Wechsel des Rentenversicherungsträger

von
Ulrich

Hallo,
schon immer war ich bei der BFA Rentenversichert.
Nun bin ich ohne mein Wissen zur KBS gewechselt worden.
Wie kann ich mich dagegen wehren ?

von
Knut Rassmussen

Ja, gehen Sie zur nächsten Wahl.

Sie können auch eine Petition einreichen.

Mangels weiterer rechtlicher Grundlagen können Sie sich leider nicht gegen dieses Geschenk der Bundesregierung an die Landesfürsten wehren.

Es lebe der Förderalismus. Jedem seine eigenen Kultusminister. Und seine eigene Rentenversicherung... oder 2 eigene ...

von
Kurios

Lieber Ulrich,Zum einen heisst es nicht Bfa, sondern seit über 3,5 Jahren!!!! DRV Bund

Da stellt sich dem normalen Menschenverstand doch die Frage warum wollen Sie den Rentenversicherungsträger wechseln und vor allem zurück zu einem Träger, wo sie noch nicht mal nen Namen kennen,obwohl Sie bei dem Sie schon seit "immer"versichert waren.

Sehr seltsam????

von
H

Der Grund Ihres Wechsels von der DRV Bund zur KBS ist im § 274c SGB6 geregelt. Aber es ist für Sie kein Nachteil. Auch dort werden Sie als Kunde kompetent und gut bedient.

von
Jonas

Hallo Ulrich!

Sie werden eigentlich überall genau so gut, wenn nicht besser, behandelt, wie bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (ehemals BfA) in Berlin. Nachteile haben Sie überhaupt keine, wenn Sie nicht in Berlin versichert sind.

Wenn Sie unbedingt weiter in Berlin versichert sein möchten, so teilen Sie dies schriftlich, unter Angabe von Gründen, der DRV KBS mit. Ich weiß, dass diesen "Wechselanfragen" schon stattgegeben wurde.

Ich könnte diesen Schritt jedoch nicht nachvollziehen.

Ich möchte Sie auch noch darauf hinweisen, dass die DRV KBS teilweise im Auftrag der DRV Bund arbeitet, dass heißt das Sie zwar bei der DRV Bund versichert sind, die Bearbeitung Ihres Vorgangs wird aber von der KBS übernommen. Ein entsprechender Vermerk steht auf den Schreiben.

MfG

Jonas

von
Knut Rassmussen

Diese Kooperation ist beendet.

von
Jonas

Sicher? Vor kurzem, ca. 3 Monate, gab es die Kooperation zwischen DRV Bund und KBS noch.

von Experte/in Experten-Antwort

Durch das Gesetz zur Organisationsreform ist die Zuständigkeit der Bundesknppschaft, der Bahnversicherungsanstalt und der Seekasse ab dem 01.01.2005 auf alle Versicherten ausgedehnt worden, die irgendwann einmal einen Beitrag für eine knappschaftliche oder seemännische Beschäftigung bzw. Bahnzeiten entrichtet haben. Durch diese gesetzliche Regelung ist damit die KBS Dauerkontoführer geworden.

von
Knut Rassmussen

Die Vereinbarung endete zum 30.04.2008.

von
Rosanna

Wenn jetzt die DRV Bahn-Knappschaft-See zuständig ist, ändert sich gar NIX. Dort gelten die gleichen Gesetze wie bei der DRV Bund. Oder haben Sie die Befürchtung, dass Ihr Image als (BfA-) DRV-Bund-Versicherter verloren geht?
Lachen Sie nicht, das habe ich auch schon von ehemaligen BfA-lern gehört, wenn die Zuständigkeit zur früheren LVA gewechselt hat!

von
Jonas

Wie gesagt, frage nur nach, weil eine Bekannte vor ca. 3-4 Monaten ein entsprechendes Schreiben bekommen hatte.

Ist ja auch egal.

Danke für die Auskunft.

von
Mitarbeiterin

Hallo Ulrich, dagegen können Sie nichts machen. Ich bin auch Mitarbeiterin dieser "Anstalt" und mein Rentenkonto wird jetzt beim Regionalträger geführt. Wir sind die 5%, die die DRV Bund an die Regionalträger bzw. an den Bundesträger KBS abgeben muss, damit die weiter exestieren können. Aber seien Sie getröstet, die Rente wird auch nicht anders berechnet, als bei der DRV Bund (ehemals BfA)
MfG
Mitarbeiterin

von
Wechsel

Na ja, ich kenne das auch umgekehrt!

von
Mammutbehörden

Man könnte auch umgekehrt argumentieren:

Mammutbehörden sind ortsfern, unpersönlich und schwerfällig. Nicht zuletzt aus jenem gutem Grund gibt es ja auch keine Bundesgemeinden- oder Bundesstädteverwaltung.

Rein theoretisch könnte man alle Behörden auf Bundesebene konzentrieren. Fragen Sie doch einfach einmal Ihre Mitbürger, was die davon so halten...

Oder schauen Sie sich manche beknackten Verordnungen innerhalb der EU an, die zum Teil kein Mensch vor Ort mehr versteht.

von
Wolfgang

Mein Senf dazu:

aus den Erfahrungen diverser Anträge/Anfragen heraus ist die örtliche KBS 'bemüht', die Bearbeitungszeiten des Regionalträgers und der DRV Bund seit Org-Reform 2005 zu erreichen und aus dem Sumpf halbgarer Kontenüberspielungen heraus zu kommen ;-)

Wie meine Vorredner und Vorrednerinnen zuvor, rechtlich ist es seit 1957 (?) völlig egal, welcher Träger die Rente berechnet, die Vorschriften waren/sind immer die gleichen ...auch wenn da Animositäten abgeleitet vom Trägernamen existieren sollten.

Gruß
w.

von
B´son

Es gibt noch einen anderen Grund, aus welchem so ein "Wechsel" zustande kommen kann...

Haben sie jemals (mindestens) 1 Monat knappschaftlich oder bei der Bahn gearbeitet, dann findet so ein Kontowechsel ebenfalls statt.

P.S. : Ich würde mich über einen "Zwangswechsel" zur KBS übrigens auch nicht freuen, da ich deren "Bearbeitungszeiten", oder soll ich besser sagen "Liegenlasszeiten" kenne.