warum keine rentenberechnung nach tarif ost

von
Manni

Meine situation: arbeitgeber =100%ige tochter der firma schlecker mit sitz im westen- mein einsatzort ist das lsc der firma schlecker in meinem wohnort (im osten)und endet auch dort. mein arbeislohn ,laut arbeisvertrag, nach tarif ost. Die rentenversicherungsbeiträge werden aber als west-einkommen abgeführt. Durch diese vorgehensweise des arbeitgeber werde ich bei der rentenberechnung betrogen. Auf welchen gesetzestext beruft sich der arbeitgeber? Wer kann oder sollte solche gesetze ändern ? in unseren sozialstaat sollte es wohl nicht möglich sein,daß ehrliche arbeitnehmer nicht 2fach betrogen werden. meine rentenversicherung verweist auf den arbeitgeber, der weiterhin die beschäftigunszeiten den alten bundesländern zuordnet. wer kann mir helfen?

von Experte/in Experten-Antwort

Die Regelungen zur Abgrenzung des anzuwendenden Rechts wurden durch die Spitzenverbände der SV in den "Gemeinsamen Grundsätzen zur sozialversicherungsrechtlichen Beurteilung deutsch/deutscher Beschäftigungsverhältnisse vom 12.12.1991" niedergelegt.
Sie orientieren sich an den Regelungen, die für die "Ein- bzw. Ausstrahlung" in das Ausland gelten.
Nach den genannten Grundsätzen dürfte Ihr Versicherungsverhältnis nach dem Ostrecht zu beurteilen sein.
Sie sollten daher über Ihre Krankenkasse (als Einzugsstelle der Beiträge, § 28h Abs. 2 SGB IV) eine Berichtigung der Beitragszahlung und Meldungen bei Ihrem Arbeitgeber anregen.