Was heißt ?

von
Koch 55

Hallo
Was heißt : 3 bis unter 6 Stunden im letzten Beruf ?
Aber über 6 Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ?
Sehen diese Gutachten alle gleich aus ?
Habe schon 5 Leute gehört die das gleich drin stehen hatten.
Alles alte Säcke wie ich über 55 Jahre.

von
-_-

Zitiert von: Koch 55

Was heißt : 3 bis unter 6 Stunden im letzten Beruf, aber über 6 Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt?

Das heißt, was Sie lesen. Im bisherigen Beruf nur noch im zeitlichen Umfang eingeschränkt einsetzbar, jedoch in einer anderen (leidensgerechten) Beschäftigung immer noch mehr als 6 Stunden.
Zitiert von: Koch 55

Sehen diese Gutachten alle gleich aus?

Nein, sicher nicht. Leider kann man Ihnen als Nachweis nicht die vielen unterschiedlichen Beurteilungen eines Tages bei nur einer Sachbearbeitung vorlegen. "Biertischauskünfte" sind da ebenfalls kein guter Ratgeber. Wenn Sie sich falsch beurteilt fühlen, legen Sie Widerspruch ein. Das kostet Sie nichts und ist der vorgesehene Rechtsweg.

von
Nix

Hallo, lieber Koch55!
Wo ist das Problem?
Sie waren also "in Kur" und man hat bei Ihnen in den Entlassungsbericht reingeschrieben:

3 bis unter 6 Stunden im letzten Beruf ?
Aber über 6 Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt

Tatsächlich sehen alle Entlassungsbericht gleich aus.
Und zwar dahingehend, dass diese Aussagen:"3 bis unter 6 Stunden im letzten Beruf" sogenannte "Ankreuz-Aussagen" sind.

Schliesslich wird in allen Entlassungsberichten vom Stationsarzt der Reha-Klinik bei allen Versicherten diese Frage "3 bis 6 Stunden " etc beurteilt.
Da kann man das tatsächlich als "Ankreuz-Aussage" in den E-Bericht so eingeben.

Wo ist Ihr Problem?
Sie sind nach der Reha arbeitsfähig und wollen weiter arbeiten gehen und fühlen sich durch diese Aussage "negativ beurteilt"?

Oder

Sie sind arbeitsunfähig entlassen wollen und wollen nun aufgrund dieser Aussage hier im Forum Ihre Erfolgswahrscheinlichkeit für eine Erwerbsminderungsrente ausloten?

Wenn Sie sich krank fühlen und EM-Rente beantragen möchten, dann tun Sie das doch einfach.
Möglicherweise wird man Sie zu einem neuen Untersuchungstermin einladen und hinsichtlich der Erwerbsfähigkeit neu beurteilen.

Dann hat diese o.g. Aussage im Entlassungsbericht eine verschwindend geringe Aussagekraft.

Oder geht es Ihnen hier "nur ums Prinzip", weil Sie arbeitsfähig sind, wieder normal arbeiten gehen werden aber nur (der Korrektheit halber) diese Aussage im Entlassungsbericht möglicherweise
nur der Diskussion wegen revidiert sehen wollen.

Leider erlebe ich nach der Rehabilitationsleistung bei vielen Versicherten, die sich hinsichtlich gemachter Aussagen im Entlassungsbericht mit der Sachbearbeitung in Diskussion bringen und eine Korrektur der Entlassungsberichte vornehmen wollen. Wofür? Für nichts.

Wenn Sie keinen EM-Rentenantrag stellen wollen, kann es Ihnen doch piep-egal sein, was im Entlassungsbericht geschrieben steht.

Ansonsten stellen Sie einen EM-Rentenantrag und harren Sie der Dinge, die da kommen.

Viele Grüsse und einen schönes Wochenende

Nix

von
Elisabeth

Hallo Nix!
"Dann hat diese o.g. Aussage im Entlassungsbericht eine verschwindend geringe Aussagekraft."
Wieso meinst du, dass die Aussagekraft eines Klinikentlassungsbericht gering ist?

von
Nix

Ich habe doch geschrieben, dass die Aussagekraft im Entlassungsbericht solange gering ist, wie kein Erwerbsminderungsrentenantrag läuft.
Und selbst wenn im Anschluss an die Reha ein EM-Rentenantrag gestellt worden ist, kann immer noch einen Antrag auf weitere Begutachtung stellen, um die Aussagekraft des Entlassungsberichts auf ein Minimum zu reduzieren, wenn man meint, dass man "besonders" krank ist.
Diese Entlassungsberichte werden sonst nach einer Reha nur abgeheftet, archiviert, mikroverfilmt und kein Hahn kräht anschliessend mehr danach.

Deshalb sollte man sich darüber "keinen Kopp" machen.

Einen schönen Sonntag wünscht
Nix

von
Elisabeth

Danke Nix!
Jetzt habe ich verstanden, was du meinst. So wie du auf den eingeschränkten engen Wirkungsbereichs eines E-Berichtes einer Klinik siehst, sehe ich einen E-Bericht auch.

Experten-Antwort

Hallo Koch55,

die Angaben "3 bis unter 6" und "mind. 6" Stunden ergeben sich aus den gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente:
Wer noch mind. 6 Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein kann, ist nicht erwerbsgemindert. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 3 bis unter 6 Stunden liegt eine teilweise Erwerbsminderung vor und bei unter 3 Stunden eine volle Erwerbsminderung.

Insoweit sehen die Gutachten alle gleich aus, weil in jedem Fall eine Einstufung in diese drei Fallgruppen erfolgen muss.

von
Koch 55

Wenn im Entlassungsbericht steht:
3bis unter 6 Std im zuletzt ausgeübten Beruf,
muß zumindest geprüft werden, ob Anspruch auf eine halbe EM Rente besteht.
Ich bin 1954 geboren und somit also vor 1961.
Es wurde auch kein Berufsbild bei mir angefordert.
Alles das wurde nicht veranlaßt.
Erst im Internet habe ich mich schlau gemacht, oder bin auch nur verunsichert worden.
Was ist jetzt richtig ?

Experten-Antwort

Hallo Koch55,

stimmt, die Einstufung "3 bis unter 6 im letzten Beruf" deutet auf eine eventuelle Berufsunfähigkeit hin, bei welcher eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung gezahlt werden könnte.

Haben Sie denn einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt und der ist abgelehnt worden? Sie schreiben vom Entlassungsbericht - möglicherweise hat aber der sozialmedizinische Dienst noch weitere Unterlagen mit einbezogen und ist zu einem anderen Schluss gekommen.

Darüber kann ich in diesem Forum aber nur spekulieren. Wenn Sie mit einer Entscheidung oder Einstufung nicht einverstanden sind, müssten Sie sich mit Ihrem zuständigen RV-Träger in Verbindung setzen, da nur dieser anhand der konkreten Aktenlage etwas dazu sagen kann.