Vorruhestand mit 58?

von
Mareike

Hallo,
meine Mutter, geb. im August 1950, wurde Ende letzten Jahres arbeitslos und bezieht momentan Arbeitslosengeld.
Sie hatte in der Vergangenheit u.a. Krebserkrankungen und Schlaganfälle, alle aber "leicht", so dass sie geringfügige Beeinträchtigungen hat.
Jetzt treten aber Spätfolgen auf wie Vergesslichkeit und körperliche Beeinträchtigungen, so dass sie sich nicht mehr dem Prozess einer Arbeitssuche als auch einer Arbeitsaufnahme gewachsen fühlt. Sie ist momentan das erste mal arbeitslos.
In den ganzen Tabellen gibt es nur Frührente ab 60.
Welche Möglichkeiten gibt es ab 59 Jahren und wie hoch wären in diesem Falle die Abzüge, ebenfalls 0,3% pro Monat?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe!

Mit freundlichen Grüssen, Mareike

von
Checker

Hallo Mareike,
vor Vollendung des 60. Lebensjahres besteht nur die Möglichkeit, eine Rente wegen teilweiser oder voller Erwerbsminderung zu erhalten. Zur Feststellung, ob eine Erwerbsminderung vorliegt, würde die Rentenversicherung vermutlich eine oder mehrere ärztliche Begutachtung(en) veranlassen. Außerdem müsste ihre Mutter insgesamt mindestens 60 Monate Beitragszeiten und in den letzten fünf Jahren vor dem Eintritt der Erwerbsminderung mindestens 36 Monate Pflichtbeiträge entrichtet haben.
Als Abschlagszeitraum zählen auch bei Rentenbeginn vor 60 "nur" die Monate nach Vollendung des 60. Lebensjahres bis zur Vollendung des 63., d. h. 10,8% Abschlag ab Beginn der Rente

Experten-Antwort

Hallo Mareike,
wie Checker bereits ausgeführt hat, besteht nur die Möglichkeit einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit. Als versicherungsrechtliche Voraussetzung müssen in den letzten 5 Jahren vor Eintritt des Leistungsfalles mindestens 3 Jahre mit Pflichtbeiträgen liegen. Der 5 Jahreszeitraum verlängert sich um darin liegende beitragsfreie Zeiten wie z. B. Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug.