Weitere Fragen zur EM-Rente

von
annykat

Bei der Entscheidung zur Gewährung einer EM-Rente hat da Einfluß:
- ob man noch im Erwerbsleben steht
- wenn man da schon nicht vollbeschäftigt ist, auf Grund von gesundheitl. Leistungseinschränkung
- ob man im öffentlichen Dienst arbeitet?
Danke!

von
KSC

Die angesprochenen Dinge spielen bei der Frage ob die Rente (weiter)gewährt wird natürlich gar keine Rolle.

von
Joe

Natürlich sollte es eigentlich - theoretisch - keine Rolle spielen .

In der Praxis spricht natürlich zumindest eine Vollzeitbeschäftigung von 8 Stunden nicht unbedingt für eine Erwerbsminderung...

Zumindet nicht für eine volle EM-Rente.

Besser ist es natürlich wenn man einen EM-Antrag erst nach monatelanger Krankschreibung stellt.

Dies unterstützt den Antrag natürlich ungemein.

Experten-Antwort

Hallo annykat ,

für die Gewährung einer Rente wg. teilweiser oder voller Erwerbsminderung sind sowohl versicherungsrechtliche als auch medizinische Voraussetzungen zu erfüllen. Bei der Rente wg. voller Erwerbsminderung ist das sog. Restleistungsvermögen des Antragstellers auf tgl. unter 3 Stunden abgesunken. Bei der Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung kann der Versicherte noch mindestens 3 aber unter 6 Stunden tgl. arbeiten.Die notwendigen Erhebungen hierzu werden vom Rentenversicherungsträger in eigener Zuständigkeit getroffen.
Eine zum Zeitpunkt der Antragstellung ausgeübte Beschäftigung schließt grundsätzlich nicht den Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente aus. Sollte es zu einer rückwirkenden Gewährung einer Erwerbsminderungsrente kommen und die Rente mit Arbeitsentgelt zeitgleich zusammentreffen, so ist die Anrechnungsvorschrift des § 96 a Sozialgesetzbuch Sechstes Buch anzuwenden. Hierbei kann es auch zu einem vollen Ruhen des Rentenanspruchs kommen.