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Wartezeit ?

von
Schwerbehinderter

Hallo,
kann mir bitte jemand auflisten welche Zeiten alle zu der Wartezeit von 35 Jahren für die Schwerbehindertenrente zählt ?
Einen schönen Tag wünsche ich allen und keinen Regen. :-)

Schwerbehinderter

von
Schwerbehinderter

Äh hab was vergessen.
Insbesondere interessiert mich ob man diese Wartezeit auch mit freiwilligen Mindestbeiträgen voll machen kann ?
Wie viel muß man da momentan zahlen ?
So jetzt gilts aber, schönen Tag !

Schwerbehinderter

von
Batrix

Auf die Wartezeit werden ALLE rentenrechtliche Zeiten angerechnet.

Somit auch freiwillige Beiträge. Der freiwillige Mindestbeitrag liegt derzeit bei 79,60 Euro mtl.

Experten-Antwort

Auf die Wartezeit von 35 Jahren werden Beitrags- und Ersatzzeiten sowie Wartezeitmonate aus dem Versorgungsausgleich, Rentensplitting und geringfügiger versicherungsfreier Beschäftigung berücksichtigt. Außerdem zählen noch Anrechnungszeiten und Berücksichtigungszeiten als weitere rentenrechtliche Zeiten mit.

von
Schwerbehinderter

Danke für die Auskunft !
Werden bei einer Rentenauskunft oder ist das der Rentenverlauf ?
Alle diese Zeiten mit berücksichtigt ?
Kann man davon aus gehen, daß das stimmt wenn da steht daß einem noch 5 Jahre fehlen bis die 35 Jahre voll sind ?

Also könnte ich diese 5 Jahre auch noch mit einem 400 Euro Job voll machen.

Schwerbehinderter

Experten-Antwort

Zu den rentenrechtlichen Zeiten gehören auch die freiwilligen Beiträge. Der monatliche Mindestbeitrag beträgt z.Zt. 79,80 Euro.

von
RFn

Nein. mit fünf Jahren Minijob werden keine fünf Jahre für die Wartezeit erwirtschaftet.
Ein Minijob ist nicht rentenversicherungspflichtig. Aber weil der AG einen Pauschalbeitrag abzuführen hat, ergibt sich später daraus ein Zuschlag zur Rente (dargestellt in der Anlage 20 zum Rentenbescheid oder einer Rentenauskunft).
Gleichfalls wird ein Zuschlag für die Wartezeit ermittelt:
§ 52 SGB VI
2) Sind Zuschläge an Entgeltpunkten für Arbeitsentgelt aus geringfügiger versicherungsfreier Beschäftigung ermittelt, wird auf die Wartezeit die volle Anzahl an Monaten angerechnet, die sich ergibt, wenn die Zuschläge an Entgeltpunkten durch die Zahl 0,0313 geteilt wird. Zuschläge an Entgeltpunkten aus einer geringfügigen versicherungsfreien Beschäftigung, die in Kalendermonaten ausgeübt wurde, die bereits auf die Wartezeit anzurechnen sind, bleiben unberücksichtigt.
Bei fünf Jahren Minijob kommen nur einige zusätzliche Monate Wartezeit heraus.
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Kein Problem haben Sie, wenn Sie durch eine zusätzliche Beitragszahlung den Minijob zu einer versicherungspflichtigen Tätigkeit erheben.

von
Schwerbehinderter

Hallo RFn,
wie hoch ist derzeit der Betrag den man mindestens zuzahlen muß um den Minijob-Monat zu einem vollwertigen Beitragsmonat zu pushen ?
Gilt der ganze Monat dann als vollwertiger Pflichtbeitrags-Monat ?

Schwerbehinderter

von
RFn

Gegenüber dem Arbeitgeber muss schriftlich ein Verzicht auf die Versicherungsfreiheit nach § 5 Absatz 2 Satz 2 SGB VI erklärt werden. Der der Verzicht kann nur mit Wirkung für die Zukunft erklärt werden. Der AG muss diese Erklärung annehmen und umsetzen.
Der AG regelt das Weitere mit seiner Meldung an die Minijobzentrale.
Die genaue Höhe der Zuzahlung, die den Beitragsanteil des Arbeitnehmers darstellt, ist mir nicht bekannt. Erinnerlich ist mir ein monatlicher Betrag um die 15 EUR. Den genauen Betrag müsste Ihnen aber der AG sagen können.

von
Schwerbehinderter

Danke !
Gilt der so aufgestockte Monat dann als Pflichtbeitragsmonat ?

von
RFn

Ja, denn das ist ja gerade der Sinn der Aufstockung bzw. des Verzichts auf die Versicherungsfreiheit.
Übrigends, wenn gleichzeitig mehrere Minijobs ausgeübt werden (das ist ja möglich), dann muss diese Aufstockung gleichzeitig bei allen zum gleichen Zeitpunkt erfolgen.

von
-_-

Zitiert von: Schwerbehinderter

Gilt der so aufgestockte Monat dann als Pflichtbeitragsmonat?

Ja, so ist es. Für Minijobber im gewerblichen Bereich mit einem Monatsverdienst von 400 Euro beträgt der Eigenanteil beim Aufstocken 19,60 Euro im Monat. Bei einem Verdienst von 300 Euro müssen geringfügig Beschäftigte 14,70 Euro aus eigener Tasche zuzahlen, bei einem 200 Euro-Gehalt sind es 9,80 Euro. Für geringfügig Beschäftigte in Privathaushalten ist es allerdings teurer.

Guckst du hier:
http://www.ihre-vorsorge.de/no_cache/magazin/nachrichten/rente/news-single/article/minijobs-aufstocken-immer-beliebter.html

http://www.minijob-zentrale.de/nn_10948/DE/1__AN/2__aufstockungRente/navNode.html?__nnn=true

Der Hauptvorteil der Beitragsaufstockung für den Arbeitnehmer ist, dass die Beschäftigungszeit in vollem Umfang für die Erfüllung der verschiedenen Wartezeiten (Mindestversicherungszeiten) berücksichtigt wird. Diese sind beispielsweise Voraussetzung für:

* einen früheren Rentenbeginn,
* Ansprüche auf Leistungen zur Rehabilitation (sowohl im medizinischen Bereich als auch im Arbeitsleben),
* Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung und
* Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen für eine private Altersvorsorge mit staatlicher Förderung (Riester-Förderung) für den Minijobber und ggf. sogar den Ehepartner.