Warum wird bei rechtkräftigem Sozialgerichtsurteil nicht bezahlt?

von
H.M

Meine Rentennachzahlung über 10 000 Euro wurde leichtfertig an eine im Ausland ansässige Private Versicherung bezahlt. Ich musste beim Sozialgericht klagen, mit Erfolg. Leider will die deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg meine Rentennachzahlung nicht bezahlen. Vollstreckungsverfahren wurde eingeleitet. Ich finde es persönlich eine Schande das ich mich als deutscher Versicherter, so behandeln lassen muss.
Hat man in Deutschland für Rentner kein Geld mehr, oder "verschenkt" es lieber an unberechtigten Dritte?

Experten-Antwort

Hallo H.M,

Ihr Einzelfall kann ohne genauere Angaben leider nicht beantwortet werden.

Mit freundlichen Grüßen

von
=//=

"Warum die deutsche Rentenversicherung nicht bezahlen will, liegt auf der Hand. Die gierige private Taggeldversicherung bezahlt die 12 000 Euro seit 2 Monaten an die deutsche RV zurück. Sie waren auch beim Sozialgericht als Beigeladene geladen, konnten sich auf richterliche Anordnung fast 4 Monate Zeit nehmen sich darüber zu äussern.
Bei der angeblichen Anspruchsforderung wurde innerhalb von 1 Woche das Geld in die CH überwiesen, ich musste für den Rest Nachzahlung fast nochmal 1 Monat warten."

Alsdo - ohne die inzwischen über 25 Beiträge durchzulesen, verstehe ich das Ganze wie folgt:

Sie haben während Ihres Aufenthaltes in der Schweiz aus privater Versicherung Krankentagegeld erhalten. Jetzt wurde Ihnen mit rechtskräftigem Urteil des SG RÜCKWIRKEND eine EM-Rente bewilligt und die DRV hat auch den Bewilligungsbescheid erlassen. Durch die rückwirkende Bewilligung ist eine Rentennachzahlung entstanden.

Wenn es soweit stimmt, geht´s weiter. :-)

Die Private Krankenversicherung ist nicht "gierig", sondern sie hat m.E. einen Anspruch auf Erstattung des Krankentagegeldes für den gleichen Zeitraum, in welchem Rente zur Verfügung steht. Es kann ja nicht sein, dass Sie für den Zeitraum X 2x Leistungen erhalten, einmal von der KV, einmal von der RV! Ein privat (Kranken-)Versicherter erhält vom Arbeitgeber einen Beitragszuschuß zur Hälfte, die andere Hälfte zahlt der Versicherte. Weshalb sollte ein privat Krankenversicherter für den gleichen Zeitraum 2 Leistungen erhalten?

Oder habe ich das alles mißverstanden und die Klage vor dem Sozialgericht betraf nur die Zahlung an die private KV? Wenn also dias Geld, das "fälschlicherweise" an die private Vers. gezahlt wurde, Ihnen laut Gerichtsurteil zusteht, müßte diese Versicherung das Geld an Sie und nicht an die DRV zurückzahlen. DAS verstehe ich schon gar nicht.