Wechsel sinnvoll? Erwerbsmind.rent in Altersrente bei 50% Schwerbeh.

von
Lenika

Meine Mutter erhält seit 2004 Rente wegen voller! Erwerbsminderung, sie hat einen GdB von 50% (schwerbehindert)
Keinerlei Berufstätigkeit mehr seit Rentenbeginn.
Jetzt ist sie 63 geworden.

1.
Soll sie jetzt einen Antrag auf Altersrente stellen (Vor-oder Nachteile???)
oder einfach die Erwerbsmind.rente weiterlaufen lassen.

2.
Wäre die Altersrente exakt genauso hoch wie die Erwerbsunf.rente oder höher?

3.
Sie hat einen Abschlag/Zugangsfaktor von 0,892.
Bleibt dieser Abschlag auch in der Altersrente bestehen?

Vielen Dank!

von
lotscher

hallo Lenika,

da die bisher gewährte Ew-Re mit Kürzungen wegen vorzeitiger Inanspruchnahme verbunden war, ist nach meiner Kenntnis der Wechsel in eine Altersrente wegen Schwerbehinderung, unterstellt, die Anspruchsvoraussetzungen dafür werden alle erfüllt, vorteilhaft, da diese Rente ab dem 63. Lbj. keine Minderung mehr enthielte, um die Differenz zum Faktor 1,0000 würde sich die Rente steigern.

Die Neueberechnung nach aktuellem Recht bringt aber fast immer eine Verschlechterung der Punkte insgesamt mit sich, wofür ab 2005 geltende Neuregelungen für Zeiten schulischer und beruflicher Ausbildung verantwortlich sind.

Alles zusammen würde aber letztlich gegeneinander aufgerechnet.

Auch wenn nach Gegenrechnung weniger rauskommt, bleibt es bei den Punkten aus der vorangegangenen Rente, worauf sie Besitzschutz hat.

Die Inanspruchnahme zu einem noch späteren, etwa ab 65, mach es noch weniger wahrscheinlich, dass unter dem Strich etwas positives rauskommen kann, weil bei einem Rentenbeginn nach 2008 noch schlechtere Bedingungen gelten.

von
Schade

Stellen Sie diese Fragen doch bei dem RV Träger, der die Rente zahlt, dann wissen Sie es genau!
Sie müssen dazu nur eine Briefmarke investieren.

von Experte/in Experten-Antwort

1. Die Anhebung der Altersgrenze (Altersrente für Schwerbehinderte) gilt nicht für
- Versicherte, die bis zum 16.11.1950 geboren sind und am 16.11.2000 schwerbehindert, berufsunfähig oder erwerbsunfähig waren.
Diese Versicherten können die Altersrente weiterhin nach Vollendung des 60. Lebensjahres - ohne Abschlag - in Anspruch nehmen ( das bedeutet: der bisherige Zugangsfaktor beträgt nunmehr 1,0).

2. Die Versicherten (geboren ab Januar 1944) können mit Vollendung des 63. Lebensjahres eine Altersrente für Schwerbehinderte erhalten. Der bisherige Zugangsfaktor (hier: 0,892) bleibt für die bisherigen Entgeltpunkte weiterhin maßgebend.

3. Aufgrund der Besitzschutzregelung wird die Altersrente mindestens in der bisherigen Höhe weitergezahlt. Ein geringerer Rentenbetrag kann somit nicht zur Auszahlung kommen. Die Nachfolgerente (Altersrente) wird, weil keine weiteren Beitragszeiten zurückgelegt wurden, in der Regel nicht höher.

4. Auch aufgrund der gfls. zu versteuernden Renten ergeben sich keine Änderungen. Es ist unerheblich ob eine Rente wegen Erwerbsminderung oder eine Altersrente geleistet wird.

von
Lenika

Vielen Dank an Experte für die Antwort.

von
dieter

Wenn Pkt. 1 des Experten auf eine Person zutrifft, heißt das dann auch, das die Altersrente ab 60 umd den 10,8 % Abzug aufgestockt wird ?