Weiterbewilligung Erwerbsminderungsrente

von
wewe

Hallo,
meine Erwerbsminderungsrente ist befristet bis 30. April 2021

Ich habe mehre Krankheiten unter anderem Krebs mit Metastasen und COPD2.
Es heisst ja immer, das bei einen Weiterbewilligung das Formular R0120 ausgefüllt werden muss, und von den Ärzten
die neuen Befunde mit gesendet werden sollen.

Muss ich Befunde mit senden? weil, ich denke das die DRV
sowieso meinen Hausarzt oder meine Fachärzte anschreiben wird,
Und sich meine Gesundheit sowieso nicht verändert hat.
des Weiteren habe ich seit letzter Woche auch Pflegegrad 2

Sehe ich das richtig?

von
Peter T.

Die Ärzte werden nur angeschrieben wenn die Unterlagen nicht aussagekräftig genug sind.
Wenn Sie wissen wollen, was Ihre Ärzte geschrieben haben, dann sollten Sie die Unterlagen selbst abfordern und mitsenden. Ich finde dies besser, selbst wenn ich etwas bezahlen muss, ehe es nachher zu bösen Überraschungen kommt, weil ihr Arzt nicht die Einschränkungen aufgeschrieben hat, die eine Erwerbsminderung rechtfertigen und vielleicht ein Widerspruch nötig wird. Und das kann man sicher nicht gebrauchen, wenn man schon krank ist.
Meine letzte Verlängerung hat rund 4 Wochen gedauert. Also schnell das Resultat bekommen...

von
Stefan

Es gibt aber auch viele Ärzte die stellen die Befunde nur nach Aufforderung durch die DRV aus.
Gruß Stefan

von
AhA

Zitiert von: Stefan
Es gibt aber auch viele Ärzte die stellen die Befunde nur nach Aufforderung durch die DRV aus.
Gruß Stefan

Dann ist man aber selbst schuld wenn man das so mitmacht. Es gibt Patientenrechte und die muss auch ein Arzt beachten. Und dazu gehört es eben nun mal das man seine Unterlagen beim Arzt jederzeit unentgeltlich bekommen kann.

von
Peter T.

Bis jetzt hat mir jeder Arzt angeboten, d<r die rund 25 bis 30 € eine Epikrise anzufertigen. Die Meisten
haben es aber auch so gemacht, bzw. ihre fortgeschrieben...
Muss jeder für sich entscheiden. Ich hatte schon schlechte Erfahrungen, wo Briefe angefordert wurden, wo alte raus gingen oder falsche Angaben drin standen. Dies zu bereinigen dauert...

von
Siehe hier

Zitiert von: wewe
Hallo,
meine Erwerbsminderungsrente ist befristet bis 30. April 2021

Ich habe mehre Krankheiten unter anderem Krebs mit Metastasen und COPD2.
Es heisst ja immer, das bei einen Weiterbewilligung das Formular R0120 ausgefüllt werden muss, und von den Ärzten
die neuen Befunde mit gesendet werden sollen.

Muss ich Befunde mit senden? weil, ich denke das die DRV
sowieso meinen Hausarzt oder meine Fachärzte anschreiben wird,
Und sich meine Gesundheit sowieso nicht verändert hat.
des Weiteren habe ich seit letzter Woche auch Pflegegrad 2

Sehe ich das richtig?

Sie haben jederzeit das Recht, sich eine Kopie der Akten Ihrer Ärzte ausdrucken zu lassen. Manche nehmen für diese Kopien Geld, manche machen das auch 'so'. Das ist dann allerdings nicht ein ärztlicher Befundbericht, wie er ggfs. dann noch von der DRV angefordert wird (die dafür dann aber auch die Kosten übernimmt), sondern meist tatsächlich nur eine Aufzeichnung von Ihren Arztbesuchen und der damit verbundenen Feststellungen. Aber auch das kann bereits hilfreich sein.
Über welchen Pflegegrad Sie verfügen, hat grundsätzlich keinen Einfluss auf die Bewilligung einer EM-Rente, ebenso wenig, wie ein festgestellter GdB. Da aber der Ihnen sicher vorliegende Bericht des MdK der Pflegekasse durchaus aufschlussreich sein kann, sollten Sie diesen ebenfalls mitschicken.

Zu empfehlen ist auf jeden Fall das Formular R0215 'Selbsteinschätzungsbogen', das nicht immer standardmäßig gefordert wird, das Sie sich aber hier herunterladen und ausfüllen können

file:///C:/Users/MWCM/Downloads/R0215.pdf

Hier haben Sie die Möglichkeit, Ihre Einschränkungen 'in eigene Worte zu fassen', also wie Sie tatsächlich eingeschränkt sind im Alltag und/oder bei (noch möglichen) Arbeiten. Anders als Ihre Ärzte, die Sie ja nur in der Praxis sehen, nicht aber, wie Sie morgens erst einmal sich wirklich fünfmal krümmen, um eine Position zu finden, aus dem Bett zu steigen (wenn noch möglich) bzw. den Notrufknopf zu betätigen, um der Pflegeperson mitzuteilen, dass Sie zwar wach aber nicht in der Lage sind, die Tür zu öffnen (dies sind Beispiele, ich hoffe, Ihnen geht es noch so gut, dass Sie sogar sich selbst ankleiden könnten, langsam, aber es geht noch...). Jedenfalls ist diese 'Selbsteinschätzung' sicher hilfreich auch für den Gutachter der DRV, der damit zusätzlich besser beurteilen kann, wie Sie selbst Ihre Lage sehen als Diagnoseschlüssel xyz eines Facharztes.

Wie also auch die anderen User schon meinten, reichen Sie alles ein, was Sie seit der letzten Bewilligung vorliegen haben, das 'könnte' die Weiterbewilligung beschleunigen, auch wenn das keine Garantie dafür ist! Im Zweifelsfall wird dennoch der eine oder andere Arzt zusätzlich um einen Befundbericht gebeten bzw. Sie aufgefordert, sich zusätzlich (nochmals) begutachten zu lassen.

Wenn Sie allerdings nur den Weiterbewilligungsantrag ohne Anlagen stellen, müssen Sie wohl davon ausgehen, dass sich das Verfahren deutlich verzögern kann, weil dann ja erst einmal die Ärzte noch angefragt werden.

Die DRV wird übrigens von sich aus ca. 5 Monate vor Ablauf Ihrer befristeten EM-Rente Ihnen die notwendigen Formulare für eine Verlängerungsbewilligung zusenden.

Nutzen Sie bis dahin die Zeit, sich bestmöglich gesundheitlich zu stabilisieren! Alles Gute!

von
Siehe hier

falls der o.a. Link nicht funktioniert für die 'Selbsteinschätzung'

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Formulare/DE/_pdf/R0215.html

Experten-Antwort

Hallo wewe,

wie sie bereits den vorherigen Antworten entnehmen können, kann das Beifügen von Befunden im Weitergewährungsantrag das Verfahren zur Prüfung der Weitergewährung beschleunigen. Außerdem gibt es Ihnen die Möglichkeit einen Überblick über vorhandene Gutachten und Einschätzungen Ihrer Ärzte zu haben. Ein Muss ist es allerdings nicht.

Viele Grüße,
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

von
wewe

Zitiert von: Siehe hier
falls der o.a. Link nicht funktioniert für die 'Selbsteinschätzung'

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Formulare/DE/_pdf/R0215.html

Vielen lieben Dank.

Habe die Befunde von meinem Dermatologen, Orthopäden und
meinem Lungenarzt. Von meinem Urologen werde ich am 30.09. und von meiner Psychiaterin am 06.10. bekommen.

Sollte vom Hausarzt auch ein Befund mitgesendet werden?

Der Tipp mit der Selbsteinschätzung werde ich dann auch noch machen. Das Gutachten vom MDK für meinen Pflegegrad 2 ist eigentlich schon selbsterklärend, und geht dann auch mit zur DRV.

von
Paul

Am besten alle wichtigen Befunde beilegen.
Hausarzt hatte ich damals nicht gemacht, da es für die DRV nicht so relevant ist, ob du eine Erkältung oder so was hattest.
Facharzt Berichte sind wichtig und ich würde dir unbedingt empfehlen, diese Berichte selber beizulegen.
Manche Fachärzte lassen sich dabei unverschämt viel Zeit, wir reden von Monaten, oder es wird sogar ganz vergessen und du wunderst dich, warum dein Antrag nicht weiter bearbeitet wird.