Vorgezogene Altersrente und Bonizahlung über mehrere Jahre: Anrechnung dieser Einkünfte bei der Hinzuverdienstgrenze

von
Weber

Nach der Vergütungsordnung für Banken sind Boni/Tantiemen auf fünf Jahre zu verteilen - also auch über die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses hinaus. Bei einer vorgezogenen Altersrente sind Hinzuverdienstgrenzen definiert (z. B ab 450 p.M.) Sind diese Teilbeträge von Boni/Tantiemen als Einkünfte zu berücksichtigen, so dass Hinzuverdienstgrenzen überschritten werden können?

Experten-Antwort

Hallo Weber,

Tantiemen, die nur einmalig im Jahr gezahlt werden, sind einmalig gezahltes Arbeitsentgelt.
Diese sind als Hinzuverdienst zu berücksichtigen, wenn sie aus einem Arbeitsverhältnis stammen, das nach Rentenbeginn noch bestanden hat.
Einmalzahlungen aus einem nach Rentenbeginn noch bestehenden Arbeitsverhältnis sind auch dann als Hinzuverdienst zu berücksichtigen, wenn sie aus Zeiten vor Rentenbeginn resultieren.
Ein nach Rentenbeginn noch bestehendes Arbeitsverhältnis liegt auch vor, wenn es ohne Erbringung einer Arbeitsleistung fortbesteht. Dies betrifft zum Beispiel Fälle, in denen das Arbeitsverhältnis während der Zeiten der Arbeitsunfähigkeit (gegebenenfalls unter Zahlung von Krankengeld) fortbesteht.
Eine Einmalzahlung ist in dem Monat als Hinzuverdienst zu berücksichtigen, in dem sie gezahlt wurde.

Hat das Arbeitsverhältnis bereits vor Rentenbeginn geendet, sind aus diesem Arbeitsverhältnis gezahlte Beträge nicht als Hinzuverdienst zu berücksichtigen.