Was tun mit bestehender fondsgebundenen RV?

von
T Rash

Guten Tag
seit 7 Jahren zahle ich monatlich anfangs 50, jetzt 89 Euro in eine fondsgebundene Rentenversicherung (AFA Global Selection Fonds Warburg).

Ich lies mir vor wenigen Tagen meinen aktuellen "Kontostandes" zuschicken. Dort musste ich feststellen, dass mir etwa 1/3 des eingezahlen Geldes fehlen.
Nun ist mir bewusst, dass meine RV an den Fond-Wert gebunden ist. Aber selbst, wenn ich den tiefsten Wert des Fonds über 7 Jahre hochrechne, fehlt ein viel zu großer Betrag - über den sich vermutlich mein Berater freut.

Zusätzlich bin ich durch den Stiftung Warentest - Bericht verunsichert.

Soll ich einfach so weitermachen?

Wenn ich mich für eine andere RV entscheide, kann ich meine monatlichen Einzahlungen verringen?

Wenn ich diese RV komplett kündige, dann erlischt vermutlich mein Anspruch auf das Geld?

Vielen Dank für alle Ideen.

T. Rash

von
VMann

Gestern war ein Freund bei mir, der hat sich vor 15 Jahren auch so einen Mist von einem MLP-Vertreter andrehen lassen.
Der Fonds ist 2008 mit wehenden Fahnen in die Krise und seither joggelt der nur noch auf unterstem Niveau herum.
Die letzte Börsen-Erholung 2009...... ist auch kaum bemerkbar.

Wenn auch in guten Zeiten sich kaum mehr was getan hat, gibt es doch nur eine Kosequenz.
Weg damit und nicht noch mehr gutes Geld zu dem bereits verfaulten dazu schmeißen.

VMann

von
NightTrader

http://www.comdirect.de/inf/fonds/detail/chart.html?timeSpan=SE&ID_NOTATION=3668044&;

Gucks Dirs mal ganz genau an.
11% Verlust in 10 Jahren.....
Wir stehen schon wieder vor dem nächsten größeren Einbruch.
Vermutlich wird sich auch bei wirklich guten Fonds das Niveau in Zukunft grundsätzlich wesentlich tiefer bewegen.
Das wird mit dem nie mehr was gescheites.

DaySleeper

von
Anna

Ich würde den Vertrag ruhen lassen.

von
Anna

Und, bevor ich eine neue abschliesse, erst mit dem Vertrag zur Verbraucherzentrale gehen und alles durchrechnen lassen - die Gebühr lohnt sich, wenn Sie selbst nicht den Überblick haben.

Wir bekamen diese Woche von der freundlichen Bankberaterin Angebote für Riester-Verträge. Es war sogar für uns leicht auszurechnen, dass wir mit durchschnittlicher Lebenserwartung nicht mal das eingezahlte Geld zurückbezahlt bekommen.

Diese Dame hatte auch schon mal versucht, uns Lehman-Zertifikate zu verkaufen, zum Glüück erfolglos.Das Risiko hatten wir zwar nicht gesehen, aber wenig Chancen auf Gewinn.
Jetzt hat sie es offenbar mit "sicheren" Anlagen versucht...

von
Hannikel

Eine Möglichkeit wäre den Vertrag ruhen zu lassen.

Falls eine garantiere Auszahlungssumme besteht, kann man auch weiterhin den Betrag einzahlen, der für die Auszahlung der garantierten Summe erforderlich ist. Auf Basis dieser garantierten Auszahlungsumme, die ja bei Vertragsbeginn bekannt ist, kann die Rentabilität errechnet werden. Allerdings muß man genau prüfen, unter welchen Bedingungen diese garantierte Summe gültig ist. Kündigt man zum Beispiel den Vertrag vorzeitig, ist die bzw. eine Auszahlungssumme nicht garantiert.

von
Nix

Hallo T.Rash!
Ich halte von dem ganzen fondsgebundenen RV-Hokus-Pokus üerhaupt nichts.
Ich bespare seit über 20 Jahren meine Aktienfonds über comdirect in Verbindung mit einem Fondsshop zu null Prozent Ausgabeaufschlag und null Prozent Depotgebühren(Sonderkonditionen über Fondsvermittler http://www.fondsdiscount.de).

Jegliches "Beimischen" einer Versicherungskomponente führt zur Senkung der Gesamtrendite des angelegten Kapitals und in Baisse-Phasen zu einem Verlustgeschäft.

Rechnet man dann auch noch die gezahlte Provision heraus, dann bleibt bei diesen Versicherungsprodukten auf jeden Fall ein Verlust übrig.

Vor einem Neuabschluß einer "anderen" Privaten RV rate ich als Geldanlagen-Kundiger ab. Das führt nur zu weiteren Provisionen, die Sie bis zum Rentenalter nicht mit ausreichend Gewinnen wettmachen können.
Allerdings ist der jetzige Zeitpunkt auch schlecht, Aktienfondsanteile aufzulösen, weil die Kurse wegen der Kriese nicht besonders hoch sind.
Vielleicht sollten Sie den Vertrag ruhendstellen, wenn das geht und eine Hochkonjunktur abwarten, bis Sie die Fondsanteile auflösen.
Beim Einrichten eines Fondssparplanes wie von mir oben beschrieben, fallen keine Abschlußprovisionen an und wie gesagt, Depotgebühren auch nicht.
Stoppen, Pausieren und Wiedereinsetzen des Sparplanes ist ohne Zusatzkosten jederzeit möglich, ohne einen "Vertrag" kündigen zu müssen.
Schließlich geht es darum, Geld zur Seite zu legen, und dabei stört eine Rentenversicherung, die bei Ihrem Produkt dran gekoppelt ist.
Parallel zu einem Aktienfondssparplan kann man bei einem Direktversicherer eine Risiko-LV für den Partner als Begünstigter abschließen, das Trennen von Aktienfondssparplan und Risiko-Versicherung spart enorme Kosten.

Viele Grüße
Nix

von
Nix

Ach ja, und dann war da noch die Riesterrente, die von Walter Riester rausgebracht wurde, um der Banken- und Versicherungslobby in Deutschland ein tolles Geschäft zu bereiten und Arbeitsplätze zu sichern.
Es ist mehrfach berichtet worden, daß die EUR 154,-- Staatszulage lediglich in den Provisionstopf der Anbieter läuft, weil mindenstens soviel an Provision zu zahlen ist, beim Abschluß solcher Riesterprodukte.
Schon deshalb ist davon abzuraten.
Das Argument, daß es doch noch Kinderzulagen etc gibt, lasse ich in dem kinderarmen und fortpflanzungsgehemmten Deutschland angesichts der recht hohen Scheidungsraten nicht gelten.

Die EUR 154,-- sind nämlich nur dann EUR 154,--, wenn auch mindenstens 4% vom Bruttoentgelt in den Vertrag eingezahlt wird. Und für die Anpassung der Zahlbeträge hat der einfache Arbeitnehmer (Maurer, Schlosser, Kfz-Mechaniker) teilweise auf Hauptschulniveau selbst zu sorgen. Es sind schließlich nicht alle Menschen Profis, Bankkaufleute, Versicherungsexperten etc.
Ob das alle machen, wage ich zu bezweifeln.

Viele Grüße
Nix

von
fettes Toastbrot

Ich gebe nix vollkommen Recht. Im übrigen ist es absoluter Unsinn, mehr als notwendig in einen Riestervertrag einzuzahlen.

Ich kenne Leute die zahlen 100 EURonen in einen vertrag obwohl der Mindesteigenbeitrag genügt. Wissen die nicht, dass die Riesterrente voll besteuert wird und Steuervergünstigungen in der Einzahlungsphase nur Besserverdiener absahnen?

von Experte/in Experten-Antwort

bitte haben Sie dafür Verständnis, dass die Experten der Deutschen Rentenversicherung, hierzu keine Tipps geben denn wir können und dürfen Ihnen keine Empfehlung aussprechen.