Warum liegen Gutachter alte Gutachten vor gegen die Widersprochen wurde.

von
alanis_angel

Guten Tag,

Ich war die Woche beim Gutachter wegen Erwerbsminderung. Ich dachte Gutachter beurteilen einen unabhängig und unvoreingenommen?
Warum liegen dem Gutachter die vorherige Gutachten vor, gegen die Widersprochen wurde weil nicht alles berücksichtigt wurde und Falschaussagen gemacht wurden und somit gar nicht rechtskräftig sind? Und warum macht er nicht sein Gutachten sondern nimmt diese Gutachten als Vorgabe und beschimpft mich die anderen hätten ja nicht alle gelogen und hält es deshalb auch nicht für nötig mich richtig zu untersuchen?
Ist das Sinn eines Gutachtens?

von
Herz1952

Hallo alanis,

das ist nicht der Sinn eines Gutachtens.

von
???

Niemand sieht Sie unabhängig und unvoreingenommen - nicht einmal Ihre eigene Mutter :-))).

Die Vorgutachten werden natürlich immer an den Gutachter übersandt. Er kann ja schließlich nicht damit anfangen, die ganze Diagnostik nochmal durchzuführen. Allein eine Aussage wie z.B." Ich habe (starke) Rückenschmerzen" lässt ja keine Beurteilung der Erwerbsfähigkeit zu. Und die Aussage "Ich habe 5 Bandscheiben-Vorfälle" wäre nach Ihrer Theorie schon wieder nicht zulässig, da Vorgutachten! Im übrigen sind Gutachten nur Meinungsäußerungen der Gutachter, rechtskräftig können die nicht werden.

Etwas anderes ist es natürlich, dass der Gutachter nicht bereit ist, sich unvoreingenommen mit Ihrer gesundheitlichen Problematik auseinanderzusetzen. Sie sollten möglichst ein Gedächtnisprotokoll der Begutachtung schreiben und an die DRV senden. Bei der Gelegenheit können Sie auch von der DRV eine Kopie des Gutachtens anfordern.

von
alanis_angel

Ääähm wenn es der erste Gutachter ist dann muss er das Gutachten ja auch ohne weitere Gutachten so erstellen. Und Sinn am anfechten des Gutachtens und widersprechen macht man ja dass es nicht verwendet wird und auch deshalb weil es falsch ist. Er hat ja zur Vorlage Arztbriefe und kann mich untersuchen und mit mir sprechen. Komischerweise hat mich der letzte Gutachter gefragt ob ich zuvor schon begutachtet wurde und meinte das dürfe es nämlich von der Rentenversicherung nicht wissen, da er sonst voreingenommen wäre.
Schon sehr komisch...

von
alanis_angel

Zitiert von: alanis_angel

Ääähm wenn es der erste Gutachter ist dann muss er das Gutachten ja auch ohne weitere Gutachten so erstellen. Und Sinn am anfechten des Gutachtens und widersprechen macht man ja dass es nicht verwendet wird und auch deshalb weil es falsch ist. Er hat ja zur Vorlage Arztbriefe und kann mich untersuchen und mit mir sprechen. Komischerweise hat mich der letzte Gutachter gefragt ob ich zuvor schon begutachtet wurde und meinte das dürfe es nämlich von der Rentenversicherung nicht wissen, da er sonst voreingenommen wäre.
Schon sehr komisch...

Ach und Ja ich kann es der Rentenversicherung schicken wie es abgelaufen ist, aber Da wird sicherlich wieder kommen, es ist ein ausgewählter Gutachter der schon jahrelang für die Rentenversicherung arbeitet und es zuvor noch nie Beschwerden gab. Oder sowas in der Art.

von
???

"Und Sinn am anfechten des Gutachtens und widersprechen macht man ja dass es nicht verwendet wird und auch deshalb weil es falsch ist."

Wer hat denn festgestellt, dass es falsch ist? Falls Sie ein entsprechendes Gerichtsurteil oder etwas Vergleichbares besitzen, dass das konkrete Gutachten als falsch bezeichnet und feststellt, dass es nicht weiter verwandt werden darf, sollten Sie sich umgehend schriftlich bei der DRV beschweren. Ansonsten müssen Sie mit dieser Meinungsäußerung wohl leben.

"Komischerweise hat mich der letzte Gutachter gefragt ob ich zuvor schon begutachtet wurde und meinte das dürfe es nämlich von der Rentenversicherung nicht wissen, da er sonst voreingenommen wäre."
Ähä? 'Schuldigung, für mich klingt das ziemlich realitätsfern.

von
GroKo

Zitiert von: alanis_angel

Guten Tag,

Ich war die Woche beim Gutachter wegen Erwerbsminderung. Ich dachte Gutachter beurteilen einen unabhängig und unvoreingenommen?
Warum liegen dem Gutachter die vorherige Gutachten vor, gegen die Widersprochen wurde weil nicht alles berücksichtigt wurde und Falschaussagen gemacht wurden und somit gar nicht rechtskräftig sind? Und warum macht er nicht sein Gutachten sondern nimmt diese Gutachten als Vorgabe und beschimpft mich die anderen hätten ja nicht alle gelogen und hält es deshalb auch nicht für nötig mich richtig zu untersuchen?
Ist das Sinn eines Gutachtens?


Die fallen nicht alle auf Simulanten rein.

von
Fritz

Hallo
Ein leidiges Thema diese Gutachterei, viele dieser Gutachter Glauben sie müssten unser Land Retten und Beschützen vor Simulanten, Faulen, und Schmarotzern, die Glauben immer alle möchte Gern Frührentner sind Betrüger, naja Mistrauen ist Gut aber es kann auch Übertrieben werden. Übrigens in ihrer Akte ist alles Drin jeder Arztbrief Widerspruch Beschwerde einfach alles meist Sogar unsortiert.
Wer sich über dieses Gutachter System in Deutschland ein Bild machen möchte der Guckst du hier.
http://www.berufserkrankungen-siegerland.de/

Experten-Antwort

Hallo Alanis,

es ist durchaus üblich und auch sinnvoll, dass ein Gutachter sämtliche medizinischen Vorbefunde und Ihre Krankenanamnese auswertet. Nur so kann er sich z. B. ein Bild davon machen, ob eine Erkrankung chronisch verläuft, ob Behandlungen angesprochen haben und noch erfolgversprechend sind usw.

Allerdings sollte sich ein Gutachter immer auch ein eigenes Bild von Ihrem Gesundheitszustand machen und Sie eingehend untersuchen. Er muss der Einschätzung eines Vorgutachters nicht folgen und kann sich kritisch mit dem Vorgutachten auseinandersetzen. Nicht selten kommen Gutachter zu unterschiedlichen Bewertungen. Es muss also nicht unbedingt "negativ" für Sie sein, wenn ein Vorgutachten bei einer späteren Begutachtung herangezogen wird.

Im Übrigen wird ein Gutachten nur dann an andere Gutachter weitergegeben, wenn Sie eine entsprechende Einwilligungserklärung abgegeben haben. Diese wird im Rahmen eines Antrags auf Rente wegen Erwerbsminderung regelmäßig eingeholt, ich gehe daher davon aus, dass Sie auch entsprechend eingewilligt haben. Sie können Ihre Einwilligungserklärung aber jederzeit widerrufen oder einschränken. Ob das allerdings für die Feststellung Ihres Gesundheitszustandes dienlich ist, sei nach allem dahingestellt.

von
alanis_angel

Zitiert von: alanis_angel

Hallo Alanis,

es ist durchaus üblich und auch sinnvoll, dass ein Gutachter sämtliche medizinischen Vorbefunde und Ihre Krankenanamnese auswertet. Nur so kann er sich z. B. ein Bild davon machen, ob eine Erkrankung chronisch verläuft, ob Behandlungen angesprochen haben und noch erfolgversprechend sind usw.

Allerdings sollte sich ein Gutachter immer auch ein eigenes Bild von Ihrem Gesundheitszustand machen und Sie eingehend untersuchen. Er muss der Einschätzung eines Vorgutachters nicht folgen und kann sich kritisch mit dem Vorgutachten auseinandersetzen. Nicht selten kommen Gutachter zu unterschiedlichen Bewertungen. Es muss also nicht unbedingt "negativ" für Sie sein, wenn ein Vorgutachten bei einer späteren Begutachtung herangezogen wird.

Im Übrigen wird ein Gutachten nur dann an andere Gutachter weitergegeben, wenn Sie eine entsprechende Einwilligungserklärung abgegeben haben. Diese wird im Rahmen eines Antrags auf Rente wegen Erwerbsminderung regelmäßig eingeholt, ich gehe daher davon aus, dass Sie auch entsprechend eingewilligt haben. Sie können Ihre Einwilligungserklärung aber jederzeit widerrufen oder einschränken. Ob das allerdings für die Feststellung Ihres Gesundheitszustandes dienlich ist, sei nach allem dahingestellt.

Danke für die Antwort,
Sehr schade, dass man über nichts richtig aufgeklärt wird. Da unterschreibt man eine Schweigepflichtentbindung und denkt es gilt nur für die Rentenversicherung und die dürfen dann die Unterlagen überall hin schicken. Wo kann man diese Rückgängig machen oder einschränken und nur für bestimmte Personen freigeben? Bei meiner Rentenversicherung?

Wenn er nicht voreingenommen gewesen wäre, hätte er wohl kaum mich als Lügner hingestellt und Gesagt es würden wohl kaum mehrere Gutachter lügen oder sich irren.
Auch kann ich mir nicht vorstellen wie man sich in 30 Minuten Begutachtung ein eigenes Bild machen kann. Gibt es Vorgaben die Gutachter einhalten müssen?
Wieviel Zeit, welche Untersuchungen usw?

von
GroKo

Zitiert von: Fritz

Hallo
Ein leidiges Thema diese Gutachterei, viele dieser Gutachter Glauben sie müssten unser Land Retten und Beschützen vor Simulanten, Faulen, und Schmarotzern, die Glauben immer alle möchte Gern Frührentner sind Betrüger, naja Mistrauen ist Gut aber es kann auch Übertrieben werden. Übrigens in ihrer Akte ist alles Drin jeder Arztbrief Widerspruch Beschwerde einfach alles meist Sogar unsortiert.
Wer sich über dieses Gutachter System in Deutschland ein Bild machen möchte der Guckst du hier.
http://www.berufserkrankungen-siegerland.de/

Bei wie viel Gutachtern warst Du denn schon?

Experten-Antwort

Hallo Alanis,

die Einwilligungserklärung müssen Sie gegenüber Ihrem Rentenversicherungsträger widerrufen oder einschränken. Beides ist aber nur mit Wirkung für die Zukunft möglich. Die Einwilligungserklärung im Rentenantragsformular (R0210) enthält im Übrigen immer einen Hinweis auf Ihre Widerspruchsmöglichkeit.

Für eine Untersuchung im Rahmen einer Begutachtung gibt es keine zeitlichen Vorgaben. Der "Zeitbedarf" hängt individuell vom Umfang und der Art der gesundheitlichen Einschränkungen ab, die zu begutachten sind. Orthopädische Befunde lassen sich durch Röntgen- oder CT-Aufnahmen zum Beispiel wesentlich schneller erheben als Befunde im psychischen oder psychosomatischen Bereich.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass eine Begutachtung nicht ausreichend war oder nicht ordnungsgemäß verlief, sollten Sie das Ihrem Rentenversicherungsträger ausführlich darlegen, damit eine Prüfung erfolgen kann.

von
KSC

Und wenn die Rente abgelehnt wird, weil dieser Gutachter Sie nicht für em hält, haben Sie das Recht Widerspruch einzulegen und da können Sie all das aufführen und begründen weshlab die Entscheidung und das der Entscheidung zu Grunde liegende Gutachten falsch ist.....notfalls auch in einem anschließenden Klageverfahren.

PS: Bei machen Erkrankungen gibt es durchaus unterschiedliche Einschätzungen verschiedener Ärzte. Und dass jeder Antragssteller seinen Antrag für berechtigt hält ist klar, ebenso klar ist aber auch, dass nicht jeder der in D einen EM Rentenantrag stellt auch wirklich erwerbsgemindert ist.

von
Karin Meisen

Bitte gehen sie zum VDK. Ich kämpfe selber um eine Tei EMR. Bei dem ersten Gutachten wurde ich als voll kommen arbeitsfähig bei einem Gutachter entlassen. Bitte fordern sie einen zweiten Gutachter an nötigenfalls über das Sozialgericht, was kostenlos ist!!

von
Herz1952

Ein sehr leidiges Thema. Selbstverständlich sind alle Gutachter inkompetent und unhöflich, deren Gutachten nicht im Sinne des Antragstellers ausfällt. Wenn Sie 20 Gutachter hatten und nur einer Sie für erwerbsgemindert hält, ist natürlich dieser Gutachter der einzige mit Ahnung.

von
alanis_angel

Zitiert von: Herz1952

Ein sehr leidiges Thema. Selbstverständlich sind alle Gutachter inkompetent und unhöflich, deren Gutachten nicht im Sinne des Antragstellers ausfällt. Wenn Sie 20 Gutachter hatten und nur einer Sie für erwerbsgemindert hält, ist natürlich dieser Gutachter der einzige mit Ahnung.

Nein so ist es nicht und habe ich auch mit keiner Silbe so erwähnt das die Gutachter unfreundlich waren oder? Im Gegenteil ich hatte schon einen sehr netten der aber nicht mal meine Krankhekt kannte und auch noch nie einen Patienten damit hatte und auch dieser war nicht unfreundlich.
Es wäre nur schön wenn man zu Gutachtern geschickt würde, die auch mit dem Krankheitsbild vertraut sind.

von
Herz1952

Zitiert von: alanis_angel

Und warum macht er nicht sein Gutachten sondern nimmt diese Gutachten als Vorgabe und beschimpft mich die anderen hätten ja nicht alle gelogen und hält es deshalb auch nicht für nötig mich richtig zu untersuchen?

Ach so! Ich dachte der Gutachter sei unfreundlich, weil er sie beschimpft hat. Aber er war also nur inkompetent, weil er die schwere ihrer Krankheit nicht erkannt hat

von
Dummchen

Zitiert von: Herz1952

Zitiert von: alanis_angel

Und warum macht er nicht sein Gutachten sondern nimmt diese Gutachten als Vorgabe und beschimpft mich die anderen hätten ja nicht alle gelogen und hält es deshalb auch nicht für nötig mich richtig zu untersuchen?

Ach so! Ich dachte der Gutachter sei unfreundlich, weil er sie beschimpft hat. Aber er war also nur inkompetent, weil er die schwere ihrer Krankheit nicht erkannt hat

Nein, liebes Herz1952, der Gutachter war nicht unfreundlich. Er hat gaaaaaaanz freundlich geschimpft. :-) :-) :-)

von
alanis_angel

Ach und das heißt das er nur unfreundlich war?
Ich bin ein unfreundlicher Mensch weil ich einmal mit jemand schimpfe?
Solche Trolle hier die Hauptsache immer gegen andere schießen und sich lustig machen.
Manche haben echt nichts besseres zu tun.

von
alanis_angel

Zitiert von: Herz1952

Zitiert von: alanis_angel

Und warum macht er nicht sein Gutachten sondern nimmt diese Gutachten als Vorgabe und beschimpft mich die anderen hätten ja nicht alle gelogen und hält es deshalb auch nicht für nötig mich richtig zu untersuchen?

Ach so! Ich dachte der Gutachter sei unfreundlich, weil er sie beschimpft hat. Aber er war also nur inkompetent, weil er die schwere ihrer Krankheit nicht erkannt hat

Das habe ich auch nicht gesagt, ich weiß ja noch nicht mal wie das Gutachten ausfällt.
Hauptsache Sache rein interpretieren.
Ich habe lediglich geschildert wie es abgelaufen ist und das ich es nicht gut finde wenn der Gutachter noch nie zuvor von der Krankheit gehört hat. Selbst wenn es positiv ausfällt wäre das Gutachten nicht richtig weil man etwas was man nicht kennt nicht beurteilen kann, schon gar nicht in 30 Minuten, da braucht man ja für ein Auto nach einem Unfall länger.