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Was steckt wirklich hinter der Riester?

von
Lenie

Einen wunderschönen guten Abend. Ich hätte da mal eine wichtig Frage für mich. Hab seid letzter Woche zwei Riester Renten Angebote hier liegen und frag mich was eigentlich dahinter steckt. Ich hatte zwar kurze Gespräche mit der Versicherung hab haber wenn ich erhlich bin nur Bahnhof verstanden :-(

Was ist denn da der Sinn von?
Freu mich auf eine Antwort

Lenie

von
andjessi

Erst hier lesen, dann ggf. weiter fragen:

http://www.ihre-vorsorge.de/riester-rente.html

von
-_-

Zitiert von: Lenie

Was ist denn da der Sinn von?

Von vielen Menschen "vermuteter" Sinn der Riesterrente ist die Förderung der privaten Versicherungswirtschaft zu Lasten der gesetzlichen Rentenversicherung. Der Anbieter muss zum Beginn des Auszahlungszeitpunktes nur mindestens die Summe der eingezahlten Beiträge garantieren. Das impliziert erhebliche Inflations- und Zinsverluste. Eine Durchführung privater Vorsorge unter dem Dach der gesetzlichen Rentenversicherung wäre sehr viel preisgünstiger und sicherer gewesen, doch dazu löchern Sie doch besser einen Bundestagsabgeordneten.

Ein weiterer Grund ist die Entlastung des Staates von Sozialhilfeaufwendungen bei einer insgesamt älter werdenden Bevölkerung. Daher auch die staatlichen Zuckerstückchen der "Förderung".

Leider erst als dritten Grund kann man die private Altersvorsorge nennen. Es wird eine lebenslange Rente in gleichbleibender oder steigender Höhe gezahlt. Bei Tod des Versicherten vor Ende der vereinbarten Garantiezeit kann der Ehepartner die Rente für diese Zeit weiter beziehen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Riester-Rente

von
Nix

...und immer schön, den Beitrag jedes Jahr anpassen, so daß wirklich monatlich 4% vom Bruttolohn in diese Versicherung einzahlen, sonst wird die staatliche Zulage von EUR 154,-- jährlich entsprechend gekürzt! Und eventuelle Kinderzulagen werden entsprechend Ihrer Mindereinzahlung bei Nichtanpassung ebenfalls entsprechend gekürzt!

Dann nämlich lohnt sich die Riesterrente überhaupt nicht.
Lebensversicherungen lohnen sich nach Wegfall der Steuervorteile nicht mehr.
Rentenversicherungen lohnen sich wegen der geringen Verzinsung ebenfalls nicht mehr.
Und das Ganze als Riesterrente verpackt dient nur der Förderung der Privatversicherungswirtschaft.
Ich unterstelle Walter Riester Machenschaften mit Herrn Maschmeyer von der AWD - ein Vermittlerbund, der schon oft in der Negativkritik geraten ist. Nur wegen der Zusammenarbeit dieser beiden Personen ist die Riesterente entstanden.

Googeln Sie mal die Namen Walter Riester und AWD, dann werden Sie mehr erfahren.

Alternative:
Einen Aktienfondssparplan mit monatlich EUR 100,-- in einen guten Aktienfonds einzahlen.
Am besten ohne Ausgabeaufschlag z.B. bei Direktbanken wie ING/DIBA und zahlreichen anderen Anbietern wie www.fondsdiscount.de www.infos.com

Zusätzlich wegen der "Versicherungskomponente" eine Risikolebensversicherung mit einer Summe von EUR 100.000,-- besparen.
Hier dürfte der Beitrag bei Direktversicherungen wie Cosmos etc. günstig sein.

Zulagen bekommen Sie bei diesen beiden Produkten nicht. Deshalb bringt der Aktienfonds langfristig - über 30 Jahre - 8% Rendite...Wirtschaftskriese hin oder her.
Und als Fondsauszahlplan können Sie den, wenn Sie 67 Jahre alt sind, auch verrenten...sich monatlich einen festen Betrag auszahlen lassen....eben wie das Versprechen Ihrer Lebens- Rentenversicherungen...bloß mit der Option auf höhere Auszahlbeträge, weil das angesparte Kapital bis zur Rente viel höher sein wird.

Viele Grüße
Nix

von
Hallo

Riester ist sowieso ein Witz.
Wer knapp unter der Beitragsbemessungsgrenze verdient, dem bringen steuerlich betrachtet, seit der besseren Absetzbarkeit der Sozialbeiträge, seit letztes Jahr, die Einzahlungen gar nichts mehr.

Also sich zuvor steuerlich schlau machen oder so einen Steuerfuzzi fragen, wovon ich aber auch abrate, weil die machen auch nur das aller nötigste.

von
Lili

Ich würde ein paar Euro in eine Beratung bei der Verbraucherzentrale investieren, pauschale Ratschläge nützen nicht viel. Angebote und am besten letzten Einkommensteuerbescheid mit hinnehmen!

von
Nix

Verbraucherzentrale ist gut und neutral.
Die Entscheidung für das eine oder andere oder für überhaupt kein Produkt muß der Kunde letztendlich selbst treffen - hat auch was mit Anlagetyp zu tun.

Viele Grüße
Nix

von
Maikäfer

irgendwelche Verarsche der Politiker zu Lasten der Rentner bzw. zukünftigen Rentner

von
Lenie

Also wenn ich das richtig verstehe ist die eigene Rente eigentlich für den Hinter. Oder? Eigentlich sollte man es doch so einfach haben wie möglich und nicht erst ein Studium abschließen müssen um die Renten zu verstehen gg

Nee mal im ernst. Ich Blick da absolut nicht mehr durch bei dem ganzen durcheinander

lg lenie

Experten-Antwort

Hallo Lenie,

die „Riester-Rente“ ist eine von vielen Möglichkeiten Vorsorge fürs Alter zu betreiben. Wichtig ist, dass sich der Verbraucher eingehend über die am Markt vorhandenen Produkte informieren sollte. Dazu kann er die Informationsangebote wie sie beispielsweise von der Deutschen Rentenversicherung und den Verbraucherzentralen angeboten werden nutzen. Die Deutsche Rentenversicherung kann Ihnen insbesondere Informationen rund um das Thema „staatlich geförderte Altersvorsorge“ geben. Wer `s umfangreicher mag, kann auch an einem der bundesweit angebotenen Kurse „Altersvorsorge macht Schule“ an den Volkshochschulen gegen geringe Teilnahmegebühr teilnehmen.

Die „Riester-Rente“ wird staatlich gefördert. Und das nicht unattraktiv. Die Stiftung Warentest hat wiederholt Riesterprodukte positiv getestet.

Förderleistungen werden nur unter Einhalten bestimmter Regeln gewährt. Der Staat fördert die zusätzliche kapitalgedeckte Altersvorsorge (Riester) durch Zulagen und Steuererleichterungen. Zu diesem Zweck besteht der sogenannte zusätzlichen Sonderausgabenabzug nach § 10a Einkommenssteuergesetz, der in der Folge das zu versteuernde Einkommen in der Jahressteuererklärung mindert. Die Steuerersparnis kommt allerdings nur dann zum Zuge, wenn die Zulagenförderung geringer ausfällt als die zu gewährende Steuerminderung. In einer sogenannten Günstigerprüfung nimmt das Finanzamt in jedem Fall eine entsprechende Berechnung vor, die aus dem Steuerbescheid ersichtlich wird.

Die pauschale Aussage eine Riester-Rente lohnt sich nicht ist nicht zutreffend. Wir sind davon überzeugt, dass die „Riester-Rente“ für große Teile der gesetzlich Rentenversicherten eine attraktive Möglichkeit darstellt zusätzlich Altersvorsorge zu betreiben.

Wir empfehlen Ihnen bei der nächst gelegenen Auskunfts- und Beratungsstelle einen Termin zu vereinbaren, damit Sie individuell beraten werden können. Vorab können Sie sich gerne im Internetangebot der Deutschen Rentenversicherung die Broschüre „Altersvorsorge – heute die Zukunft planen“ anschauen ( www.deutsche-rentenversicherung-rlp.de ). Die Ihrem Wohnort nächst gelegene Beratungsstelle können Sie unter dem Link „Service/Beratungsstellen“ ermitteln.

von
DN

Hallo

Die Riester-Rente würde ich nicht ohne weiteres schlecht reden.

Natürlich ist eine Sparsumme von 4 % des Jahresbruttos für die volle Zulage nicht wenig, allerdings verringert sich der Sparbeitrag um die Zulage.

Nehmen wir also einen Verdienst von 32.000 Euro. Gesamter Sparbeitrag somit = 1.280 Euro abzgl. der Zulage von 154 Euro = 1126 Euro pro Jahr.

Nicht wenig, aber die Förderqoute - quasi die Verzinsung - beträgt immerhin garantiert 12 %. Hinzu kommt die reguläre Verzinsung bei Rieserrenten sowie eine evtl. Steuerersparnis. Wer Kinder hat, kommt noch mehr Zulagen, so dass bei zwei Kindern die Förderquote knapp 47% beträgt.

Das soll ein Fonds oder eine andere Sparanlage erstmal dauerhaft schaffen.

Weiterer Vorteil ist, dass meines Wissens nach Riester-Renten in der Ansparphase pfändungssicher sind (lass mich hier aber gerne belehren). Andere Sparformen aber z.T. nicht.

Was der evtl. "Verbund" Walter Riester AWD sowie die Provisionen der Kapitalgesellschaften bei der Geldanlage betrifft: Geld verdient die Bank/Versicherung immer - egal wie und egal wobei. Sonst würden diese es auch nicht machen, oder?

Natürlich weiss niemand, wie sich der Euro entwickeln wird. Was im schlimmstens Fall aus der Geldeinlage wird, ebenfalls keiner. Dies betrifft aber alle Geldanlagen.

Unter Umständen kann es passieren, dass die Rieser-Renten auf Ansprüche der gesetzlichen Rentenversicherung in ferner Zukunft angerechnet werden, wer garantiert aber, dass andere Renten (Lebensversicherung, ...) nicht ebenso angerechent werden?

Lange Rede kurzer Sinn: So schlecht ist die Riester-Rente nicht.

Natürlich gibt es individuell gesehen besser Anlageformen, aber pauschal zu behaupten Riester-Rente taugt nichts, ist nicht hilfreich.

Machen müssen die Leute etwas. Was soll jeder für sich entscheiden. Stiftung Warentest hatte hierzu in der Vergangenheit einige gute Beiträge.