehend in einer Auskunfts- und Beratungsstelle vorsprechen. Ggf. kann der Antrag auf Erwerbsminderungsrente von 06/2010 in einen Antrag auf Altersrente für schwerbehinderte Menschen umgedeutet werden (wenn außerdem die 35 Jahre rentenrechtliche Zeiten erfüllt sind), denn mit Jahrgang 1950 können Sie über die Schwerbehinderung mit 10,8% Abschlag mit 60 Jahren in Rente gehen. D.h. die AR für Schwerbehinderung wäre ab 60 genauso hoch wie die EM-Rente mit gleichem Rentenbeginn...

von
DarkKnight RV

Hallo Helene,

teilen Sie ihrem Rentenversicherungsträger mit, dass Sie ihren Antrag auf die Altersrente erweitern möchten. Wenn der Träger sich nicht ganz quer stellt, sollten Sie rückwirkend ab dem 1.9.2010 die Altersrente für schwerbehinderte Menschen erhalten!

Experten-Antwort

Hallo Helene,

sollten Sie die Wartezeit von 35 Jahren (rentenrechtliche Zeiten) erfüllt haben, dann können Sie jederzeit in die Altersrente für Schwerbehinderte gehen. Ob sich eine „Umdeutung“ Ihres Antrages vom Juni 2010 empfiehlt, hängt u.a. auch davon ab, ob und ggfs. welche Leistungen Sie zwischenzeitlich erhalten haben. Unter Umständen würde eine Rentengewährung in die Vergangenheit zu keiner oder nur zu einer geringen Nachzahlung führen, weil zunächst eventuelle Erstattungsansprüche anderer Sozialleistungsträger abzurechnen wären. Darüber hinaus führt jeder Monat eines späteren Rentenbeginnes bis zum 63. Lebensjahr zu einem um 0,3 Prozent geringeren Abschlag und eventuell auch noch zu einer zusätzlichen Rentensteigerung aufgrund der noch bis zum Rentenbeginn geleisteten eventuellen Beiträge.
Zur individuellen Abklärung Ihrer Situation empfehlen wir Ihnen vorsorglich einen Termin bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle zu vereinbaren. Die Ihrem Wohnort am nächsten gelegene Auskunfts- und Beratungsstelle können Sie unter dem Link " Beratungsstellen" ermitteln.