Wann kann ich in Rente gehen (auch mit Abschlägen) ?

von
Feni

Ich bin Jahrgang 1947 Januar.
Seit 1994 bin ich selbsständig mit einer kurzen dreimonatigen Unterbrechung im Angestelltenverhältnis 2006. Seit 1994 zahle ich keine Beiträge mehr an die versicherungsanstalt sondern bin anderweitig versichert. Ich benötige aber das OK der Bundesversicherungsanstalt. Ich möchte jezt in Rente gehen kalkuliere auch da Abschläge ein.
Wenn das nicht klappt, wann kann ich frühestens ohne schwerbeschädigt zu sein in Rente gehen?

Vielen Dank

von
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Unter http://www.deutsche-rentenversicherung.de finden Sie rechts ein Link "Versicherungsunterlagen anfordern" unter dem Sie die gewünschten Auskünfte direkt aus Ihrem Versicherungskonto von Ihrem zuständigen Versicherungsträger schriftlich erhalten.

Sie sollten aber erwägen, sich bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung beraten zu lassen. Dort kann man Ihnen möglicherweise die Rentenauskunft sogleich aushändigen.

Adressen unter http://www.ihre-vorsorge.de/Beratungsstellen.html nach Eingabe Ihrer Postleitzahl.

von
Schade

die Altersrente wäre mit 63 Jahren möglich (7,2% Abschlag) sofern Sie 35 Versicherungsjahre haben.

Ob das der Fall ist, nachdem Sie seit 13 Jahren nichts mehr einzahlen, müssen Sie klären, da hilft vielleicht schon ein Blick in die letzte Rentenauskunft.

Die Altersrente für Frauen schließe ich aus, da Sie (sofern Sie weiblich sind) ab 40 keine 10 Jahre pflichtversichert waren.

Experten-Antwort

Hallo Feni,

ohne weitere Angaben zu Ihrem Versicherungsverlauf ist eine genaue Aussage über den frühestmöglichen Rentenbeginn nicht möglich.

Eine Rente mit 60 Jahren mit Abschlägen (max. 18 Prozent) ist möglich bei Frauen, die vor 1952 geboren wurden, mindestens 15 Jahre Beiträge gezahlt haben und nach dem 40. Lebensjahr mehr als 10 Jahre (=121 Kalendermonate) Pflichtbeiträge eingezahlt haben.

Bei Erfüllung der Wartezeit von 35 Jahren (dazu zählen alle rentenrechtlich relevanten Zeiten) könnten Sie ab dem 63. Lebensjahr in Rente gehen mit 7,2 Prozent Abschlag.

Ohne Erfüllung der höchstmöglichen Wartezeit und ohne Beitragszahlung seit 1994 kommt wohl nur die Regelaltersrente mit 65 Jahren und einem Monat in Frage.

Lassen Sie sich von ihrem Rentenversicherungsträger eine Rentenauskunft schicken. Da sind alle Rentenarten, deren Voraussetzungen, frühestmöglicher Rentenbeginn mit jeweiligem Abschlag beschrieben. Sie können sich den Sachverhalt auch in einem Beratungsgespräch bei der Deutschen Rentenversicherung in Ihrer Nähe erklären lassen. Eventuell könnten Sie durch die Zahlung von freiwilligen Beiträge die Wartezeit von 35 Jahren noch erreichen und dadurch zu einem früheren Rentenbeginn kommen.