Was ist richtig?

von
Achim

Auf den Seiten der DRV steht es so : "Sie können bei gesundheitlichen Einschränkungen allein in Ihrem bisherigen Beruf eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit bekommen. Diese Rente wird an Versicherte gezahlt, die ihren bisherigen qualifizierten Beruf nicht mehr oder nur noch weniger als sechs Stunden täglich ausüben können, in einem anderen Beruf aber noch mindestens sechs Stunden täglich einsetzbar sind."
In §240 SGB VI ist es aber nicht klar definiert das ein Rentner wegen teilweiser EM bei Berufsunfähigkeit AUCH in seinem bisherigen Beruf noch weiter arbeiten kann (wenn auch stark eingeschränkt )
Was nun? Darf ich als Bezieher solche Rente (seit 2009 unbefristet) in meinem Beruf halbtags arbeiten? Natürlich unter Bericksichtigung meines Restleistungsvermögens und Hinzuverdienstgrenze? Oder kann mir daraus ein Strick gedreht werden?

MfG

von
Otto N.

Zitiert von: Achim

Darf ich als Bezieher solche Rente (seit 2009 unbefristet) in meinem Beruf halbtags arbeiten?

Sie dürfen schon.

Allerdings dürfen Sie auch davon ausgehen, dass dann die DRV noch einmal überprüfen wird, ob Sie nicht mindestens 6 Stunden in Ihrem bisherigen Beruf arbeiten können.

Wenn der sozialmedizinische Gutachter beispielsweise festgestellt hat, dass Sie keine Treppen, Leitern und Gerüste mehr nutzen können, oder dass Sie nur noch zeitweise im Gehen und Stehen arbeiten können und deshalb berufsunfähig sind, jetzt aber doch Treppen, Leitern und Gerüste nutzen oder überwiegend im Gehen und Stehen arbeiten können, spielt es ohnehin keine Rolle, ob Sie nur halbtags oder Vollzeit arbeiten.

Sie hätten damit nämlich bewiesen, dass Sie gar nicht berufsunfähig sind!

War das verständlich genug?

Ich wäre an Ihrer Stelle sehr vorsichtig mit einer Arbeitsaufnahme in Ihrem letzten Beruf!

von
Achim

Zitiert von: Otto N.

Zitiert von: Achim

Darf ich als Bezieher solche Rente (seit 2009 unbefristet) in meinem Beruf halbtags arbeiten?

Sie dürfen schon.

Ist sehr veständlich. Danke schön.
Allerdings dürfen Sie auch davon ausgehen, dass dann die DRV noch einmal überprüfen wird, ob Sie nicht mindestens 6 Stunden in Ihrem bisherigen Beruf arbeiten können.

Wenn der sozialmedizinische Gutachter beispielsweise festgestellt hat, dass Sie keine Treppen, Leitern und Gerüste mehr nutzen können, oder dass Sie nur noch zeitweise im Gehen und Stehen arbeiten können und deshalb berufsunfähig sind, jetzt aber doch Treppen, Leitern und Gerüste nutzen oder überwiegend im Gehen und Stehen arbeiten können, spielt es ohnehin keine Rolle, ob Sie nur halbtags oder Vollzeit arbeiten.

Sie hätten damit nämlich bewiesen, dass Sie gar nicht berufsunfähig sind!

War das verständlich genug?

Ich wäre an Ihrer Stelle sehr vorsichtig mit einer Arbeitsaufnahme in Ihrem letzten Beruf!

von
Achim

Ach herrje... so sollte das nicht aussehen^^ wollte nur sagen das es sehr verständlich ist und mich bei Hr. Otto N bedanken.

von Experte/in Experten-Antwort

Beträgt die Erwerbsfähigkeit im bisherigen oder einem Verweisungsberuf weniger als 6 Stunden täglich, ist der Versicherte berufsunfähig im Sinne von § 240 SGB VI, unabhängig von der Frage, ob er eine seinem Leistungsvermögen entsprechende Tätigkeit tatsächlich ausübt oder nicht.
Dies gilt auch dann, wenn eine Tätigkeit im bisherigen Beruf ausgeübt oder aufgenommen wird.