Wartezeit bei zwischenzeitlicher Versicherung über Versorgungswerk

von
Dasa

Ich bin 50% schwerbehindert und möchte vorzeitig mit Abschlag die Rente beziehen. Die Wartezeit von 35 Jahren erfülle ich aber nicht, weil ich zwangsweise 14 Jahre in einem berufsständigen Versorgungswerk mich versichern mußte. So komme ich nur auf 29 Jahre (trotz einem Kind). Gibt es eine Möglichkeit der Anerkennung der Jahre, in denen ich woanders pflichtversichert war?

von
Knut Rassmussen

Nein. Ein Anrechnen von Zeiten des Versorgungswerkes ist gesetzlich nicht vorgesehen.

Angesichts des Zeitumfangs ist auch eine (Nach)Zahlung freiwilliger Beiträge nicht sinnvoll.

Experten-Antwort

Hallo Dasa,

eine Voraussetzung, um die Altersrente für schwerbehinderte Menschen erhalten zu können, ist die Erfüllung der Wartezeit von 35 Jahren.
Die Wartezeit ist die Zeit, die Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung mindestens angehört haben müssen, um einen Rentenanspruch zu erwerben.
Zeiten in einem berufsständischen Versorgungswerk können nicht dazu gerechnet werden.

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