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Vorsorgeausgleich/ diverses

von
Dagmar

Hallo,
ich hoffe, man kann mir meine Fragen so gut wie möglich beantworten. Bin sehr unruhig wegen meiner Lage.

Seit Sommer 2000 bin ich rückwirkend Rentnerin. Ich habe im Dezember 2000 geheiratet. Die Rentenzahlung begann im Febr. 01. Im April 2008 habe ich mich von mein Mann getrennt. In Mai 2008 wurde ich Frührentnerin. Mein Mann hat jetzt die Scheidung eingereicht.

Ich erhalte nur 455 Euro Rente und 965 Euro Unterhalt.
Mein Mann hat mir seine Bruttobezüge der letzten 8 Jahre gegeben, zwischen 40.000 Euro und 50.000 Euro.
Ich habe darauf hin die Rentenstelle mal schon genervt und sie haben mir, obwohl sie es nicht dürfen, einen provisorischen Versorgungsausgleich erstellt.
Der Ausgleich enthält keine Zahlen meines Mannes, nur meine Einkünfte. Berechnet wurde ein Zeitraum von Dez. 00 (Heirat) bis hypothetische Scheidung (Febr. 2009). Die Berechnung ergab ich würde zusätzlich ca. 112 Euro monatlich Versorgungsausgleich erhalten auf meine Frührente. Der richtige Scheidungstermin ist voraussichtlich im Sommer 2009, bis das Scheidungsurteil zugeht, kann es Sept. 09 werden. Meine Anwältin erklärte, der Versorgungsaugleich sei überhaupt nicht anzuwenden (klar ist ja auch nicht gerichtlich) und ich müsste bei den hohen Einkünften meines Mannes viel mehr Ausgleich erhalten. Was meinen Sie dazu ?

Der Anwalt meines Mannes hat beim Amtsgericht schon ein Antrag auf Versorgungsausgleich gestellt. Meine Anwältin macht das jetzt Ende März. Wie wird dieser Ausgleich jetzt aussehen, wenn ich im April 08 mich getrennt habe und im April 09 das Trennungsjahr rum ist, im Juli wahrscheinlich die Scheidung ist. Wie weit wird der Ausgleich dann berechnet, die LVA muß doch dann einen erneuten hypothetischen Scheidungstermin annehmen oder nicht. ?

In Scheidungsurteilen lese ich immer was von....ihr wurden x6000 Euro...Versorgungsausgleich gut geschrieben...Ich verstehe diesen Satz nicht. Handelt es sich um eine Nachzahlung ?
Ab wann würde ich denn die monatliche Zahlung des Versorgungsausgleiches erhalten, ab Scheidungsurteil oder ab Zeitpunkt des Ablauf des Trennungsjahres rückwirkend ?

Als ich noch keine Rente erhielt, hatte ich bereits 50 % Schwerbehinderung, stand zwischen Rentenklage und Arbeitsamt (arbeitslos gemeldet). Das Arbeitsamt wollte mir damals dann einen Schwerbehindertenarbeitsplatz zuweisen, doch kurz darauf kam ich dann in die Rente.
Meine Scheidungsanwältin ist erstmal auf lebenslangen Unterhalt aus, erklärte aber damit würden wir nicht durchkommen. Zusätzlich habe ich ein Betreuer, dieser hat mich bei der LVA für einen Platz in der Werkstatt für Behinderte angemeldet. Der Betreuer meinte, das wäre keine Wiedereingliederung in das Berufsleben sondern eine Teilhabe am Arbeitsleben. Dort würden Leute arbeiten, die ihre Rente ein leben lang behalten und sich was dazu verdienen könnten. Die LVA erklärte das stimmt nicht, man bekäme 2 Jahre Übergangsgeld, dann wird geprüft ob man wieder fit ist für den ersten Arbeitsmarkt. Die Werkstatt erklärte das stimmt, die Werkstatt wäre keine Endstation. Ich selbst habe es vorläufig abgelehnt mit anderen Kranken zusammen zu arbeiten, da es mich runter zieht nervlich. Ich erklärte der Werkstatt, ich wolle erstmal auf 400 Euro Basis dazu verdienen. Sie erklärten dann, dann würde ich auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeiten und mein Recht auf ein Platz in der Werkstatt verlieren. Ich selbst kapiere hier überhaupt nichts mehr. Ich habe doch 70 % Schwerbehinderung. ? Wo liegt denn hier jetzt der Unterschied zwischen ein Arbeitsamt, das ein ein Schwerbehindertenarbeitsplatzvermitteln wollte und einer Arbeit für Schwerbehinderte in einer Werkstatt bezahlt durch die LVA. ?

Letzte Frage:
Als Frührentner (40 Jahre) darf ich bis 400 Euro dazu verdienen. Als Altersrentner darf man soviel dazu verdienen wie man will, soviel ich verstanden habe.
Wenn ich 600 Euro Rente erhalten würden und würde nach meinen Standard 500 Euro dazu verdienen, kann ich gut davon leben. Gibt es für Rentner in meiner Lage eine Möglichkeit, die 400 Euro Grenze überschreiten zu dürfen, ohne das ich dafür in einer Werkstatt für Behinderte arbeiten muss ?

Vielen lieben Dank im voraus.

Dagmar

von
Paula

&#62;&#62;&#62;Seit Sommer 2 0 0 0 bin ich rückwirkend Rentnerin. Ich habe im Dezember 2000 geheiratet. Die Rentenzahlung begann im Febr. 01. Im April 2008 habe ich mich von mein Mann getrennt. In Mai 2008 wurde ich Frührentnerin. Mein Mann hat jetzt die Scheidung eingereicht&#60;&#60;&#60;&#60;

Hallo Dagmar,
Verständnisfrage:
Ist 2 0 0 0 ein Schreibfehler?

Paula

von
???

1. Über die Höhe des Versorgungsausgleichs lässt sich im Forum wenig sagen. Es ist nach Ihrer Schilderung davon auszugehen, dass Sie in der Ehezeit zumindest eine Zurechnungszeit vorliegen haben, über deren Bewertung keine Angaben vorhanden sind. Außerdem sind Ihre Daten nicht schlüssig. Im übrigen gilt meines Wissens als Stichtag für die VAG-Berechnung die Einreichung des Scheidungsantrags und nicht der Scheidungstermin.
2.Voraussetzung für die Aufnahme in einer WfbM ist, dass eine erhebliche Behinderung vorliegt (in der Regel sind das 100% mit zusätzlichen Vermerken) und das auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt keine Tätigkeiten von wirtschaftlichen Wert erbracht werden können. Wenn Sie auf dem freien Arbeitsmarkt noch einen Job finden, in dem Sie 400-&#8364; verdienen, ist das ganz sicher nicht der Fall. Die AfA sieht Sie anscheinend nicht als Kandidaten für die WfbM und wollte Ihnen schlicht eine Arbeit vermitteln.
3. Die 400,-&#8364;-Grenze fällt erst mit dem 65. Lebensjahr weg. Vorher wird das Einkommen, sobald es die 400,-&#8364; übersteigt, auf Ihre Rente angerechnet. Sie sollten sich also auf alle Fälle von der DRV beraten lassen, bevor Sie eine mehr als geringfügige Tätigkeit aufnehmen.
In der WfbM erhalten Sie übrigens nur ein Taschengeld (nicht mal 100,-&#8364;). In den ersten 1 1/2 bis 2 1/2 Jahren kommt noch das Überganggeld hinzu, auf das jedoch ihre Rente angerechnet wird.

von
???

1. Über die Höhe des Versorgungsausgleichs lässt sich im Forum wenig sagen. Es ist nach Ihrer Schilderung davon auszugehen, dass Sie in der Ehezeit zumindest eine Zurechnungszeit vorliegen haben, über deren Bewertung keine Angaben vorhanden sind. Außerdem sind Ihre Daten nicht schlüssig. Im übrigen gilt meines Wissens als Stichtag für die VAG-Berechnung die Einreichung des Scheidungsantrags und nicht der Scheidungstermin.
2.Voraussetzung für die Aufnahme in einer WfbM ist, dass eine erhebliche Behinderung vorliegt (in der Regel sind das 100% mit zusätzlichen Vermerken) und das auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt keine Tätigkeiten von wirtschaftlichen Wert erbracht werden können. Wenn Sie auf dem freien Arbeitsmarkt noch einen Job finden, in dem Sie 400-&#8364; verdienen, ist das ganz sicher nicht der Fall. Die AfA sieht Sie anscheinend nicht als Kandidaten für die WfbM und wollte Ihnen schlicht eine Arbeit vermitteln.
3. Die 400,-&#8364;-Grenze fällt erst mit dem 65. Lebensjahr weg. Vorher wird das Einkommen, sobald es die 400,-&#8364; übersteigt, auf Ihre Rente angerechnet. Sie sollten sich also auf alle Fälle von der DRV beraten lassen, bevor Sie eine mehr als geringfügige Tätigkeit aufnehmen.
In der WfbM erhalten Sie übrigens nur ein Taschengeld (nicht mal 100,-&#8364;). In den ersten 1 1/2 bis 2 1/2 Jahren kommt noch das Überganggeld hinzu, auf das jedoch ihre Rente angerechnet wird.

von
-_-

1.
Zunächst werden alle Versorgungsanwartschaften (nicht nur die aus der gesetzlichen Rentenversicherung) beider Ehegatten vom Familiengericht ermittelt. Beim Versorgungsausgleich wird der Teil hälftig ausgeglichen, der die Anwartschaften des Ehegatten mit den niedrigeren Anwartschaften übersteigt. Die maßgebliche Ehezeit ergibt sich aus § 1587 Abs.2 BGB. Als Ehezeit im Sinne der Vorschriften über den Versorgungsausgleich gilt die Zeit vom Beginn des Monats, in dem die Ehe geschlossen worden ist, bis zum Ende des Monats, der dem Eintritt der Rechtshängigkeit des Scheidungsantrags vorausgeht (Eingang des Scheidungsantrags beim Familiengericht). Wirksam wird der Versorgungsausgleich erst nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils bzw. des Beschlusses über den Versorgungsausgleich.

von
-_-

2.
Eine WfBM gliedert sich in Eingangsverfahren (EV), Berufsbildungsbereich (BBB), Arbeitsbereich (AB).

Mehr dazu lesen Sie unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Werkstatt_f%C3%BCr_Behinderte#Organisation_und_Struktur

von
-_-

3.
Nein, eine Möglichkeit, die Entgeltgrenze rentenunschädlich zu überschreiten gibt es nicht. Sie fällt erst mit dem Erreichen der Regelaltergrenze weg. Vorher wird das Bruttoarbeitsentgelt, sobald es die 400,-&#8364; übersteigt, auf die Rente angerechnet, z. B. nach § 96a SGB 6.
http://bundesrecht.juris.de/sgb_6/__96a.html

Lassen Sie sich ggf. bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung beraten, bevor Sie eine mehr als geringfügige Beschäftigung (Minijob bis 400,00 &#8364;) aufnehmen.
http://www.ihre-vorsorge.de/Beratungsstellen.html

Bei einer Beschäftigung in einer WfbM kann das normalerweise nicht passieren, denn da gibt es nur ein geringes &#34;Taschengeld&#34;. Die Werkstattbeschäftigten werden unabhängig von den häufig geringen Entgeltzahlungen wie andere Arbeitnehmer kranken-, pflege- und rentenversichert. Diese richtet sich nach 80 Prozent des Rentenniveaus eines durchschnittlichen deutschen Arbeitnehmers. Zu den üblichen Leistungen gehört auch die Sicherstellung der Beförderung zur Werkstatt und ein Mittagessen.

Siehe auch bei
http://de.wikipedia.org/wiki/Werkstatt_f%C3%BCr_Behinderte#Arbeitsentgelt