"Vorteil Dauerrente "

von
Angelika

Kann mir einer sagen , was der "Vorteil" einer Rente auf unbestimmte Zeit ist ? Hier im Forum ist zu lesen , das die DRV bei einer möglichen Rentenentziehung beweisen muss das der Versicherte nicht mehr erwerbsgemindert ist . Aber ist es bei einer befristeten Rente nicht ebenso? Und geht das nicht genauso , wenn die Gutachter ( die von der DRV bestimmt sind ) eben das so im Gutachten ausdrücken das das für die DRV positiv ist . Ob befristet oder nicht , ich kann da keinen Vorteil sehen .
Vieleicht kann mich mal jemand aufklären :
MFG

von
Realist

Sie halten also alle DRV-Gutachter für korrupt, oder wie?

Ich zumindest habe meine (unbefristete) BU-Rente einem Gutachter, der von der DRV bestimmt wurde, zu verdanken!

Im Übrigen liegt der wesentliche Vorteil einer "Dauerrente" darin, dass sie nicht alle paar Jahre neu beantragt werden muss. Sie läuft also bis zur Regelaltersrente weiter, sofern sie nicht vorher entzogen wurde.

Eine befristete Rente hingegen MUSS rechtzeitig vor Ablauf der Bewilligungszeiträume immer wieder neu beantragt werden, da sie sonst nicht mehr weiter gezahlt wird.

MfG

von
Angelika

An den Realisten hier im Forum , Wer lesen kann ist klar im Vorteil !!!!
wo bitte schön habe ich geschrieben , das die Gutachter korrupt sind. Wenn Sie das so rauslesen ist das Ihr Problem.

von
Arnold

Die Vorteile einer unbefristeten EM-Rente sind :

1. Sie brauchen nie mehr einen Verlängerungsantrag stellen
- also kein Papierkrieg mehr

2. Sie brauchen keine neuerlichen Begutachtungen wie bei befristeten EM-Renten üblich befürchten

3. Die Dauerrente wird bis zur Regelaltersgrenze gezahlt und ist somit sicherer als eine befristete Rente.
Also man braucht keine Angst mehr haben , das Sie mal wegfällt oder nicht weiter verlängert wird wie eine befristete EM-Rente , wo man ja nie sicher sein kann ob die Rente weiter verlängert wird.

4. Sollte bei einer Dauerrente seitens der RV versucht werden diese wieder anzuerkennen, muss die Rente solange bis zu einem rechtskräftigen Bescheid
( also Widerspruch und anschließendem Sozialgerichtsverfahren ) weiter gezahlt werden und das kann durchaus mehrere Jahre dauern. Also die finanzielle Sicherheit ist bei einer unbefristeten EM-Rente weitaus höher als bei einer befristeten EM-rente , wo ja nach Ablauf der Befristung und im weiteren Verfahren ( Widerspruch und Sozialgericht ) die Zahlung der EM-Rente sofort eingestellt wird.

4. Dauerrenten werden selten - je nach med. Einzelfall und Vorgehnsweise des einzelnen Regionalträgers - noch einmal überprüft und wenn dann nur rein papiermässig ( einfacher Fragebogen )

Zu dem von ihnen geschilderten Fall mit dem Gutachter kommt es also bei einer " Dauerrente " gar nicht, da gar keine Begutachtungen mehr erfolgen...

Allenfalls in dem äußerst selten vorkommenen Fall eines Rentenentziehungsverfahren einer Dauerrente wäre dann eine neuerliche Begutachtung nicht nur denkbar sondern sogar sehr wahrscheinlich.

von
Realist

Zitat @Angelika: >>>>Und geht das nicht genauso , wenn die Gutachter ( die von der DRV bestimmt sind ) eben das so im Gutachten ausdrücken das das für die DRV positiv ist.<<<<

Wie sollte man diese Aussage denn wohl sonst interpretieren?

Sie unterstellen den DRV-Gutachtern doch ganz eindeutig, dass sie die Gutachten im Sinne ihrer Auftraggeber formulieren. Und wer so etwas macht, ist doch wohl korrupt. Oder wie nennen Sie das?

MfG

von
Realist

Zitat @Arnold: >>>>4. Sollte bei einer Dauerrente seitens der RV versucht werden diese wieder anzuerkennen, muss die Rente solange bis zu einem rechtskräftigen Bescheid
( also Widerspruch und anschließendem Sozialgerichtsverfahren ) weiter gezahlt werden.......<<<< (Zitat ende!)

Sie sollten aber nicht verschweigen, dass die überzahlten Beträge vollständig zu erstatten sind, falls die DRV Recht behält.

Zumal davon auszugehen ist, dass die DRV die Erfolgsaussichten eines Rentenentziehungsverfahrens bereits im Vorfeld genauestens abschätzen wird.

Und im Falle zu geringer Erfolgsaussichten, würde eine eventuelle SG-Klage erst gar nicht zugelassen oder der Kläger bekäme vom Gericht zusätzlich noch Mutwillenskosten auferlegt.

Fazit: Wenn ein Rentenentziehungsverfahren eingeleitet wird, sollte man in den allermeisten Fällen davon ausgehen können, dass tatsächlich kein Rentenanspruch mehr besteht. Und dann nützt die sogenannte aufschiebende Wirkung absolut gar nichts, weil das zu viel erhaltene Geld nämlich, wie bereits erwähnt, vollständig zu erstatten wäre!

MfG

Experten-Antwort

Eine Zeitrente endet mit Ablauf der Frist; aber eine zwischenzeitl. Änderung oder ein früheres Ende d. Rentenanspruchs - z.B. wegen einer Änderung der Verhältnisse (§ 48 SGB X) kann möglich sein. Bei Beziehern von Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit auf Dauer hat der Rentenversicherungsträger die Möglichkeit regelmäßige bzw auch routinemäßige Nachprüfungen durchzuführen, u.a. bei Bekanntwerden der Aufnahme einer Tätigkeit.