Vorsorge Ehefrau bei Bruttoumwandlung Partner

von
vosunire

Ich betreibe Altersvorsorge u.a. über eine Bruttoumwandlung mit Einzahlung in eine Firmenpensionsplan.
Meine Frau ist seit Geburt der Kinder (2) Hausfrau und würde nur eine kleine Rente erhalten.

Welches sind sinnvolle und/oder geförderte Vorsorgemöglichkeiten um meiner Frau eine höhere Rente zu ermöglichen?

von
hkh

Zuerst sollten Sie ermitteln ob bzw. in welcher Höhe eine Versorgungslücke besteht.
Ist dies der Fall, ist in aller Regel (sofern sie rentenversicherungspflichtig beschäftigt sind) der Riesterweg, die Altersvorsorge, die die höchste staatliche Förderung aufweist.
Sind Ihre Kinder noch nicht älter als drei Jahre, so hat die Ehefrau einen unmittelbaren Anspruch auf Riesterförderung. Sind die Kinder älter, so kann Ihre Frau die Riesterförderung nur erhalten, wenn Sie ebenfalls einen Riestervertrag abschließen und hierauf den Mindesteigenbeitrag (3 % vom RV-pflichtigen Entgelt des Vorjahres bzw. 4 % ab 2008) leisten. Vom Mindesteigenbeitrag können Sie die Zulagen abziehen. Der verbleibende Betrag wird Mindesteigenleistung genannt und muss von Ihnen auf Ihren Vertrag eingezahlt werden. In diesem Falle braucht Ihre Frau keinen Cent einzuzahlen und erhält die Grundzulage.
Darüber hinaus kann ein zusätzlicher Sonderausgabenabzug noch einen Vorteil bringen.

Experten-Antwort

Sehr geehrter vosunire,

bezüglich der Riesterrente können wir auf die Ausführungen von „hkh“ verweisen. Besonders wichtig ist dabei zu beachten, dass bei der privaten Riesterrente – im Gegensatz zu den Betriebsrenten – bei krankenversicherungspflichtigen Rentnern keine Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge anfallen, was die Rendite deutlich erhöht.

Sofern Ihre Frau nicht berufstätig ist, muss sie nur einen sehr geringen Eigenanteil zahlen (5,- EUR/mtl.), so lange Versicherungspflicht aufgrund der Kindererziehung besteht. Danach ist bei einem eigenständig bestehenden Vertrag überhaupt kein eigener Beitrag zu leisten. Voraussetzung ist hierbei, dass Sie selbst über einen eigenen Riestervertrag verfügen.

Sofern Sie keinen eigenen Riestervertrag haben bzw. abschließen möchten und Ihre Frau ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis ausübt, kommt Ihre Frau dadurch in den Riesterrentenanspruch, dass sie den Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung von derzeit 15 % um 4,9 % aufstockt. Sie gilt damit als „normale“ Arbeitnehmerin.

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