Weitergewährung befristeter volle Erwerbsminderungsrente

von
W

Hallo,

ich bräuchte mal Euren Rat, bzw. Eure Hilfe, bzw. Eure Meinung.

Also ich habe bis einschließlich 30.09.2010 eine volle befristete Erwerbsminderungsrente. Ich habe den Antrag für Weitergewährung erhalten und eingereicht. Daraufhin kam ein Schreiben welches ich dem behandelten Facharzt vorlegen musste. Was ich auch getan habe. Dieses wurde vom Facharzt ausgefüllt und von mir zurück an die Rentenversicherung in Berlin gesandt. Dort hat es geheißen, dass man mit der Befragung der behandelnten Fachärzte gute Erfahrung habe und man daraufhin entscheiden würde, so habe ich es zumindestens verstanden. Der Facharzt hatte geschrieben Verschlechterung, keine Besserung möglich. Daraufhin kam heute ein Schreiben, dass ich wieder zu einer Fachärztin/Gutachterin muss.

Mich hat dass schwer getroffen heute, dass ich zur Gutachterin muss. Habe ich etwas falsch gemacht ? Oder sehe ich etwas nicht richtig ?

Es ist doch etwas anderes jemand anderen zu helfen wie wenn es einem selbst betrifft. Ich bin wie blockiert, komme auf keinen Nenner. Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen.

Was meint ihr dazu ?

Was soll, was kann ich tun ?

DANKE im Voraus.

Gruß

W

von
W

Hallo,

ich bin 51 Jahre alt, hatte ich vergessen zu erwähnen.

von
wer010

wer weis was sich der zuständige sachbearbeiter/in dabei gedacht hat ? niemand !vielleicht die glaskugel.
das heißt erst mal gar nix , abwarten und tee trinken.

von
W

Hallo,

da keine Unterschrift, kein Name verzeichnet ist, kann ich nicht sagen wer das veranlasst hat. Hat das der Arzt veranlasst oder der Sachbearbeiter ?
Wer veranlasst so etwas denn Arzt oder Sachbearbeiter ?
Ich kann das auf dem Schreiben nicht erkennen. Wer ist denn dafür verantwortlich bei der Rentenversicherung ?

von
Z

Alles was in medizinischer Hinsicht veranlasst wird, geschieht immer und nur auf Veranlassung des med. Dienstes der RV ( also eines Arztes ).
Dieser bleibt allerdings aus gewissen Gründen anonym.

Ausgeführt per Schreiben natürlich dann von Ihrem Sachbearbeiter.

Sie oder ihr Facharzt haben sicher nichts falsch gemacht bzw. den Befundbericht falsch ausgefüllt.

Das was jetzt passiert ist hätten Sie absolut nicht verhindern können und Sie sollten sich darüber auch keine großen und vor allem keine negative Gedanken machen.

Das mit der Befundberichtsanforderung und der " guten Erfahrung mit den behandelnden Ärzten " und so weiter ist ein Standartschrieben was Sie da bekommen haben und nichts anderes.

So eine Verfahrensweise ist durchaus üblich und ist exakt so auch bei mir bereits in 2 EM-Verlängerungsverfahren so geschehen ( samt diesem Schreiben ).

Erstmal wird ein Befundbericht des behandelnden Arztes eingeholt um eine erste Meinung einzuholen und wenn der Befundbericht nicht ausreichend erscheint oder Zweifel bestehen ( was oft der Fall ist ) , dann erfolgen die weiteren Schritte wie z.b. eine Begutachtung.

Da kann der Befundbericht des behandelnden Facharztes noch so positiv für den Rentenantragsteller ausgefallen sein.
Der med. Dienst kann und darf sich nicht nur alleine auf einen Befundbericht verlassen , sondern will diese Meinung durch ein externes Gutachten eben abgesichert bzw. bestätigt ( oder eben auch nicht.. ) haben.

Man muss immer dazu bedenken , das der behandelnde Facharzt
- meistens - ja nicht über die absolut notwendigen sozial-medizinsichen Fachkenntnisse verfügt die zur Einschätzung einer Erwerbsmidnerung aber absolut notwendig sind.

Insofern beinhalten die meisten Befundberichte lediglich die Erkrankungen, die Diagnosen sowie den Behandlungsverlauf und ähnliche Dinge, aber eben keine sozial-med. fachlich fundierten exakten Aussagen zur Erwerbsminderung und sind hinsichtlich der Beurteilung einer EM darum wenig ergiebig.

Desweiteren wird den behandelnden Fachärzten natürlich oft auch eine gewisse Befangenheit und
nicht vorhandene
" Neutralität" aufgrund des Verhältnisses zu seinem Patienten ( Kunden ! ) unterstellt....

Die anstehende Begutachtung wird sicher jetzt entscheidend sein, ob die EM-Rente verlängert wird oder.

Natürlich fliesst in die Entscheidungsfindung dann auch der Befundbericht ihres Facharztes mit ein.

von
Elisabeth

In der Regel entscheidet der Arzt, welche weiteren ärztliche Untersuchungen bzw. Gutachten für die Beurteilung der weiteren Anspruchsvoraussetzungen der Rentenzahlung erforderlich sind.
Was beunruhigt sie? Ihr behandelnder Arzt bescheinigt ihnen, dass sich ihre Krankheit verschlechtert hat und eine Besserung ausgeschlossen ist. Da haben sie doch beim Gutachter nichts zu befürchten.
Also ruhig angehen.

von
Z

Naja, @W ist sicher davon ausgegangen, das wenn der
behandelnde Facharzt um einen Befundbericht gebeten wird und dieser entsprechend positiv für ihn ausfällt, dann
sofort und ohne Begutachtung die EM-Rente verlängert wird.

Persönlich hatte ich auch einen Befundbericht der
- eigentlich - ein "Blankoschein" für die weitere Berentung hätte sein müssen.

Mein langjährig behandelnder Facharzt sagte mir seinerzeit : " Mit dem von mir ausgefüllten Befundbericht geht ihre Rente sofort und ohne Probleme durch. Eine Begutachtung halte ich in ihrem Fall und meinem Bericht für völlig ausgeschlossen . Da machen Sie sich mal überhaupt keine Sorgen diesbezüglich"

1 Woche später bekam ich dann auch Post von der RV -mit einer Einladung zur Begutachtung !

Soviel zum Thema Befundberichte...

von
W

Hallo,

vielen Dank für die Meldung, DANKE. Meine Frau ist ebenfalls Erwerbsminderungsrentnerin mit zuerst 1 Jahr, dann wieder ein Jahr und jetzt 2,5 Jahre Verlängerung. Unser Facharzt ist selbst als Gutacher, meines Wissens auch für die Rentenversicherung tätig. Wir haben einen guten Facharzt, worüber wir sehr froh und dankbar sind. Nur als Gutachter möchte ich allerdings unseren Facharzt nicht haben. Als Gutachter würde ich ihn, wenn möglich ablehnen. Kann man Gutachter eigentlich ablehnen? Kann mann irgendwo Erfahrungen über die Gutachter finden, Beurteilungen von Gutachtern? Nächste Woche werde ich, wenn ich einen Termin bekomme auch mit meinem Facharzt darüber reden, damit ich ja nichts falsch mache.

DANKE

von
W

Hallo,

meine Frau musste bisher nicht zu einem Rentengutachter, es reichte immer das Schreiben vom Facharzt. mit gleichbleibender Erkrankung, auch keine Besserung möglich. Daher habe ich das nicht verstanden.

von
Z

Das ihre Frau bei den Rentenverlängerungen nicht begutachtet wurde und der Befundbericht des behandelnden Arztes ausreichend war, liegt dann in dem medizinischem Einzefall ihrer Frau begründet.

Und natürlich können Sie den von der RV benannten Gutachter ablehnen und die Benennung eines anderen Gutachters beantragen.

Normalerweise sollten ihnen sogar 3 verschiedene Gutachter von der RV vorgeschlagen werden, von denen Sie sich dann einen Gutachter aussuchen können.

Aber dies ist eine Kann- und keine Mussvorschrift und jeder Regionalträger der RV handhabt dies anders.

Wenn die Gründe für die Ablehnung des Gutachters nachvollziehbar sind, wird dem sicher auch seitens der RV entsprochen und ihnen ein anderer Gutachter zugewiesen.

Das der eigene Arzt auch als Gutachter von der RV bestellt wird, ist eigentlich so gut wie ausgeschlossen und wenn wäre es ein Versehen, obwohl ich auch von so einem seltenen Fall schon mal gehört habe.

Bewertungen/Beurteilungen oder ähnliches zu einem bestimmtem Gutachter gibt es nicht.

Es gibt auch weder den Gutachter der alle Rentenverlängerungsanträge positiv bescheidet noch den der alles ablehnt.

Gutachter sind ja - meistens - in Personalunion auch immer behandelnde Ärzte. Insofern können Sie sich dann nur im Freundes/Bekannten und Verwandenkreis erkundigen , ob jemand diesen Arzt/Gutachter kennt.

Aber wie Sie schon selbst richtig erkannt haben , nützt ihnen das alles relativ wenig.

Denn diese Ärzte verhalten sich oft als Gutachter völlig anders als wie in ihrer Funktion als behandelnder Arzt.

Wer als behandelnder Arzt super ist, könnte als Gutachter ein A.. sein.

von
W

Hallo,

danke Z, mit den 3 Gutachtern das wusste ich auch nicht. Ich frage meinen Arzt was er von der Gutacherin hält. Wenn er sagt ablehnen, mache ich das auch.
Meine Rentensache ist bei der DRV Bund direkt in Berlin, bei meiner Frau ist auch der Bund, aber in Stralsund, zuständig.

von
Willi

Aufgrund des geschilderten Sachverhaltes hat die Rentenversicherung Anhaltspunkte dafür, dass sie wieder für mehr als 3 Stunden dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen können. Sie sollten sich daher umgehend bei der zuständigen ARGE zur Stellenvermittlung einfinden. Dort wird man Ihnen helfen, zum 1.10. einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden.
Viele Grüße

von
M

Keine Gedanken machen und abwarten. Es wird schon alles seinen Gang gehen.

von
Sozialrechtler

Ich habe keine Ahnung von dem, was sie wissen möchten, aber eines bitte ich sie höflichst zur Kenntnis zu nehmen:

keine pauschale Schweigepflichtsentbindung unterschreiben!

gar niemals nicht!

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo W,

Sie haben nichts falsch gemacht und völlig korrekt gehandelt.
Da sich Ihr Gesundheitszustand nicht gebessert hat, können Sie die Rente voraussichtlich weiterhin erhalten - eventuell erneut befristet.
Hierüber entscheidet eine Facharzt bzw. ein Gutachter der deutschen Rentenversicherung.
Wenn der Bericht Ihres Fachartzes vorliegt, entscheidet der Rentenversicherungsträger, ob nochmals eine Untersuchung durch einen unserer Gutachter/Fachärzte erfolgen soll. In Ihrem Fall wurden Sie nochmals eingeladen.
Nach dieser Untersuchung wird Ihr Rentenversicherungsträger entscheiden, ob Ihre Rente befristet oder unbefristet weiter zu zahlen ist

von
W

Hallo,

vielen Dank an alle, vor allem an die Expertin. Ich habe Angst, Panik vor der Begutachtung und davor etwas zu vergessen oder falsch zu machen. Ich muss abwarten bis ich den Termin der Begutachtung von der Gutachterin genannt bekomme.
Nochmals vielen Dank an alle und einen schönen Resttag.

Gruß

W

von
@ Fake "Sozialrechtler"

Sie sollten noch mehr von dem Dummwasser trinken, dann wird Ihr Fake noch unglaubwürdiger als er schon ist.