Vorruhestand / Ausgleichszahlung

von
Ratlos

Wenn ich am 01.01.2022 in den Vorruhestand gehe, würden mir 8,4 Prozent abgezogen, ich erwäge also eine Ausgleichszahlung.
Da stellt sich mir die Frage:
Durch unterdurchnittlichen Verdienst (Gastronomie/Handel) bekäme ich vermutlich Grundrente.
Macht es also überhaupt Sinn, diese Ausgleichszahlung vorzunehmen oder verschenke ich dadurch Geld?

Experten-Antwort

Hallo Ratlos,

die Deutschen Rentenversicherung kann zurzeit noch keine individuellen Auskünfte zur Grundrente geben.
Die Arbeiten zur Umsetzung des Grundrentengesetzes laufen bereits auf Hochtouren. Neben dem Aufbau eines Datenaustauschverfahrens mit der Finanzverwaltung müssen auch knapp 26 Millionen teils sehr alte Versicherungskonten auf einen möglichen Anspruch auf Grundrente hin untersucht werden. In diesen Konten kann auf die für die Grundrentenprüfung benötigten Informationen oft nicht einfach zugegriffen werden.
Um die Zeit zu überbrücken, bis wir unsere Kundinnen und Kunden auch zum Thema Grundrente in gewohnter Qualität beraten können, stellt die Deutsche Rentenversicherung auf seiner Internetseite umfangreiches Material zur Verfügung. Mit diesen FAQs, dem Flyer „Grundrente: Fragen und Antworten“ und auch ein paar stark vereinfachten Beispielen können Sie sich einen ersten Überblick über diese neue Leistung verschaffen. Sobald eine individuelle Beratung möglich ist, wird eine Information der Deutschen Rentenversicherung erfolgen.
Dann sollten Sie sich zu dieser Frage individuell beraten lassen.

von
senf-dazu

Zitiert von: Ratlos
Wenn ich am 01.01.2022 in den Vorruhestand gehe, würden mir 8,4 Prozent abgezogen, ich erwäge also eine Ausgleichszahlung.

Sie wollen also 2,5 Jahre Pflichtbeitragszeiten weniger einbringen. Sind dann noch die mind. 33 Jahre an Grundrentenzeiten vorhanden?

Zitiert von: Ratlos
Da stellt sich mir die Frage:
Durch unterdurchnittlichen Verdienst (Gastronomie/Handel) bekäme ich vermutlich Grundrente.

Das hängt von der Anzahl an Grundrentenzeiten und der Höhe der Pflichtbeiträge ab.

Zitiert von: Ratlos
Macht es also überhaupt Sinn, diese Ausgleichszahlung vorzunehmen oder verschenke ich dadurch Geld?

Die Gesetzesbegründung zum neuen § 76g gibt an, dass "Zuschläge an Entgeltpunkten aus Zahlung von Beiträgen bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters" nicht zu berücksichtigen sind. Sie erhöhen damit nicht die Entgeltpunkte, aus denen sich der Grundrentenzuschlag errechnet.
M.E. wird unabhängig davon der Grundrentenzuschlag ermittelt, und dann erfolgt der nächste Zuschlag, um den Abschlag auszugleichen.
Ob sich das rechnet, hängt auch davon ab, ob Sie damit rechnen, nach ca 20 Jahren zu erleben, dass sich Ihr Einsatz amortisiert.

von
W°lfgang

Zitiert von: Experte/in
Um die Zeit zu überbrücken, bis wir unsere Kundinnen und Kunden auch zum Thema Grundrente in gewohnter Qualität beraten können, stellt die Deutsche Rentenversicherung auf seiner Internetseite umfangreiches Material zur Verfügung. Mit diesen FAQs, dem Flyer „Grundrente: Fragen und Antworten“ und auch ein paar stark vereinfachten Beispielen können Sie sich einen ersten Überblick über diese neue Leistung verschaffen.

Gewohnte (Online-)Qualität hängt auch damit zusammen, nicht nur in bloßem Text zu plappern, daher:

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Grundrente/grundrente_node.html

;-)

Gruß
w.

von
Ratlos

Guten Morgen,

Die Expertenantwort: Für die Katz, die kann ich online lesen.
Übrigens halte ich es für zynisch, zunächst die Neurenten auf einen Anspruch zu prüfen, wobei dieser Vorwurf an die Politik gerichtet ist.

Die zweite Antwort/Frage:
Ja, ich habe bis dato insgesamt 37 Jahre Pflichtbeitragszeiten.

Mir scheint, ich werde um einen professionellen Rentenberater,mit Einsicht in meine Unterlagen, nicht herum kommen.

von
Na dan!n

Zitiert von: Ratlos
Guten Morgen,

Die Expertenantwort: Für die Katz, die kann ich online lesen.
Übrigens halte ich es für zynisch, zunächst die Neurenten auf einen Anspruch zu prüfen, wobei dieser Vorwurf an die Politik gerichtet ist.

Die zweite Antwort/Frage:
Ja, ich habe bis dato insgesamt 37 Jahre Pflichtbeitragszeiten.

Mir scheint, ich werde um einen professionellen Rentenberater,mit Einsicht in meine Unterlagen, nicht herum kommen.

Die warten gerade auf Klugsch... wie Sie und werden Ihnen zur Grundrente auch nichts weiter sagen können, aber Sie können ja Ihren Unmut dann an dem Berater oder der Beraterin auslassen.
Eventuell treffen Sie ja auch auf entsprechende "professionelle" Rentenberater die Ihnen dann entsprechend die Grenzen aufzeigen und sich das dann auch noch vergüten lassen.
Es sei Ihnen zu gönnen.
Nebenbei: Was Sie für zynisch halten oder nicht, interessiert niemanden.

von
Ratlos

Sehr geehrter Herr Na dan!n,

wer hier von Unmut getrieben wird ist deutlich zu erkennen. Ich jedenfalls habe niemanden beleidigt.
Und, dass ich über die erste Antwort nicht in Begeisterung verfallen bin, ist glaube ich auch nachvollziebar. Denn, sie sagte absolut nichts aus.
Wenn Sie also Ihren Frust ableiten wollen dann gehen Sie zu Ihrem Boxsack, der freut sich über Prügel. Schönen Tag noch.

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