vorgezogene Altersrente als Teilrente und arbeitslos

von
Dirk

Ich erfülle die Voraussetzungen für die vorgezogene Altersrente. Die Ausgleichszahlung für den Rentenabschlag habe ich bereits vor Jahren in voller Höhe geleistet. Nun möchte ich die vorgezogene Altersrente als Teilrente (10%) bis zum Regelalter beziehen, so dass der Abschlag nur auf die 10% gerechnet wird.

(Ich bin zur Zeit arbeitslos ohne Anspruch auf Arbeitslosengeld und lebe von meinem Erspartem).

Ist das so möglich?

Und wie beantrage ich dann die Vollrente oder steht dem § 34 Abs. 4 SGB VI entgegen?

Experten-Antwort

Hallo Dirk,
aus rentenrechtlicher Sicht ist das möglich
(HINWEIS: Über Sinn und Zweck des Aufschiebens eines möglichen Rentenbezuges, um anschl. die Altersrente ohne Abschläge zu beziehen, während man in der Zwischenzeit keine eigenen Einkünfte erzielt und von Reserven lebt kann man diskutieren).

Die späterer Vollrente, also Erhöhung der 10% Rente auf volle Rentenzahlung, beantragen Sie via Zweizeiler.
"Bitte ab xy um Zahlung meiner Rente iHv 100%.
MfG"

von
Dirk

Vielen Dank für die schnelle Antwort und den Hinweis.

Zum Hinweis noch folgendes: Meine Frau ist noch berufstätig, daher würde die Vollrente mit dem hohen Grenzsteuersatz belastet. Nachdem meine Frau aufgehört hat zu arbeiten plane ich die den nicht geminderte Teil der Vollrente auch noch zu beziehen. Die Steuerbelastung wäre dann niedriger.

Macht das so für Sie Sinn oder gibt es dabei einen Denkfehler?

von
Steuer

Zitiert von: Dirk
Vielen Dank für die schnelle Antwort und den Hinweis.

Zum Hinweis noch folgendes: Meine Frau ist noch berufstätig, daher würde die Vollrente mit dem hohen Grenzsteuersatz belastet. Nachdem meine Frau aufgehört hat zu arbeiten plane ich die den nicht geminderte Teil der Vollrente auch noch zu beziehen. Die Steuerbelastung wäre dann niedriger.

Macht das so für Sie Sinn oder gibt es dabei einen Denkfehler?

Das ist wieder mal eine steuerrechtliche und keine rentenrechtliche Frage, die an Ihr Finanzamt, einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein zu richten ist.

von
W°lfgang

Zitiert von: Dirk
Zum Hinweis noch folgendes: Meine Frau ist noch berufstätig, daher würde die Vollrente mit dem hohen Grenzsteuersatz belastet. Nachdem meine Frau aufgehört hat zu arbeiten plane ich die den nicht geminderte Teil der Vollrente auch noch zu beziehen. Die Steuerbelastung wäre dann niedriger.
Macht das so für Sie Sinn oder gibt es dabei einen Denkfehler?

Hallo Dirk,

die Frage bei Verzicht einer Rente mit Abschlag ./. parallel Null-Einkommen ist immer, wann man den Verzicht mit dem späteren Mehrbetrag wieder raus hat. Es wird ein paar viele Jahre dauern - 15 Jahre, nur so mal als 'Laufzeitzahl' in den Raum gestellt. Daneben sind viele Einflussfaktoren zu berücksichtigen (Steuern, KV/PV, Lebenserwartung, was schüttet eine Witwenrente bei vorzeitigem Ableben noch aus ;-))

Und ob die Steuerbelastung wirklich der entscheidende (Einkommens)Faktor ist, wird die DRV nicht in eine grobe Prognose einbeziehen können - der mtl. 'Netto-Rentenmehrbetrag' (nach Berücksichtigung von KV/PV-Beiträge) ./. 'Netto-Rentensummenverzicht' lässt sich grob einschätzen ...mit den weiteren Einfluss nehmenden Faktoren für ein Best-Off-Erg(l)ebnis müssen Sie sich dann selbst beschäftigen.

Erfahrungsgemäß wählen 9,9 von 10 Versicherten bei Amortisationenphasen schon bei 8-10+ Jahren den sofortigen (vollen) Beginn der Rente mit Abschlag. Die Entscheidung liegt bei Ihnen allein ... :-)

Gruß
w.

von
****

Zitiert von: Dirk
Vielen Dank für die schnelle Antwort und den Hinweis.

Zum Hinweis noch folgendes: Meine Frau ist noch berufstätig, daher würde die Vollrente mit dem hohen Grenzsteuersatz belastet. Nachdem meine Frau aufgehört hat zu arbeiten plane ich die den nicht geminderte Teil der Vollrente auch noch zu beziehen. Die Steuerbelastung wäre dann niedriger.

Macht das so für Sie Sinn oder gibt es dabei einen Denkfehler?

Hallo Dirk,
wenn es noch ein paar Tausend Leute gibt die so "clever" Steuer sparen wie Du und dann noch auf große Teile ihrer Rente verzichten, brauche ich mir wirklich keine Sorgen mehr um die Finanzierung meiner Altersrente und satte Rentenerhöhungen in den nächsten Jahren machen. Geh bloß nicht zu einem Steuerberater!
Viel Spass noch beim Steuern sparen

von
Dirk

Zitiert von: W°lfgang
Zitiert von: Dirk
Zum Hinweis noch folgendes: Meine Frau ist noch berufstätig, daher würde die Vollrente mit dem hohen Grenzsteuersatz belastet. Nachdem meine Frau aufgehört hat zu arbeiten plane ich die den nicht geminderte Teil der Vollrente auch noch zu beziehen. Die Steuerbelastung wäre dann niedriger.
Macht das so für Sie Sinn oder gibt es dabei einen Denkfehler?

Hallo Dirk,

die Frage bei Verzicht einer Rente mit Abschlag ./. parallel Null-Einkommen ist immer, wann man den Verzicht mit dem späteren Mehrbetrag wieder raus hat. Es wird ein paar viele Jahre dauern - 15 Jahre, nur so mal als 'Laufzeitzahl' in den Raum gestellt. Daneben sind viele Einflussfaktoren zu berücksichtigen (Steuern, KV/PV, Lebenserwartung, was schüttet eine Witwenrente bei vorzeitigem Ableben noch aus ;-))

Und ob die Steuerbelastung wirklich der entscheidende (Einkommens)Faktor ist, wird die DRV nicht in eine grobe Prognose einbeziehen können - der mtl. 'Netto-Rentenmehrbetrag' (nach Berücksichtigung von KV/PV-Beiträge) ./. 'Netto-Rentensummenverzicht' lässt sich grob einschätzen ...mit den weiteren Einfluss nehmenden Faktoren für ein Best-Off-Erg(l)ebnis müssen Sie sich dann selbst beschäftigen.

Erfahrungsgemäß wählen 9,9 von 10 Versicherten bei Amortisationenphasen schon bei 8-10+ Jahren den sofortigen (vollen) Beginn der Rente mit Abschlag. Die Entscheidung liegt bei Ihnen allein ... :-)

Gruß
w.

von
Dirk

Zitiert von: W°lfgang
Zitiert von: Dirk
Zum Hinweis noch folgendes: Meine Frau ist noch berufstätig, daher würde die Vollrente mit dem hohen Grenzsteuersatz belastet. Nachdem meine Frau aufgehört hat zu arbeiten plane ich die den nicht geminderte Teil der Vollrente auch noch zu beziehen. Die Steuerbelastung wäre dann niedriger.
Macht das so für Sie Sinn oder gibt es dabei einen Denkfehler?

Hallo Dirk,

die Frage bei Verzicht einer Rente mit Abschlag ./. parallel Null-Einkommen ist immer, wann man den Verzicht mit dem späteren Mehrbetrag wieder raus hat. Es wird ein paar viele Jahre dauern - 15 Jahre, nur so mal als 'Laufzeitzahl' in den Raum gestellt. Daneben sind viele Einflussfaktoren zu berücksichtigen (Steuern, KV/PV, Lebenserwartung, was schüttet eine Witwenrente bei vorzeitigem Ableben noch aus ;-))

Und ob die Steuerbelastung wirklich der entscheidende (Einkommens)Faktor ist, wird die DRV nicht in eine grobe Prognose einbeziehen können - der mtl. 'Netto-Rentenmehrbetrag' (nach Berücksichtigung von KV/PV-Beiträge) ./. 'Netto-Rentensummenverzicht' lässt sich grob einschätzen ...mit den weiteren Einfluss nehmenden Faktoren für ein Best-Off-Erg(l)ebnis müssen Sie sich dann selbst beschäftigen.

Erfahrungsgemäß wählen 9,9 von 10 Versicherten bei Amortisationenphasen schon bei 8-10+ Jahren den sofortigen (vollen) Beginn der Rente mit Abschlag. Die Entscheidung liegt bei Ihnen allein ... :-)

Hallo Wolfgang,

vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich habe daher nochmal genauer gerechnet und bin auf eine Amortisationsphase von ca. 25 Jahre gekommen. Bei dieser Dauer erscheint mir die Vollrente wieder geeigneter.
Gruß
Dirk

w.

von
Dirk

Zitiert von: ****
Zitiert von: Dirk
Vielen Dank für die schnelle Antwort und den Hinweis.

Zum Hinweis noch folgendes: Meine Frau ist noch berufstätig, daher würde die Vollrente mit dem hohen Grenzsteuersatz belastet. Nachdem meine Frau aufgehört hat zu arbeiten plane ich die den nicht geminderte Teil der Vollrente auch noch zu beziehen. Die Steuerbelastung wäre dann niedriger.

Macht das so für Sie Sinn oder gibt es dabei einen Denkfehler?

Hallo Dirk,
wenn es noch ein paar Tausend Leute gibt die so "clever" Steuer sparen wie Du und dann noch auf große Teile ihrer Rente verzichten, brauche ich mir wirklich keine Sorgen mehr um die Finanzierung meiner Altersrente und satte Rentenerhöhungen in den nächsten Jahren machen. Geh bloß nicht zu einem Steuerberater!
Viel Spass noch beim Steuern sparen

Vielen Dank für Ihre wohl ironisch zu verstehende Antwort.

Bei genauerem Rechnen bin ich zu einer Amortisationsdauer von ca. 25 Jahren gekommen. Da erscheint eine Vollrente nicht mehr sinnvoll.
Dank und Gruß
Dirk