Was sollte man jemanden raten, der zu wenig fürs Alter vorgesorgt hat?

von
Althaus

Meine Schwiegereltern sind nur am Mekern, wenn es um die eigene Rente geht. Die Schwiegermutter war nie arbeiten, daher hat sie auch keine Rente zu erwarten. Der Schwiegervater hat mal sehr gut verdient und kaum was zur Seite gelegt.

Nun müssen sie mit 2.000€ Rente/Monat auskommen und sind nur am Mekern, da das Geld nicht ausreicht. Im Grunde genommen weiss doch jeder, daß die Rente die man vom Staat zu erwarten hat nicht ausreicht, oder?

von
Schorsch

Zitiert von: Althaus

Im Grunde genommen weiss doch jeder, daß die Rente die man vom Staat zu erwarten hat nicht ausreicht, oder?

Das wusste sogar schon mein Großvater, als er mir in den siebziger Jahren eindringlich empfahl, bereits von meinem Lehrgeld ein paar Mark für die private Altersvorsorge abzuzweigen.

Damals tat ich es nur zähneknirschend, aber heute bin ich sehr froh darüber.

Wenn man frühzeitig mit der privaten Altersvorsorge beginnt, sind die monatlichen Beträge relativ gering und leicht verkraftbar.

Wer wie Ihr Schwiegervater "sehr gut" verdient hat und trotzdem nicht privat fürs Alter vorgesorgt hat, der braucht später auch nicht rumzujammern.

von
Schade

Jeder gute Rat kommt hier zu spät, abgesehen davon dass manches Paar froh wäre 2000 € im Monat zu haben.

Da es beileibe keine neue Erkenntnis ist privat vorsorgen zu sollen, müssen sich die Herrschaften vorhalten lassen, sich in der Vergangenheit (die letzten 40 jahre) nicht oder zu wenig um Vorsorge gekümmert zu haben.

Pech gehabt, die müssen halt weiter jammern oder mit dem was sie haben zufrieden sein.

von
5

Zitiert von: Althaus

Die Schwiegermutter war nie arbeiten, daher hat sie auch keine Rente zu erwarten.
...
Nun müssen sie mit 2.000€ Rente/Monat auskommen und sind nur am Mekern, da das Geld nicht ausreicht.

Dann ist das aber meckern/jammern auf hohem Niveau, wenn ein Ehegatte allein schon als Rente 2.000,- EUR rausbekommt.
Insofern hat Ihr Schwiegervater ja noch nicht mal was falsch gemacht, denn vielmehr haben die meisten anderen auch nicht, sofern nicht irgendwelche Miet- und Pachteinnahmen im Hintergrund vorhanden sind.

Ohne Ihre Schwiegereltern zu kennen, klingt es eher so, als ob sie ihren Lebensstandard, den sie in der Erwerbsphase des Ehemannes hatten, nicht zurückfahren/anpassen wollen.

von
L. Mary

Zitiert von: Althaus

Was sollte man jemanden raten, der zu wenig fürs Alter vorgesorgt hat?

Im Alter seine Ausgaben reduzieren.

von
Red Hot

hat sich wohl noch nicht überall rumgesprochen, dass die rente der gesetzlichen rentenversicherung das arbeitseinkommen nicht vollständig ausgleicht.
da muss man sich auch mal die frage gefallen lassen, warum die jährlichen renteninformationen/rentenauskünfte mit der angabe auf die zu erwartende rente (scheinbar) ignoriert wurden.

es hört sich so an, als ob die schwiegereltern jeher ein sündenbock dafür suchen, dass sie nun nicht mehr all das sich finanziell leisten können, was früher einst standart war. zumal 2000 euro für eine einzelne Person schon mehr als bekömmlich ausreichend sein sollte um über die runden zu kommen.

von
Red Hot

hat sich wohl noch nicht überall rumgesprochen, dass die rente der gesetzlichen rentenversicherung das arbeitseinkommen nicht vollständig ausgleicht.
da muss man sich auch mal die frage gefallen lassen, warum die jährlichen renteninformationen/rentenauskünfte mit der angabe auf die zu erwartende rente (scheinbar) ignoriert wurden.

es hört sich so an, als ob die schwiegereltern jeher ein sündenbock dafür suchen, dass sie nun nicht mehr all das sich finanziell leisten können, was früher einst standart war. zumal 2000 euro für eine einzelne Person schon mehr als bekömmlich ausreichend sein sollte um über die runden zu kommen.

von
Belogener

Nun, bis vor einigen Jahren haben wir uns gerne von unseren Politikern vorlügen lassen, daß die Renten sicher sind.

Insofern kann ich nachvollziehen, daß die Belogenen natürlich sauer sind, da es mir ebenso geht. Als man dem Volk endlich sagte, daß es mit der gesetzlichen Rente nicht weit her ist, war ich in einem Alter, wo eine private Vorsorge nicht mehr finanzierbar war. Ich kann nur hoffen, daß sich der von mir eingeschlagene Weg der richtige ist.

von
Upsala

Zitiert von: Belogener

Nun, bis vor einigen Jahren haben wir uns gerne von unseren Politikern vorlügen lassen, daß die Renten sicher sind.

Insofern kann ich nachvollziehen, daß die Belogenen natürlich sauer sind, da es mir ebenso geht. Als man dem Volk endlich sagte, daß es mit der gesetzlichen Rente nicht weit her ist, war ich in einem Alter, wo eine private Vorsorge nicht mehr finanzierbar war. Ich kann nur hoffen, daß sich der von mir eingeschlagene Weg der richtige ist.

Die gesetzlichen Renten selbst sind ja auch sicher :-)
Meines Wissens nach hat aber niemand versprochen das jeder auch von seiner Rente allein auch leben kann. Kann man auch gar nicht versprechen - besonders im Hinblick auf die Demografie und der Tatsache das es immer mehr Rentner und immer weniger Beitragszahler gibt. Und diese Problematik ist doch nun wirklich seit mehreren Jahrzenten bekannt wenn man nicht gerade blind durch die Weltgeschichte bummelt..

Und 2000 Euro Rente im Monat ist jetzt nicht gerade wenig - selbst für 2 Personen. Zumindest wenn man nicht in einer 1500 Euro Mitwohnung lebt und 2 PKW verhalten muss. Mann kann seinen Lebensabend mit Sicherheit auch günstiger gestalten...

Am besten möglichst früh sparen, Haus oder Wohnung kaufen damit man später mal keine Miete mehr berappen muss und dann kommt man mit 2000 Euro Rente im Monat sicher gut aus.

von
=//=

Zitiert von: Belogener

Nun, bis vor einigen Jahren haben wir uns gerne von unseren Politikern vorlügen lassen, daß die Renten sicher sind.

Insofern kann ich nachvollziehen, daß die Belogenen natürlich sauer sind, da es mir ebenso geht. Als man dem Volk endlich sagte, daß es mit der gesetzlichen Rente nicht weit her ist, war ich in einem Alter, wo eine private Vorsorge nicht mehr finanzierbar war. Ich kann nur hoffen, daß sich der von mir eingeschlagene Weg der richtige ist.

Wie bereits von @Upsala richtig geschrieben wurde, sind die Renten ja auch noch sicher. Gelogen hat niemand, denn schon seit Jahrzehnten wird gepredigt, dass die gesetzliche Rente nicht ausreicht, um den bisherigen Lebensstandard zu halten (wobei man als Rentner auch gewiise Einsparungen hat!) und man sich unbedingt ein 2. Standbein zulegen muss.

Außerdem sind leider immer noch viele Menschen der Ansicht, wenn sie viel, schwer und lange gearbeitet haben, stünde ihnen eine hohe Rente zu! Es hat sich bei manchen immer noch nicht herumgesprochen, dass es DARAUF alleine nicht ankommt, sondern in welcher Höhe Rentenbeiträge entrichtet wurden. Bei Niedrigverdienern sind diese von Natur aus niedrig und es kann keine hohe Rente herauskommen.

Zahlen Sie 50,- EUR im Monat in eine LV ein, bekommen Sie nach 12 Jahren auch keine 100.000 EUR!

Mir geht es wie @Schorsch. Ich wurde auch in jungen Jahren beraten, in eine LV einzuzahlen, um im Alter meinen Lebensstandard halten zu können. Damals hat´s mir auch ein bißchen weh getan, denn 100 DM in den 70-Jahren war viel Geld. Aber es hat sich positiv ausgezahlt.

Ich muß auch sagen, dass die Schwiegereltern von @Althaus auf hohem Niveau meckern. Wer nicht imstande ist, soweit zu denken, dass er und seine Ehefrau nur noch die Rente zum Leben haben, ist selbst schuld und hat mit Sicherheit nicht mein Mitleid. :-) Da heißt es halt mal anfangen zu sparen. Auch wenn es wehtut.

von
H. Stenzel

Den Schwiegersohn anpumpen.

von
Frau Czyczykowski

Da haben die Schwiegereltern in den letzten 30 Jahren eine große Chance vertan, für das Alter günstig vorzusorgen. Da gab es nämlich im Wechsel der Konjunktur gute Zinsen und einträgliche Aktienkurse.

Die Zeiten haben sich jetzt geändert. Ohne die Wiedervereinigung wären sicherlich die Altersrenten im Westen heute sicherlich beachtlich höher und heute ist mit den Zinsen kaum noch Geld zu verdienen.

Aber wenn man einfach nichts für die Altersvorsorge getan hat, obwohl man es hätte tun können.

Wahrscheinlich hat man auch noch "blind" regelmäßig die Blockparteien gewählt, also diejenigen, denen wir heute die niedrigen gesetzlichen Renten zu verdanken haben.

Und jetzt ist guter Rat teuer.....

von
Xenon

Zitiert von: Frau Czyczykowski

Die Zeiten haben sich jetzt geändert. Ohne die Wiedervereinigung wären sicherlich die Altersrenten im Westen heute sicherlich beachtlich höher und heute ist mit den Zinsen kaum noch Geld zu verdienen.

Wahrscheinlich hat man auch noch "blind" regelmäßig die Blockparteien gewählt, also diejenigen, denen wir heute die niedrigen gesetzlichen Renten zu verdanken haben.

auf der suche nach den oben zitierten sündenböcken, werden Ihnen hier noch weitere präsentiert.

Herzlichen Glückwunsch.

P.S.: Da das Wochenende kurz bevorsteht, werden in nachfolgenden Kommentaren noch weitere Gründe der jetzt niedriegen Renten (nunja, das gilt nicht von 2000 im Monat) aufgezeigt werden:

Russlanddeutsche,
die Jugoslawen, die in den 90er zugezogen sind, "Asylanten" in den 2010er,
die Nachzügler der Gastarbeiter aus den 60er,
der Euro
(korrupte) Politiker im Allgmeinen
GEZ-Gebühren,
Schwarzgeldkassen des DfB,
Castingshows,
TTIP,
Volkszählungen,
sinnlose Olympiabewerbungen,
überbezahlte Beamte und blinde Richter,
der Eurofighter,
FCKW,
Fußball-Wett-Manipulationen

und so weiter. Hab ich irgendwas vergessen?

von
Schorsch

Zitiert von: Xenon

Hab ich irgendwas vergessen?

Ja! Nämlich, dass diese Aufzählung überhaupt keinen Einfluss auf die Rentenhöhe hat.

Rentenformel = Persönliche Entgeldpunkte x Rentenartfaktor x Zugangsfaktor x aktueller Rentenwert.

Konnten Sie so weit folgen?

von
Xenon = Oberschlullehrer und Oberschlaumeier

Zitiert von: Schorsch

Zitiert von: Xenon

Hab ich irgendwas vergessen?

Ja! Nämlich, dass diese Aufzählung überhaupt keinen Einfluss auf die Rentenhöhe hat.

Rentenformel = Persönliche Entgeldpunkte x Rentenartfaktor x Zugangsfaktor x aktueller Rentenwert.

Konnten Sie so weit folgen?

Auch hier: Herzlichen Glückwunsch. Diesmal für das Erkennen von Ironie.

Im Übrigen ist Ihre Rentenformel inhaltlich unlogisch:
Entgeltpunkte * Zugangsfaktor = persönliche Entgeltpunkte

Laut Ihrer Formel würde demnach der Zugangsfaktor zweimal in die Rechnung einfließen. Das können Sie ja nochmal in §§ 64, 66 SGB VI nachlesen.

Des Weiteren heißt das Entgel t punkte.
Denn Entgelt leitet sich nicht von dem Wort Geld ab, sondern daraus, dass etwas entgolten wird (Beiträge -> Sozialleistung)

Konnten Sie so weit folgen?
Falls ja: Herzlichen Glückwunsch.

von
W*lfgang

Zitiert von: Althaus
Die Schwiegermutter war nie arbeiten, daher hat sie auch keine Rente zu erwarten.
'Mütterrrente'? War der Schwiegervater auch da so sparsam, nicht mehr als nur einen versehentlichen Schuss in den Nachwuchs zu investieren? ;-)

Gruß
w.

von
Schorsch

Zitiert von: Xenon

Im Übrigen ist Ihre Rentenformel inhaltlich unlogisch:
Entgeltpunkte * Zugangsfaktor = persönliche Entgeltpunkte

Ach so? Dann versuchen wir es eben damit:

Monatliche Rentenhöhe = Entgeltpunkte x Zugangsfaktor x Aktueller Rentenwert x Rentenartfaktor

Nachzulesen dort:
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/1_Lebenslagen/05_Kurz_vor_und_in_der_Rente/01_Kurz_vor_der_Rente/04_wie_sich_die_rente_berechnet/wie_sich_die_rente_berechnet_node.html

(Einen "Wiedervereinigungs- oder Klapskalli-Bremsfaktor" kann ich auch dort nicht entdecken.);-)

von
Herz1952

Hallo Althaus,

machen Sie Ihre Schwiegereltern glücklich und sagen Sie ihnen, dass sie froh sein sollten, dass sie ihre Rente weiterhin gesund genießen sollten.

Dieses Glück haben nicht viele. Wichtig ist eine Rückbesinnung auf das was man im Leben wirklich braucht. Das muss nicht einmal so teuer sein. Ein "bisschen" Geld ist auch noch vorhanden und die Rente ist jedenfalls sicherer, als heute ein Arbeitsplatz.

von
Herz1952

Nachtrag:

Selbst wenn Ihre Schwiegereltern vielleicht auf zu "großem Fuß" gelebt haben, die Erinnerung kann ihnen auch niemand nehmen. Das gönne ich ihnen sogar.

Vielleicht werden Ihre Schwiegereltern etwas glücklicher und auch Sie haben Ihre Ruhe.

von
Neurentner

Zitiert von: Althaus

Meine Schwiegereltern sind nur am Mekern, wenn es um die eigene Rente geht. Die Schwiegermutter war nie arbeiten, daher hat sie auch keine Rente zu erwarten. Der Schwiegervater hat mal sehr gut verdient und kaum was zur Seite gelegt.
Nun müssen sie mit 2.000€ Rente/Monat auskommen und sind nur am Mekern, da das Geld nicht ausreicht. Im Grunde genommen weiss doch jeder, daß die Rente die man vom Staat zu erwarten hat nicht ausreicht, oder?

Hallo,

" wie man sich bettet, so schläft man " oder

" spare in der Zeit, so hast du in der Not "

Mit diesen und ähnlichen Weissheiten, inhaltlich mit Sinn und Verstand, sind wir doch alle im Laufe des Lebens konfrontiert worden.

Der Eine hat sie rechtzeitig begriffen, der Andere evtl. später und Leute wie deine Schwiegereltern eben gar nicht.

Jetzt kommt die Retourkutsche und mit ihr das große Jammern :-((

Mein Ratschlag:
Sich vom lieb gewonnenen höheren Lebensstandard vergangener Zeiten verabschieden und künftig " kleinere Brötchen backen " !
Mit 2000 Euro mtl. Renteneinkünften durchaus machbar.