Wartezeit bis Reha-Antritt

von
Majakind

Ich bin seit Mitte Oktober 2016 krankgeschrieben wegen Psyche.
Mein Reha-Antrag wurde innerhalb 3 Wochen von der DRV Bund genehmigt- ebenso meine Wunschklinik. Jetzt habe ich sofort bei der Klinik angerufen um einen Termin zu vereinbaren. Ich kann erst Mitte November die Reha antreten. Die Klinik hat mich aber auf eigenen Wunsch auf die Warteliste gesetzt, falls früher ein Platz frei wird.
Jetzt habe ich folgende Fragen:
1. Die Krankenkasse ist sicherlicht nicht erfreut, dass der Antrittstermin noch so lange dauert weil sie ja weiterhin KG zahlen muss.
- kann die KK von mir verlangen, dass ich in eine andere Klinik wechsle, auch wenn die Krankenkasse NICHT der Kostenträger ist ?

- ist es richtig, dass eventuell die Krankenkasse dann der Klinik eine Frist setzen kann bis wann die Aufnahme erfolgen muss? Angeblich wird das so gehandhabt ??

Ich weiss, ich kann sowohl bei der DRV als auch bei der KK anrufen was ich machen kann aber ich möchte unbedingt in meine Wunschklinik( welche mir auch genehmigt ist) und mit meinen Anrufen
nicht die Pferde scheu machen. Ich weiss außerdem dass es in anderen psychosomatischen Kliniken ebenfalls ca 5-6 Monate dauert bis zu einer Aufnahme.
Außerdem habe ich den Reha-antrag auf eigenen Wunsch gestellt ( ich wurde also NICHT von der Krankenkasse dazu aufgefordert, da hab ich doch ein uneingeschränktes Mitspracherecht oder)?
Ich hab so große Angst dass mir meine Wunschklinik wegen der langen Wartezeit im Nachhinein verweigert wird. Wegen dieser Angst geht es mir momentan auch wieder extrem schlecht.
Ich hoffe, hier Antworten auf meine Fragen zu bekommen.
Danke !

von
=//=

Machen Sie sich erst mal keine Sorgen. Die Krankenkassen wissen eigentlich auch, dass die Wartezeiten bei psychosomatischen Rehas in (fast) allen Kliniken sehr lange sind. Ob die KK erfreut ist oder nicht, ist deren Problem. Da Sie den Reha-Antrag auch noch aus eigener Initiative gestellt haben, kann Ihnen die KK gar nicht reinreden.

von
Herz1952, das richtige

Majakind,

Hoffentlich werden S i e von diesem System mal nicht zum Dummen August gemacht. Sie werden es aber vielleicht gar nicht merken, wenn Sie nicht die richtigen oder die falschen Medikamente bekommen. (Es geht hauptsächlich um die Richtigen).

Zugegeben er hat nicht unbedingt was in diesem Forum zu suchen. Aber das Prinzip ist im ganzen Sozialsystem gleich. Wenn etwas zuviel Geld kostet, hat das Medikament keinen Nutzen (für die Krankheit) und keinen Zusatznutzen (Wegfall potentiell gefährlicher Neben Wirkungen für alle , nicht nur für 1 von 10.000).

Wer es nicht glaubt, wird leider dran glauben müssen. Eigentlich ist das System ganz gut, es weis nur kaum ein Arzt was er machen darf, bzw. eigentlich müsste, (z.B. durch das SGB V).

Aber die allgemein Bevölkerung wird dadurch verdummt, durch diese Des- und Falschinformationen.

Zu Guantanamo: gerade alte Kranke werden von Ärzten und Kassen unnötig gequält. Insbesondere von den AOK.

Auch hier im Forum: "Es besteht Mitwirkungspflicht". Dieser Paragraf ist eingeschränkt durch das Grundgesetz. Es gilt nicht für Rehas, weil es keine Erfolgsgarantie geben kann und manche Reha, gerade im psychischen Bereich, erreicht das Gegenteil.

Hier der Paragraf:

http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbi/65.html

Die Einschränkung durch Gesetz, die im 2. Absatz des GG genannt ist, betrifft nicht das Sozialgesetz, sondern Wehrdienst-Gesetz und Polizeigesetze.

Das Prozedere ist überall das gleiche. Die Gesetze mit den Pflichten nennen, die anderen verschweigen.

Ob Rentenberechtigung vorliegt oder nicht, dazu braucht man eigentlich keine Reha, sondern richtige, vollständige Berichte vor allen Dingen von Fachärzten und auch Hausärzten. Daraus geht der Erfolg oder Misserfolg eigentlich hervor. Dazu muss der Gutachter nur noch klären, wie es mit den Einschränkungen im Alltag aussieht und wie sich das auf die Arbeit auswirken kann. Zugegeben, es ist schwer für den Gutachter, müsste aber eigentlich genügen.

Ich dachte damals auch, der Gutachter aufgrund von US-Aufnahmen, die er auch gemacht hat, meine Behinderung erkennten müsste. Die Stärke hat er nicht erkannt, sondern nur teilweise und er hat auch nicht nach Einschränkungen im Alltag gefragt. Das wäre eigentlich seine Pflicht gewesen.

Mit dem Wunsch, dass Sie oder auch die anderen Forumsteilnehmer nicht in eine ähnliche Situation kommen,

grüße ich Sie

von
Majakind

Herz 1952
Entweder ist Ihre Antwort bei meiner Anfrage falsch gelandet oder ich kann damit in keinster Weise etwas anfangen. Tut mir leid

Experten-Antwort

Hallo Majakind,

Ihre Wunschklinik wurde ja genehmigt. Aktuell besteht kein Grund zur Sorge.

von
Herz1952

Hallo Majakind,

ich wollte mit meinem vorherigen Post Ihnen folgendes erklären:

Ich musste leider feststellen, dass ich mein "Krankheitsmanagement" selbst in die Hand nehmen muss.

Ich habe erst jetzt wieder ein Medikament gebraucht, das mir der Arzt nicht verschreiben wollte, weil er Regress-Ansprüche befürchtet hat. Das Medi war nur über das Ausland zu beziehen, weil die Firma den Vertrieb in Deutschland eingestellt hat, weil der G-BA keinen Zusatznutzen erkannte. Es hatte aber einen erheblichen Zusatznutzen, sogar nach den Richtlinien des IQWiG, das die Bewertung medizinisch vornimmt.

Ich habe die Krankenkasse angeschrieben und die Situation geschildert und mit den entsprechenden Attesten von 2 Ärzten versehen zum MDK der KK geschickt. Eine Bemerkung hat gelautet: Ich weis, dass eigentlich kein Antrag erforderlich ist, aber der Arzt hat darauf bestanden hat, da er wohl "AOK" geschädigt ist. Es handelte sich um eine Regressforderung in einem ähnlichen Fall. Er wollte mir noch ein anderes Medikament verschreiben, bei dem es nicht zu einer Q-T-c Zeitverlängerung kommen sollte, dafür aber eine Tachykardie ausgelöst werden konnte. Das konnte mein Herz aber auch nicht vertragen und ich wäre in "Teufels Küche" gekommen. (Kammerflimmern durch Tachykardie und "aus die Maus" evtl. trotz Defi.)

Nach ein paar Tagen wollte ich nachfragen bei der Post, ob mein Schreiben schon zugestellt wurde. (Einwurfeinschreiben). Da lag aber schon im Briefkasten ein Schreiben der BARMER, dass Sie die Kosten bis zum 18. Januar 2018 übernehmen und ich mich dann nochmal melden sollte.

Eigentlich ging es nur um Formsachen, wie Auslandsstatistik und Qualitätsprüfung des Medikamentes.

Das Gesundheitssystem ist "ein Staat im Staate". Es ist die Selbstverwaltung von Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen. Die haben es fertiggebracht, dass den nicht einmal das Gesundheitsministerium etwas zu sagen hat. Kranke dürfen in diesem System nicht im geringsten mitbestimmen. Die Selbstverwaltung besteht auch nur aus gesunden Menschen.

Kürzlich stand in der Zeitung: 2 Drittel aller neuen Medikamente ohne Zusatznutzen (G-BA). Eine glatte Lüge durch Fehlbewertung G-BA, der für die Bewertung der Medikamente für GKV-Versicherte zuständig ist.

Es war nicht das erste Medikament mit angeblich keinem Zusatznutzen, obwohl mir mehre Ärzte versicherten es sei für mich sehr gut (und für andere auch), aber der G-BA empfand dies nicht so, denn es war ja teurer. Viele Ärzte wissen das auch, dass der G-BA falsch bewertet, trauen sich aber nicht so ein Medikament zu verschreiben, selbst wenn es einen großen Nutzen für den Patienten hat.

Ach ja, der Arzt hat Widerspruch eingelegt gegen die Regressforderung. Aber das wird wohl leider "dauern". Aber wenigstens er hat das kapiert. Anderen Ärzten geht der "Hintern" auf Grundeis. Auch deshalb, weil sie nicht einmal die offiziellen Verschreibungsregeln und das SGB V (Krankenkassenrecht mit Hinweis auf die Möglichkeiten, die Ärzte im "Einzelfall" haben. Ich bin leider nicht der einzige "Einzelfall".

In Deutschland ist überall "Gutantanamo", wo es kranke Kassenpatienten gibt, die etwas "aus der Reihe" tanzen mit ihren Krankheiten.

Wenn man dieses System kennt, dann stehen auch noch einem Glatzkopf die Haare zu Berge :-).

MfG

von
Schorsch

Zitiert von: Majakind

Herz 1952
Entweder ist Ihre Antwort bei meiner Anfrage falsch gelandet oder ich kann damit in keinster Weise etwas anfangen. Tut mir leid

Das muss Ihnen nicht leid tun.
Die Fragesteller und Mitleser mit unsinnigen Endlos-Texten zu quälen, versteht niemand besser als @Herz1952.;-)

MfG

von
Majakind

@herz 1952
Da ihre Antworten in keinem Zusammenhang mit meinen Fragen stehen bitte ich Sie hiermit,diese zu unterlassen.

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Ich habe erst jetzt wieder ein Medikament gebraucht, das mir der Arzt nicht verschreiben wollte, weil er Regress-Ansprüche befürchtet hat. Das Medi war nur über das Ausland zu beziehen, weil die Firma den Vertrieb in Deutschland eingestellt hat, weil der G-BA keinen Zusatznutzen erkannte. Es hatte aber einen erheblichen Zusatznutzen, sogar nach den Richtlinien des IQWiG, das die Bewertung medizinisch vornimmt.

Vermutlich ist dieses Medikament nur deshalb so schwer erhältlich, weil es schwerwiegende Nebenwirkungen haben kann.
Das würde zumindest Ihre "hoch intelligenten" Texte erklären.....;-)

Alternativlos wirksame Medikamente und Heilmittel werden gewöhnlich auch ohne Murren verordnet und von den GKVen bezahlt, sofern das Kosten-/Nutzen-Verhältnis vertretbar ist.

Dass nicht jedes noch so teure Medikament von den (gesetzlichen) Krankenkassen bezahlt werden kann, muss jedem halbwegs intelligenten Menschen einleuchten.
Ansonsten würden die GKV-Beiträge gigantische Ausmaße annehmen.

Dann muss man eben notfalls andere Finanzierungsmöglichkeiten suchen, auch wenn es "herzlos" klingt.

MfG

von
Herz1952

Hallo Majakind,

Vorsicht. Sicher ist eine Reha ein Ponyhof. Aber die Ärzte, die entscheiden, ob jemand Reha-fähig ist oder nicht, sind juristisch in einem Streichelzoo.

Ich habe es jetzt erst erfahren, wie unser Sohn von einem Arzt behandelt wurde, dass er vollkommen verzweifelt war und es beinahe zur Katastrophe gekommen wäre. Die Ausbilder der LTA, an der er teilnahm, haben Ihn zum Arzt geschickt. Leider hat er gesagt, er sei "rausgeschmissen" worden. Als er das korrigieren wollte, brach der Arzt ab und verweigerte ihm die AU-Bescheinigung und schickte ihn zurück, Er war vollkommen verzweifelt und es wäre beinahe zur ultimativen Katastrophe gekommen, weil er keine Hilfe bekam.

Genau dieser Arzt hält jetzt keine Sprechstunden mehr, sondern macht nur noch Gutachten - auch für die RV.

Kranke Menschen werden total entrechtet, erst recht, wenn es darum geht zu arbeiten oder nicht.

Wer begutachtet denn die Gutachter? Wer überprüft die Diagnosen und Behandlungen der Ärzte? Wer hat denn noch nie an einer Rechtsvorlesung teilgenommen und weis, dass es höhere Gesetze gibt als manche Richtlinien? Ärzte.

Es gibt übrigens Rehas bei bestimmten Krankheiten, das wird das Krankheitsbild nicht besser, sondern zu ca 25% sogar schlechter.

Es gibt Krankheiten, da kann "Druck" tödlich enden, ebenso wie die Unfähigkeit von Ärzten. Abitur, Studium und Dr.-Titel schützen nicht vor Dummheit. Was viele Ärzte auszeichnet ist Arroganz. Ich habe das leider allzu-oft erlebt. Auch Schlamperei hätte mich beinahe das Leben kosten können. (falsche OP-Aufklärung, die nicht durch einen Chirurgen erfolgen sollte, sondern durch einen Kardiologen. Damals hatte ich aber noch keine Erfahrungen und kein Wissen).

Die Aussicht, die Rente nicht ausgezahlt zu bekommen, das ist ein Druckmittel, das eigentlich nicht erlaubt ist. Außerdem: Auch die Krankenkassen müssen KG weiterzahlen, wenn Widerspruch gegen die Reha-Aufforderung eingelegt wird.

Bei mir hat mein Hausarzt auch schon Körperverletzung durch billige ungeeignet Verbände begangen, so dass ich zumindest den Arzt wechseln musste, weil die Wunde wieder schlechter wurde, nur weil er Angst vor Regressansprüchen hatte, die eigentlich nicht bestanden.

Dieses ganze Gesundheits- und Sozialsystem ist zu einem Saustall verkommen. Es gibt viele Richtlinien, die gegen andere Gesetze verstoßen. Aber solange niemand klagt oder das Recht anderweitig einfordert ist das alles "rechtens" - zumindest juristisch. Moral und Ethik spielt dann auch keine Rolle mehr.

@Majakind

Lassen Sie sich nicht entmutigen, auch nicht durch diesen Beitrag. Ich habe auch schon erlebt, dass ein "Gutachter" der Meinung war, eine Reha sei angebracht. Aber bei genauer Nachprüfung durch die RV, wurde diese abgelehnt. Vielleicht deshalb, weil eine bereits erfolgte Reha nicht den Erfolg brachte, bzw. ungeeignet war. Dies könnte auch bei Ihnen so sein. Es entscheidet nicht nur der Gutachter.