Weiterer Ablauf bei Umdeutung?

von
Forumneuling

Hallo,

laut tel. Auskunft meines Sachbearbeiters in der Reha-Abteilung bei der DRV-Bund (Verfahren zu LTA lief, habe um Umdeutung in Rentenantrag gebeten), ist die Akte an die Rentenabteilung übergeben worden. Unter Vorbehalt wird es eine Umdeutung. Bei ihnen in der Abteilung sei es "abgesegnet" und nach seiner Erfahrung sind bisher alle diese Verfahren in der Rente gemündet.

Frage 1:

Was könnte denn jetzt noch "schief gehen"?Ich bekäme in den nächsten zwei Wochen die Antragsunterlagen für die Rente von der Abteilung Rente zugeschickt, solle diese ausfüllen und dann könnten sie einen Bescheid erstellen.

Frage 2:

Ist denn nicht mit der Umdeutung (ist dann in einen Rentenantrag umgedeutet) überhaupt noch eine Beantragung notwendig?

Meiner Recherche nach verhält es sich mit dem Beginn der Rente in etwa so: der Beginn einer zeitlich befristeten Erwerbsminderungsrente richtet sich nach § 101 Sechstes Sozialgesetzbuch (SGB VI).
Hiernach werden diese Renten nicht vor Beginn des siebten Kalendermonats nach dem Eintritt der Erwerbsminderung gezahlt.

Frage 3:

Heißt dies, die Rente liefe, wenn sie angenommen für drei Jahre befristet wäre z.B. ab dem 1.10. und wird erst ab dem 1.5. bezahlt? Oder ist dann der Beginn der Rente automatisch erst wie in diesem Beispiel der 1.5.?

Vielen Dank

von
Schade

Die Antwort auf Frage 1 hängt davon ab, wie es zur "Umdeutung" gekommen ist. Hat die DRV Sie im Rehaverfahren angeschrieben, dass die Reha nichts bringt und Ihnen die Rente nahegelegt, so wird die Rente wohl auch bewilligt werden.

War es hingegen so wie Sie es schreiben: die LTA lief und ich habe um Umdeutung gebeten, ist der Ausgang offen.....

zu 2) Die Rentenantragsformulare sind auszufüllen, schon deshalb weil das Rentenantragsformular wichtige Fragen enthält, die üfr den LTA Antrag unerheblich waren.

Der Rentenbeginn richtet sich nicht allein nach dem Antrag sondern auch danach, ab wann Sie aus ärtlicher Sicht erwerbsgemindert sind - diesen Zeitpunkt kennt keiner im Forum.

von
Forumneuling

Danke für die Rückmeldung.

Zu 1
Nach Auskunft der Reha-Sachbearbeitung ist es demnach nun keine Reha-Sache mehr, sondern von ihnen aus umgedeutet in einen Rentenantrag. Bei der Rentenabteilung sollten jetzt noch die anderen Dinge wie die Versichertenzeiten geprüft werden.

Zu 2
Ja, das ist dann klar

Zu 3
Dass sich der Rentenbeginn generell auch abhängig vom festgestellten Eintritt der Erwerbsminderung her berechnet, ist mir klar. Auch, dass mir dies hier keiner beantworten kann. Da muss ich schon auf die Aussage der DRV warten.
Meine Frage bezog sich auf die grundsätzliche Handhabung der "Wartefrist" von den 6 Monaten, nach denen eine befristete Rente erst bezahlt wird. Heißt die nun, der Zeitraum der Rente läuft ab dem Datum, zu dem sie festgestellt wird oder erst ab dem 7.Monat nach Feststellung?

Vlt. hatte ich das auch nicht klar genug ausgedrückt, kann schon sein.

Freue mich über eine Information hierzu.
Vielen Dank.

von
KSC

Eine Zeitrente beginnt frühestens mit dem 7. Monat nach der Erkrankung / Eintritt der EM, sofern der Rentenantrag spätestens in diesem 7. Monat gestellt ist (oder der Rehaantrag, der als Rentenantrag gilt).

Liegt das Antragsdatum später, beginnt die Rente mit dem ersten des Antragsmonats.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Forumneuling,

dem Beitrag von „KSC“ wird zugestimmt. Zur Frage der Umdeutung liegt es wahrscheinlich in Ihrem Fall eher so, dass (auch) die Reha-Abteilung die „Umdeutung“ „abgesegnet“ , also von „Ihnen aus umgedeutet“ hat. Allerdings kann Ihnen hier im Forum niemand vorab eine Garantie geben, ob es auch tatsächlich zu einer Rentenbewilligung kommen wird.

von
Forumneuling

Vielen Dank für die Rückmeldungen.

Erfolgt die Prüfung auf Arbeitsmarktrente VOR Zustellung des Schreibens, das die Umdeutung bekannt gibt oder erst nach Stellung des Antrages, den ich dann damit ja auch erhalten werde?

Wenn (wie bei mir der Fall) ein Gutachten der AfA mit voller Erwerbsminderung (weil ich ALG I wegen Nahtlosigkeit beantragt hatte, wurde damit genehmigt) der DRV vorliegt, ist dann damit eine Voraussetzung schon gegeben? Zudem war ich bereits vor meiner langen AU (bin ja inzwischen ausgesteuert) arbeitslos.

Der Berater der VdK hatte gesagt, dass ich wegen der Arbeitslosigkeit sowieso automatisch die Arbeitsmarktrente erhalten werde. Ist das so?

Vielen Dank

von Experte/in Experten-Antwort

1. Wenn der Rentenantrag umgedeutet wird, ist trotzdem eine formelle Antragstellung erforderlich, weil alle erforderlichen Angaben für die Rentengewährung nicht dem LTA-Antrag entnommen werden können.
2. Eine Zeitrente beginnt frühestens mit dem 7. Kalendermonat nach dem Eintritt der Erwerbsminderung.
3. Ohne Kenntnis der Aktenlage, können keine weiteren Aussagen getroffen werden, ob der Leistungsfall eingetreten ist. Die weitere Bescheiderteilung bleibt abzuwarten.