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Wechsel vom Minijobber in Teilzeit bei voller EMR möglich???

von
Nadine

Hallo zusammen,

ich hatte (mal wieder) ein Gespräch mit meinem AG. Ich bekomme eine volle EMR und verdiene mir monatlich 396€ bei 39h/mtl. dazu. Nun will mich mein AG hochstufen, damit ich im Unternehmen nicht mehr als geringfügig Beschäftigte gelte. Ich weiß, das dies zu einer Rentenkürzung führt. Drum habe ich meinem AG gesagt, das der Abzug wieder rechnerisch herauskommen muß, sodaß ich kein Minus mache. In meinem monatlichen Maximalverdienst bei der 25%igen Kürzung bin ich noch drin, jetzt verhandel ich noch über den Stundenlohn um kein Minus zu bekommen bzw über die erlaubte monatliche Arbeitsszeit.
Mir ist bekannt, das ich die 3h am Tag nicht überschreiten darf (was auch nicht der Fall ist) aber wie berechne ich die maximale monatliche Arbeitszeit um meine volle EMR nicht zu gefährden??? Einfach

von
KSC

Sobald Sie mehr als 400 € verdienen ist die volle EM Rente weg.

von
maxundmoritz

Außerdem ist mit einer Nachprüfung der weiteren Rentenberechtigung wegen einer vollen Em-Rente zu rechnen!

Ist es das Wert?

von
maxundmoritz

Außerdem ist mit einer Nachprüfung der weiteren Rentenberechtigung wegen einer vollen Em-Rente zu rechnen!

Ist es das Wert?

von
Nadine

Das ich eine Kürzung bekomme weiß ich ja, dann wird die Rente bei voller Erwerbsminderung nur noch zu dreiviertel bezahlt. Ein völliger Wegfall der Rente besteht dann ja nicht.

Mit der Nachprüfung der weiteren Berechtigung ist mir auch klar, aber wenn ich nicht über die monatliche Höchstarbeitszeitgrenze komme, dürfte es ja dann keine Probleme geben. Soll heißen, das ich täglich immer noch unter den 3h bleibe. Mein Stundenlohn soll nämlich drastisch erhöht werden um nicht ins Minus zu gehen.

von
egal

Übersteigst du die 400€ gibt's meines Wissen keine volle EM-Rente mehr, Nadine. Das die volle EM-Rente dann einfach gekürzt wird, kann ich mir nicht vorstellen. Dann wird wohl eine anteilige EM-Rente draus, sicher weiß ich das aber nicht.

von
maxundmoritz

Nadine Sie haben mich vermutlich nicht richtig verstanden!

Ich meinte eben nicht nur eine formelle Kürzung der Rente sonder eben unter Umständen eine Überprüfung durch einen Gutachter ob Ihnen überhaupt noch eine solche Rente zusteht und da stelle ich mir eben die Frage ist es das Wert!

von
Nadine

Wenn ich aber nachweislich (durch einen Gutachter) trotzdem nicht fähig bin mehr als 3h am Tag zu arbeiten, darf doch die Rente nicht aberkannt werden. Ist ja nicht so, das ich nur kurzfristig erkrankt war, in meinem Fall besteht MS (und diverse andere Krankheiten) und diese Erkrankung ist heute so und morgen wieder völlig gegensätzlich. Mein jetziger AG nimmt darauf volle Rücksicht, das ich auch mal ausfalle diesbezüglich (was heute nicht mehr viele machen) und deswegen möcht ich den Job ungern aufgeben müßen.

von
Klaus-Peter

Den genauen Stundenlohn den Sie mit ihrem AG vereinbaren spielt für die RV keine Rolle. Das ist eine Sache zwischen Ihnen und ihrem AG. Es geht der Rentenversicherung NUR um den Monatsgesamtverdienst hinsichtlich einer Rentenkürzung bei Überschreitung der zulässigen Hinzuverdienstgrenze von 400 € bei einer vollen EM-Rente.

Und wenn Sie dann noch bei ihren 39 Arbeitsstunden pro Monat = unter 2 Stunden täglich bei einer 5 Tage Woche beliben ist doch alles bestens. Und wenn Sie jetzt durch den erhöhten Stundenlohn eben dann mehr als die erlaubten 400€ verdienen wird ihre volle EM-Rente halt anteilig gekürzt. Wo ist das Problem ?

Die grundsätzliche Bewilligung/Weitergewährung der vollen EM-Rente steht doch - bei Einhaltung der unter 3 Stunden täglich Regelung - überhaupt nicht zur Debatte. Auch wird ihre volle EM-Rente bei Überschreitung der 400 € Hinzuverdienst weder daraufhin von der RV überprüft, geschweige denn im Ergebnis dieser Prüfung in eine teilweise EM-Rente gekürzt oder gar ganz entzogen. Das ist doch Blödsinn und dafür gibt es doch gar keine Grundlage seitens der RV da überhaupt akrtiv zu werden. Das ist eine reine finanzeille Verrechnungssache des Lohn mit der Rente wegen der Überschreitung der Hinzuverdienstgrenze und sonst nichts !

Wichtig ist die Einhaltung der täglichen unter 3 Stunden Regelung. NUR weil der med. Dienst der RV Sie für unter 3 Stunden Erwerbsfähig eingestuft hat, bekommen Sie die volle EM-Rente. Sehen Sie in ihren Rentenbescheid. Das ist einzuhalten .

Bei regelmässigem Überschreiten dieser 3 Stundengrenze liefern Sie u. U. den Beweis eben nicht mehr voll Erwerbsgemindert zu sein. Dies könnte dann wirklich eine Überprüfung ihrer EM-Rente nach sich ziehen. Sollten Sie nur eine befristete EM-Rente ( statt einer unbefristeten ) beziehen, sollten Sie noch vorsichtiger sein. Das ganze würde dann beim nächsten Verlängerungsantrag ein Thema werden. Dieser Gefahr bzw. diesem Risiko sollten Sie sich gar nicht erst aussetzen , aber Sie wollen die erlaubte Stundenanzhal ja auch gar nicht überschreiten.

von
Nadine

Danke Klaus-Peter, endlich mal jemand der verstanden hat um was es mir im wesentlichen eigentlich geht!!!

Da mein vollständiger Text, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr voll sichtbar ist, wurde er von den Vorpostern einfach nur falsch verstanden. Meine Rente war von Anfang an unbefristet.

Was ich eigentlich genau wissen wollte, war wie man die monatliche Höchstgrenze der Stunden berechnet, bei den unter 3h täglich??? Da die Arbeitstage ja jeden Monat unterschiedlich sind, muß es da ja eine Art Faktor geben. Bei meinen derzeitigen 39h werde ich nicht bleiben können, weil ich die finanzielle Kürzung der Rente über den Lohn wieder haben möchte. Mein AG hat mir angeboten den Stundenlohn zu erhöhen und meine Stundenanzahl demzufolge auch um den finanziellen Ausgleich zu schaffen. Ich möchte aber verhindern, das bei einer falschen Berechnung, ich dann über den monatlichen Höchstsatz komme.

von
egal

Zitiert von: Klaus-Peter
...Die grundsätzliche Bewilligung/Weitergewährung der vollen EM-Rente steht doch - bei Einhaltung der unter 3 Stunden täglich Regelung - überhaupt nicht zur Debatte. Auch wird ihre volle EM-Rente bei Überschreitung der 400 € Hinzuverdienst weder daraufhin von der RV überprüft, geschweige denn im Ergebnis dieser Prüfung in eine teilweise EM-Rente gekürzt oder gar ganz entzogen. Das ist doch Blödsinn ...

Blödsinn, a ha. Stimmt das, könnte ja jeder die 3 Stunden Regelung zu seinen Gunsten aushebeln. Kann ich mir nicht vorstellen. Statt zehn Euro dann mal eben 25 Euro die Stunde klingt einfach zugut um wahr zu sein. Dass man dann mit Zuverdienst SV-Pflicht unterliegt, wäre dabei absolut geschenkt. So könnte jeder die kleine EM-Rente ordentlich aufwerten.

von
Klaus-Peter

Das der Stundenlohn natürlich auch zur geleisteten Arbeitszeit/stunden passen sollte ist doch völlig klar. Schon der Arbeitgeber wird darauf aus eigenem Interesse achten.

Wenn Sie bisher " nur " 39 Stunden pro Monat gearbeitet haben , ist doch noch Luft nach oben. Das jetzt im Rahmen der Stundenlohnerhöhung und damit der Erhöhung des monatlichen Gesamtverdienstes auch die Stundenanzahl angehoben werden soll ( was ja eigentlich auch logisch ist - siehe oben ), so können Sie doch bis auf 60 Stunden pro Monat die Arbeitsstunden rentenunschädlich wie es so schön heisst erhöhen.

Bisher liegen Sie ja bei den 39 Stunden pro Monat bei nur 1,95 Stunden täglich. Also täglich 1 Stunde länger können Sie ja noch ohne Probleme hinsichtlich der 3 Stunden Regelung arbeiten.

Die Personalabteilung/ das Lohnbüro ihres Unternehmens sollte eigentlich in der Lage sein so eine Berechnung der benötgiten Stundenanzahl in Verbindung mit dem neuen Verdienst durchzuführen.

von
Nadine

@egal: 25€ bekomme ich nicht in der Stunde, das ist klar...aber eine Steigerung von über 150% ist drin, wenn man vorher nur einen Hungerlohn bekommen hat und der AG jetzt aber Order bekommen hat tariflich zu entlohnen...ist also außer der Norm der Fall

@Klaus-Peter: das bis 60h hatte ich ja auch gerechnet, aber wenn man versucht genau zu rechnen bräuchte man halt den *Faktor* weil mal 21 Arbeitstage im Monat und dann wieder 23. Ich werd versuchen die 60h glatt zu machen, damit's mit den Nachkommastellen keine Differenzen gibt und hoffe noch auf eine kleine Pokerrunde um den Stundenlohn damit ich wirklich nicht einen Cent verliere...DANKE Klaus-Peter für deine Hilfe!!!

von
-

Sehr geehrte Nadine,

wie Sie an der Fülle der bisherigen Antworten sehen, ist Ihre Anfrage sehr individuell.

Die aktuelle Hinzuverdienstgrenze bei einer 3/4 Rente wegen Erwerbsminderung finden Sie auf der aktuellen Rentenanpassungsmitteilung. Dieser Betrag ist der Bruttoarbeitsverdienst. Zusammen mit der Personalstelle Ihres Arbeitgebers können Sie dann den monatlichen Nettoverdienst ausrechnen bzw. die Arbeitsstunden ermitteln.

Ob der Wechsel in die Teilrente eine medizinische Überprüfung ihrer Rentenberechtigung auslöst, kann man nicht beantworten. Grundsätzlich hat der Rentenversicherungsträger immer das Recht, die medizinischen Voraussetzungen für das Vorliegen einer Rente wegen Erwerbsminderung zu überprüfen. Entsprechende Überprüfungen werden auch stichprobenartig durchgeführt, unabhängig von einem aktuellen Hinzuverdienst.

Um eine genaue und verläßliche Antwort zu erhalten, empfehle ich Ihnen, eine schriftliche Anfrage an ihren Rentenversicherungsträger zu stellen. Fügen Sie bitte der Anfrage eine voraussichtliche Gehaltsberechnung Ihres Arbeitgebers bei.

Mit freundlichen Grüßen