Wechsel Rehaklinik wg. fehlerhafter u. fehlender Arztdiagnose

von
Sonnenblume

Hallo,
mein Mann hat seit Jahren Rückenprobleme und schon immer einen stressigen Job. Seit letztem Jahr ist er immer erschöpfter geworden, die Schmerzen häufiger - dieses Jahr Burnout. Nachdem er monatelang beim Orthopäden wg Rückenschmerzenin Behandlung war, hat die Hausärztin ihn zum Neurologen, Psychiater geschickt. Dieser hat einen Eilantrag auf Reha an die Rentenversicherung geschickt. Es wurde eine Reha in einer psychosomatischen Klinik ohne orthopädische Behandlungsmöglichkeiten bewilligt. Erst auf ausdrückliche Nachfrage hin, händigte der Psychiater den Befundbericht für den Rehaantrag an uns aus. Wir stellten fest, dass dieser eine überhaupt nicht zutreffende Diagnose gestellt hat, und zwar Alkoholmissbrauch. die Diagnose des orthopäden, Lumboischalgie, auf die mein Mann ihn hingewiesen hat, hat er nicht in den Befund aufgenommen. Er hat sich auch nciht mit den anderen behandelnden Ärzten abgestimmt. nun ist mein Mann in eine rein psychosomatischen Klinik gekommen. Dort will man ihn zum Wandern schicken, aber er kann aufgrund von Schmerzen und krampfartigen Verspannungen aber nur wenig gehen.
Wir haben den Psychiater auf die falsche Diagnose angesprochen, daraufhin hat er an die Rentenversicherung geschrieben, dass diese die Diagnose Alkoholmissbrauch löschen soll. Mein Mann benötigt nicht nur psychische Behandlung, sondern auch eine orthopädische Behandlung. In der Klinik, wo er jetzt ist, gibt es das nicht. Was müssen wir tun, damit er die Rehaklinik wechseln kann? Wir sind ganz verzweifelt, er war im letzten jahr mehrfach arbeitsunfähig, zuletzt seit Juli 2011. Er möchte so gerne wieder arbeitsfähig werden.

von
-/-

Mal abgesehen davon, daß ich es nicht verstehe, wieso Einzelfallprobleme hier im Forum gepostet werden, anstatt solche Punkte bei der zuständigen Sachbearbeitung vorab telefonisch mitzuteilen, sollte der Sozialdienst der Klinik schleunigst kontaktiert werden. Vielleicht ist im Zusammenspiel Sozialdienst und Sachbearbeitung eine Lösung zu finden.

von
Nix

Da Ihr Ehemann bereits in der Rehaklinik ist und die Reha also bereits angetreten hat, sollte er sich schleunigst mit den Stationsärzten absprechen und die Reha ggf. sofort abbrechen, falls er sich dort nicht richtig aufgehoben fühlt.
Zu Hause angekommen, sollte er die nächste Beratungsstelle aufsuchen und eine Heilstättenänderung beantragen/Umeinweisung in ein anderes Haus.
Mehr kann man von dieser Stelle nicht anraten.
Viele Grüße und Geduld bis zur Wiederaufnahme in die neue Klinik. Meistens wird noch der Entlassungsbericht abgewartet...
Nix

Experten-Antwort

Ich kann mich den Antworten nur anschließen.

Ihr Ehemann sollte schnellstens mit den behandelnden Ärzten über einen möglichen Klinikwechsel sprechen und auch gleichzeitig den zuständigen Rentenversicherungsträger informieren. Das weitere Vorgehen wird von dort aus veranlasst.

Wenn Ihr Ehemann vor der Reha-Leistung Krankengeld bezogen hat, sollte er auch mit dieser Kontakt aufnehmen; besonders wenn er von der Kasse zur Reha-Antragstellung aufgefordert wurde.

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