Vorruebergehend im Ausland angestellt.

von
Claudia

Hallo,
es geht nicht um meine Rente, sondern darum, dass wir im Ausland wohnen und fuer einen Zeitraum von ca. 6 Monaten eine Logopaedin fuer unseren Sohn anstellen wollen.
Muessen wir dann die Rentenbeitraege hier in Italien abfuehren, oder koennen wir das weiterhin in Deutschland machen? Das waere natuerlich einfachere.
Wuerde mich wirklich ueber eine Antwort freuen.
Danke!

Experten-Antwort

Grundsätzlich gilt das Territorialitätsprinzip. Das heißt, dass eine Person nach den Rechtsvorschriften des Landes zu versichern ist, in dem eine abhängige Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit ausgeübt wird. Ausnahmen ergeben sich durch die sogenannten Entsendevorschriften.

Für eine in Deutschland gewöhnlich SELBSTÄNDIG tätige Logopädin gelten die deutschen Rechtsvorschriften weiter, wenn die Arbeit in Italien - wie im angegebenen Fall - im Voraus auf maximal 12 Monate begrenzt ist und die Infrastruktur für die selbständige Tätigkeit in Deutschland aufrecht erhalten wird, um diese Tätigkeit wieder aufzunehmen.

Ansonsten gelten die deutschen Rechtsvorschriften für ABHÄNGIG BESCHÄFTIGTE weiter, wenn dieser von einem Arbeitgeber mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland für nicht länger als zwölf Monate zur Arbeitsleistung z. B. nach Italien entsandt wird. Dieser in Deutschland ansässige Arbeitgeber hat dann auch seinen Pflichten hinsichtlich der Beitragsentrichtung nachzukommen.

Ferner besteht die Möglichkeit, unter Darlegung der Gründe eine Ausnahmevereinbarung über die Weitergeltung der deutschen Rechtsvorschriften über den GKV-Spitzenverband, Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland in Bonn (www.dvka.de) zu treffen. Weitere Informationen und auch ein Antragsformular erhalten Sie auf dieser Internetseite.