Vorschusszahlung Rente bei Tod des Ehepartners falsch überwiesen

von
Vorschusszahlung Rente bei Tod des Ehepartners falsch überwiesen

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach dem Tod seiner Frau hat die Schwester der Verstorbenen die Vorschusszahlung der 3 vollen Monatsrente beim Bestatter beantragt auf das Konto der Verstorbenen. Leider hat weder der Ehemann der Verstorbenen noch ein andere Verwandte eine Vollmacht / Kontovollmacht der Verstorbenen erhalten, da sie sehr plötzlich verstarb. Nun kommt keiner an die Vorschusszahlung Rente bzw an das Konto heran. Die Bank weigert sich das Geld auf das Konto des Ehemanns zu zahlen, da keine Vollmacht vorhanden ist - sie sagen, das Rentenamt müsste da aktiv werden. Ich (bevollmächtige Tochter des Ehemanns)habe vor einem Monat das Rentenamt schriftlich darüber informiert, dass die Vorschusszahlung der Rente falsch überwiesen worden ist und sie gebeten, diese auf das Konto des Ehemanns zu zahlen, da er darauf Zugriff hat. Bis jetzt ist nichts geschehen. Die Kosten des Pflegeheims, Medikamente, etc häufen sich an und wir warten vergebens auf die Rente. Was kann ich/er nun machen?
MfG A.K.

von
Cassandra

Die Rentenversicherung ist da raus. Es wurde ja so ausgezahlt, wie es beantragt wurde.
Das jetzt irgendwelche Bankvollmachten fehlen, ist mit dem Kreditinstitut zu klären.

von
Groko

Zitiert von: Vorschusszahlung Rente bei Tod des Ehepartners falsch überwiesen
Sehr geehrte Damen und Herren,

nach dem Tod seiner Frau hat die Schwester der Verstorbenen die Vorschusszahlung der 3 vollen Monatsrente beim Bestatter beantragt auf das Konto der Verstorbenen. Leider hat weder der Ehemann der Verstorbenen noch ein andere Verwandte eine Vollmacht / Kontovollmacht der Verstorbenen erhalten, da sie sehr plötzlich verstarb. Nun kommt keiner an die Vorschusszahlung Rente bzw an das Konto heran. Die Bank weigert sich das Geld auf das Konto des Ehemanns zu zahlen, da keine Vollmacht vorhanden ist - sie sagen, das Rentenamt müsste da aktiv werden. Ich (bevollmächtige Tochter des Ehemanns)habe vor einem Monat das Rentenamt schriftlich darüber informiert, dass die Vorschusszahlung der Rente falsch überwiesen worden ist und sie gebeten, diese auf das Konto des Ehemanns zu zahlen, da er darauf Zugriff hat. Bis jetzt ist nichts geschehen. Die Kosten des Pflegeheims, Medikamente, etc häufen sich an und wir warten vergebens auf die Rente. Was kann ich/er nun machen?
MfG A.K.

Erbschein vorlegen und zahlt auch die Bank.

von
Rentenschmied

Hallo,
der RV-Träger hat den Vorschuß wirksam ausgezahlt, damit ist er im Moment außen vor.
Er würde nur dann eine erneute Auszahlung veranlassen, wenn der Vorschuß zuvor von der Bank der Verstorbenen an den Postrentendienst zurücküberwiesen wird.
Ist halt blöd wenn Ehegatten einander keine Kontovollmacht einräumen wobei noch die Frage wäre, ob diese Vollmacht nicht mit dem Tod des Kontoinhabers endet? Besser ist ein gemeinsames Konto, dann gibt es auch keine Probleme wenn einer verstirbt.
Mit besten Grüßen und Wünschen für eine schnelle Klärung
Mit besten Grüßen

Experten-Antwort

Hallo,

Rentenschmied hat Ihre Frage bereits zutreffend beantwortet.

von
Anton

Groko hat ja schon darauf hingewiesen, es gibt ja sicher einen Erben, der dann bestimmt auch dieses Konto auflösen wird. Somit erfolgt auch die Auszahlung des Geldes. Erbschein oder gerichtliche Testamentseröffnung-falls vorhanden-reichen dem Geldinstitut zur Legitimation. Sollten Sie das Erbe allerdings ausgeschlagen haben, wird es problematischer.

von
Valzuun

Die Witwenrente (auch wenn Sie als Vorschuss geleistet wurde) stand aber nicht dem Verstorben sondern steht der Witwe zu.
Die Erben (sofern es mehr als nur die Witwe gibt) haben damit keinen Anspruch auf diese Zahlung.

von
Anton

Zitiert von: Valzuun
Die Witwenrente (auch wenn Sie als Vorschuss geleistet wurde) stand aber nicht dem Verstorben sondern steht der Witwe zu.
Die Erben (sofern es mehr als nur die Witwe gibt) haben damit keinen Anspruch auf diese Zahlung.
Das Geld steht zwar hier dem Witwer zu, gehört aber leider auf Grund des Verbringungsortes nunmehr zur Erbmasse. Die Schwester der Verstorbenen hat schlichtweg geschlafen, die RV keinen Fehler gemacht. Sollte das Erbe ausgeschlagen worden sein, ist das Geld schlichtweg weg.

von
chi

Zitiert von: Anton
Sollte das Erbe ausgeschlagen worden sein, ist das Geld schlichtweg weg.

Na, das nun nicht – der Erbe muß es herausgeben. Es kann nur ziemlich lange dauern, bis feststeht, wer Erbe wird. Für die Zwischenzeit könnte das Nachlaßgericht einen Nachlaßpfleger einsetzen, der den Nachlaß verwaltet; das wird es aber wegen des Aufwands ungern tun.

von
Anton

Zitiert von: chi
Zitiert von: Anton
Sollte das Erbe ausgeschlagen worden sein, ist das Geld schlichtweg weg.

Na, das nun nicht – der Erbe muß es herausgeben. Es kann nur ziemlich lange dauern, bis feststeht, wer Erbe wird. Für die Zwischenzeit könnte das Nachlaßgericht einen Nachlaßpfleger einsetzen, der den Nachlaß verwaltet; das wird es aber wegen des Aufwands ungern tun.

Wenn es denn einen Erben gibt, es ging ja um einen eventuellen Ausschlag.Meine Oma selig hatte zum Glück ein Testament,wurde vom AG eröffnet, fertig war es. Daher ist der Tip von Groko(Erbschein) vielleicht die beste Lösung in diesem Fall.

von
chi

Es gibt immer einen Erben. Wenn sonst niemand greifbar ist, erbt als letzter Ersatzerbe der Fiskus, also das jeweilige Bundesland.

von
AK

Vielen Dank!