Vorsorge

von
froggy

1.Ich habe eine Direktversicherung(also steuerlich & sozialversicherungspflicht befreit)Nun habe ich gelesen, das ich zum Maximum von 4% der Beitragsbefreiungsgrenzeich noch bis zu 1800,- zusätzlich(allerdings nur steuerlich befreit) z.B. mit in diese Direktversicherung einzahlen kann.
Fragen:
Ist das korrekt?
Kann ich in die Direktversicherung zusätzlich zu den 1800,- noch Riestern, mit dem Nachteil dann auf eine Gesamtausschüttung zu verzichten weil dann nur die Möglichkeit der monatlichen Auszahlung besteht?
Wen dem so wäre, kann ich dann eine separate Riesterversicherung abschließen oder stoße ich auf irgendwelche Maximalgrenzen?

Vielen Dank

Experten-Antwort

Hallo froggy,

ja, das ist m. E. korrekt. Die gesetzliche Vorschrift findet sich in § 3 Nr. 63 EStG. Die Steuerfreiheit ist allerdings auf solche Versorgungszusagen beschränkt, die eine lebenslange Altersversorgung (Auszahlplan und/oder Verrentung) vorsehen. Das Wahlrecht für eine Kapitalauszahlung steht dem nicht entgegen, solange dieses Wahlrecht nicht tatsächlich ausgeübt wird.

Sowohl die Rente als auch ein eventueller Kapitalauszahlungsbetrag unterliegen der nachgelagerten Besteuerung. Falls Sie in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, zahlen Sie für diese Leistungen den vollen Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeitrag. Wählen Sie zum Ende der Einzahlungsphase die Kapitalauszahlung, wird dieser Betrag auf 10 Jahre (120 Monate) der Beitragspflicht unterzogen. Wählen Sie die Verrentung, unterliegt lediglich die tatsächlich gezahlte monatliche Rente (und die ist niedriger als 1/120) der Beitragspflicht.

Die Möglichkeit des Abschlusses einer Riesterrente besteht extra. Die Beiträge sind nach § 10a EStG steuerfrei und die Leistung ebenfalls steuerpflichtig. Wegen der Verbeitragung der Leistungen der betrieblichen Altersvorsorge, die unabhängig davon ist, ob der Arbeitnehmer alleine die Beiträge zahlt oder der Arbeitgeber sich mit beteiligt hat, sollte hier eine private Absicherung ins Auge gefasst werden.