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wann Reha von RV und wann von KK?

von
Helena

Hallo,
mich würde interessieren, unter welchen Voraussetzungen ich eine Rehabilitation von der Rentenversicherung bekomme und wann von der Krankenkasse.
MfG

von
Schade

DRV wenn:
in den letzten 24 Monaten 6 Monate pflichtversichert
oder
15 Beitragsjahre vorliegen
oder
5 Jahre und Em droht
oder
EM Rente kann nach Reha entfallen.

sonst: Krankenkasse.

Aber einfach Antrag stellen egal ob bei DRV oder Kasse, die prüfen dann schon die Zuständigkeit.

Und klar: medizinisch Notwendig sollte es schon sein :)

von
Herz1952

Ergänzung:

Bei zeitlicher Befristung von EM-Rente die DRV,

bei "unbestimmte Zeit" EM die Krankenkasse.

Herz1952

Experten-Antwort

Guten Tag Helena,

generell gilt, dass vorrangig der Rentenversicherungsträger prüfen muss, ob ein Anspruch auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation aus der gesetzlichen Rentenversicherung besteht. Erst wenn der Rentenversicherungsträger einen entsprechenden Antrag abgelehnt hat, wird die Krankenkasse als Träger der gesetzlichen Krankenversicherung den Anspruch auf eine solche Leistungen prüfen.
Von einem Träger der gesetzlichen Rentenversicherung können Sie Leistungen zur medizinischen Rehabilitation aus erhalten, wenn Ihre Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet oder bereits gemindert ist. Grundsätzlich kommt eine erneute Leistung nicht vor dem Ablauf von vier Jahren in Betracht. Ist aber aus gesundheitlichen Gründen schon früher eine Rehabilitation dringend erforderlich, so kann diese auch erbracht werden.
Weiterhin müssen bei der Antragstellung bestimmte versicherungsrechtliche Bedingungen vorliegen. "6 Kalendermonate mit Pflichtbeiträgen in den letzten 2 Jahren" ist die am häufigsten erfüllte Voraussetzung. Haben Sie die sogenannte 15-jährige Wartezeit in der gesetzlichen Rentenversicherung erfüllt, wären für Sie die Voraussetzungen ebenfalls gegeben.
Sind diese Sachverhalten bei Ihnen nicht gegeben gibt es auch noch weitere Möglichkeiten der Erfüllung der Voraussetzungen im Falle einer der drohenden Erwerbsminderung oder bei bereits vorliegendem Bezug einer Rente wegen Erwerbsminderung oder bei Rehabilitationsbedarf innerhalb von 2 Jahren nach Ende einer Ausbildung.
Bei Ihnen darf auch kein sogenannter Ausschlussgrund vorliegen. Sind Sie beispielsweise Beamtin, haben Sie keinen Anspruch auf medizinische Rehabilitationsleistungen durch die Rentenversicherung. Beziehen Sie eine Altersrente in Höhe von mindestens zwei Drittel der Vollrente oder wird der Antrag auf Rehabilitationsleistungen im Zusammenhang mit einem Arbeitsunfall/Einsatzunfall, einer Berufskrankheit etc. gestellt, sind Leistungen seitens der gesetzlichen Rentenversicherung ebenfalls ausgeschlossen.
Ob und inwieweit diese Voraussetzungen gegeben sind oder ein Ausschlussgrund für eine Leistung der medizinischen Rehabilitation aus der gesetzlichen Rentenversicherung bei Ihnen vorliegen, können Sie auch in einem individuellen Beratungsgespräch in der nächstgelegenen Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung klären.
Unter welchen Voraussetzungen ein Anspruch auf Rehabilitationsleistungen aus der gesetzlichen Krankenversicherung besteht, sollten Sie mit Ihrer gesetzlichen Krankenkasse besprechen.
In jedem Fall gilt, dass ein entsprechender Antrag beim zuständigen Leistungsträger gestellt werden muss, damit dieser den Anspruch auf medizinische Rehabilitationsleistungen prüfen kann.